Brand in Göppingen: Polizei schätzt Schaden nun auf vier Millionen Euro – Spendenaktionen gestartet

Der Reihenhaus-Komplex im Göppinger Bürgerhölzle am Tag nach dem verheerenden Brand. Die betroffenen Bewohner haben alle ein Dach über dem Kopf.
Tilman Ehrcke- Großbrand zerstörte fünf Reihenhäuser im Bürgerhölzle in Göppingen – niemand wurde verletzt.
- Der Gebäudekomplex ist unbewohnbar, der Schaden geht laut Polizei Richtung vier Millionen Euro.
- Ursache ist unklar, Hinweise auf Brandstiftung gibt es nicht; Ermittlungen laufen mit Versicherungen.
- Alle Bewohner haben Unterkünfte: teils privat, teils von der Stadt im Hotel mit Grundausstattung.
- Zwei GoFundMe-Aktionen sammeln Geld: für Familie Kleske und für alle Betroffenen in Göppingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Großbrand, der am Dienstag (04.08.2026) einen Wohnkomplex mit fünf Reihenhäusern im Göppinger Bürgerhölzle zerstört hat, macht viele Menschen betroffen. Körperlich verletzt wurde glücklicherweise niemand, die seelischen Folgen dieser Tragödie sind jedoch nicht absehbar. Die Familien haben ihr Zuhause und den Großteil ihres persönlichen Eigentums verloren. Der Gebäudekomplex ist nicht mehr bewohnbar, die Polizei schätzt die Schadenshöhe inzwischen „Richtung vier Millionen Euro“. Die Ermittlungen laufen, teilte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Ulm einen Tag nach dem Feuer mit. „Zur Brandursache gibt es nichts Neues, das heißt, dass derzeit auch keinerlei Hinweise auf eine Brandstiftung vorliegen“, sagte er. Die Polizei sei bei ihren Ermittlungen in engem Austausch mit den Versicherungen.
Manche Bewohner kommen in Hotel unter
Die Menschen, die plötzlich obdachlos geworden sind, haben alle ein Dach über dem Kopf. „Die Stadt hat diejenigen Bewohner, die nicht privat untergekommen sind, in einem Hotel untergebracht“, sagt der Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier. Im Rahmen der Möglichkeiten unterstütze die Stadt gemeinsam mit der städtischen Wohnbau, wenn es notwendig ist. Es werde sich aber erst herausstellen, wo die Bewohner dann langfristig ein neues Zuhause finden. Für die Betroffenen, die nach der Katastrophe vorübergehend im Hotel wohnen, hat die Stadt zudem einen Grundstock an Kleidung organisiert, teilt der OB mit. Die anderen Brandopfer hätten sich selbst versorgt.
Bruder startet Spendenkampagne
Die ersten Spendenkampagnen ließen nach dem Großbrand nicht lange auf sich warten und werden in den sozialen Netzwerken fleißig geteilt. Christian Wolff aus Göppingen hat eine Aktion für seine Schwester Katharina Kleske und ihre Familie auf der Plattform GoFundMe ins Leben gerufen. „Heute haben meine Schwester Katharina, ihr Mann Markus und mein Neffe Benno durch einen verheerenden Brand ihr Zuhause und einen Großteil ihres gesamten Besitzes verloren“, schreibt der Organisator. Und weiter: „Das Haus ist unbewohnbar und muss sehr wahrscheinlich abgerissen werden. Der emotionale Verlust kann nicht beziffert werden. Mit dieser Spendenaktion wollen wir die Familie finanziell unterstützen, damit die dringendsten Anschaffungen schnell ermöglicht werden und Katharina, Markus und Benno sich Schritt für Schritt eine neue Zukunft aufbauen können“, heißt es in dem Spendenaufruf. 9000 Euro sollen mindestens eingesammelt werden, bereits 3765 Euro wurden bis zum Mittwochvormittag (05.08.2026) gespendet.
„Familien Hoffnung und konkrete Unterstützung zu geben“
Elif Malki hat eine weitere Spendenaktion auf GoFundMe gestartet. Er möchte allen Familien helfen, die völlig unerwartet von dem schweren Brand getroffen wurden. „Sie stehen nun vor der Herausforderung, ihren Alltag neu aufzubauen“, schreibt er auf der Plattform. Mit der Aktion will er die Menschen „schnell und unbürokratisch“ unterstützen. „Jeder gespendete Euro wird dafür verwendet, dringend benötigte Dinge wie Kleidung, Unterwäsche, Hygieneartikel, Schuhe, Babyausstattung (falls benötigt), Lebensmittel sowie Einkaufsgutscheine für die Familien zu besorgen“, so Malki. „Unser Ziel ist es, den Familien in dieser schweren Zeit Hoffnung und konkrete Unterstützung zu geben.“ Spendenziel sind 14.000 Euro, 12.251 Euro waren am Mittwochvormittag zusammengekommen. Einer, der privat gespendet hat, ist der Göppinger Oberbürgermeister.
GoFundMe vermittelt Spenden nach dem Crowdfunding-Prinzip
Die Plattform GoFundMe ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Redwood City, dessen Geschäftsmodell die Vermittlung von Spendengeldern über eine Internetplattform ist. Die Spendenerhebung erfolgt hierbei nach dem Crowdfunding-Prinzip.
Der Kontakt Die Links zu beiden Spendenaktionen: https://www.gofundme.com/f/hilfe-nach-hausbrand-bei-familie-kleske-in-goppingen; https://www.gofundme.com/f/unterstutzung-fur-mehrere-familien-nach-brand

