Finanzen im Landkreis Göppingen: Ausschuss folgt Bitte des Dehoga und beschließt Zuschuss für zehn Jahre

Auch in den kommenden zehn Jahren übernimmt der Landkreis die Kosten für den Transport der Berufsschüler vom Dehoga-Campus in Bad Überkingen nach Göppingen.
Ralf Heisele- Landkreis Göppingen zahlt bis 2035 jährlich 85.000 Euro für den Transport von Floristen-Berufsschülern.
- Die Schüler reisen vom Dehoga-Campus in Bad Überkingen zur Justus-von-Liebig-Schule Göppingen.
- Kostensteigerungen beim Transportunternehmen erhöhten die jährliche Summe von 65.000 auf 85.000 Euro.
- Dehoga investierte 12 Mio. Euro in das Internat und fordert langfristige Finanzierung des Schülertransports.
- Zuschüsse für kinderreiche Familien bei Monatskarten wurden kürzlich vom Umwelt- und Verkehrsausschuss gestrichen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ungeachtet der gerade beginnenden Spardebatte vor der Einbringung des Haushalts in den Kreistag hat der Verwaltungsausschuss eine Freiwilligkeitsleistung des Landkreises auch für die kommenden zehn Jahre garantiert: Für diesen Zeitraum wurde mit elf Ja- bei drei Nein-Stimmen dem Antrag der Verwaltung zugestimmt, die Kosten für die Beförderung von Berufsschülern im Bereich Gartenbau und Floristik vom Internat Dehoga-Campus in Bad Überkingen zur Justus-von-Liebig-Schule Göppingen weiterhin zu übernehmen. Der Beschluss gilt bis zum 31. Dezember 2035.
Teurer als ursprünglich geplant
In zehn Jahren werden somit mindestens 850.000 Euro an Kosten auflaufen, so es denn keine Preissteigerungen gibt. Eigentlich war das Landratsamt von 65.000 Euro jährlichen Kosten ausgegangen, jetzt sind es jedoch 85.000 geworden. Die ursprüngliche Summe sei durch Kostensteigerungen beim Transportunternehmen „nicht mehr auskömmlich“, hieß es in der Begründung für den Antrag. Eigentlich wäre die geltende Vereinbarung mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband als Betreiber des Dehoga-Campus noch bis Ende 2027 gelaufen, wurde nun jedoch vorzeitig verlängert.
Hintergrund des Beschlusses ist unter anderem, dass der Dehoga zwölf Millionen Euro in die Erweiterung des Internats gesteckt hat, weitere Renovierungen plant und auch pädagogisches Fachpersonal zur Betreuung der oft minderjährigen Berufsschülerinnen und -schüler angestellt hat. Für viele der Schüler – oft auch aus dem Regierungsbezirk Tübingen – sei aufgrund der großen Entfernung zur Justus-von-Liebig-Schule eine Internatsunterbringung während des Blockunterrichts unabdingbar. Sie werden seit August 2017 in Bad Überkingen untergebracht. „Der Dehoga nimmt deshalb den Landkreis in Verantwortung und bittet um eine langfristige Sicherung und Finanzierung des Schülertransports“, hieß es in der Verwaltungsvorlage. Außerdem bedeute die Finanzierung eine Stärkung und Sicherung des Schulstandorts Göppingen. Eine Fahrt mit dem ÖPNV von Überkingen nach Göppingen habe die Schulleitung – vor allem bei Minderjährigen – „als nicht zumutbar“ angesehen.
Kein Zuschuss für kinderreiche Familien
Erst vor wenigen Tagen hatte der Umwelt- und Verkehrsausschuss beschlossen, die sogenannte Dritte-Kind-Regel zu kippen. Bisher wurden für kinderreiche Familien die Eigenanteile für Monatskarten nur für zwei Kinder fällig, weitere Kinder fuhren kostenlos, das bezahlte der Landkreis. Auch die Härtefallregelung fällt weg.

