Erneuerbare Energien im Kreis Göppingen
: Sportverein senkt seine Energiekosten drastisch

Mit Hilfe der Energieagentur des Landkreises hat sich der TSV Eschenbach eine PV-Anlage angeschafft und produziert seinen Strom selbst.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Eschenbach, Sportplatz Schlater Straße: Energieagentur (Dorit Klöpfel) macht Interview mit Herrn Eitle

Wilfried Eitle vom TSV Eschenbach zeigt Dorit Klöpfel von der Energieagentur Landkreis Göppingen die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Vereinsheims.

Staufenpress
  • Sportverein TSV Eschenbach senkt Energiekosten durch eigene PV-Anlage.
  • Erdwärmepumpe und LED-Technik modernisieren Vereinsinfrastruktur.
  • Investitionen in PV-Anlage amortisieren sich schneller als erwartet.
  • Bundeszuschuss verkürzt Amortisationszeit auf drei Jahre.
  • Neue Maßnahmen fördern Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der TSV Eschenbach, ein vergleichsweise junger Sportverein mit rund 600 Mitgliedern, setzt in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz neue Maßstäbe. Seit seiner Gründung im Jahr 1970 ist der Verein stetig gewachsen und bietet seinen Mitgliedern ein umfangreiches Sportangebot. Neben dem Sportplatz gehört auch ein Vereinsheim, das 1990 erbaut wurde, zur Infrastruktur des Vereins. Schon damals bewies der TSV Eschenbach Weitsicht, als er das Gebäude mit einer Erdwärmepumpe ausstattete, die sowohl für die Heizung als auch für die Warmwassererzeugung sorgt, die für den Verein wesentlich ist. Das berichtet die Energieagentur Landkreis Göppingen in einer Pressemitteilung. Die Duschen würden von den Mitgliedern rege genutzt, was mit einem hohen Warmwasser- und Energieverbrauch verbunden sei.

Energiekosten langfristig senken

Im Jahr 2020 stand der Verein vor einer neuen Herausforderung: Die sanitären Anlagen und die Küche reichten nicht mehr aus, um die steigenden Anforderungen zu erfüllen. Daher wurde ein Anbau ans bestehende Vereinsheim beschlossen. Gleichzeitig sorgten steigende Strompreise dafür, dass der Verein nach neuen Wegen sucht, um die Energiekosten langfristig zu senken.

Kassenwart ist hocherfreut

Im Rahmen dieser Überlegungen entstand der Gedanke, eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Der Verein suchte deshalb nach einer unabhängigen und kompetenten Beratung und erhielt Unterstützung durch die Energieagentur. Schließlich fiel die Entscheidung, in eine Anlage mit einer Leistung von knapp 30 Kilowatt Peak (kWp) zu investieren, das entspricht einer Stromproduktion von etwa 30.000 Kilowattstunden jährlich. Bereits nach nicht einmal einem Jahr in Betrieb sei der Verein äußerst zufrieden, schreibt die Agentur. Wilfried Eitle, der maßgeblich an der Planung und Umsetzung des Projektes beteiligt war, berichtet demnach: „Wir decken unseren Stromverbrauch von März bis Oktober fast komplett aus unserer eigenen PV-Anlage. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und bringt so noch zusätzlich etwas Geld in die Vereinskasse.“

Der Verein geht inzwischen sogar davon aus, dass sich die Investition in die Photovoltaik-Anlage sehr viel schneller amortisieren wird als ursprünglich angenommen. Und laut Eitle sei auch der Kassenwart mittlerweile hocherfreut über die deutlich gesunkenen Stromkosten.

Neben der PV-Anlage hat der TSV Eschenbach auch in die Modernisierung der Sanitäranlagen im neuen Anbau investiert. Die neuen Anlagen bieten deutlich bessere Kapazitäten, um den Bedürfnissen der Vereinsmitglieder gerecht zu werden.

Zudem wurde die Flutlichtanlage des Sportplatzes auf LED-Technik umgerüstet, was nicht nur Energie spart, sondern auch die Lichtqualität auf dem Platz verbessert und die Wartungskosten erheblich reduziert. Dank eines Zuschusses vom Bund war die Investition für den Verein gut zu stemmen und die Amortisationszeit konnte von sechs auf nur drei Jahre verkürzt werden. „Der TSV Eschenbach ist für die Zukunft gut aufgestellt“, freut sich Eitle. Neben den modernen Sanitäranlagen, der effizienten Wärmepumpe und der leistungsstarken PV-Anlage trägt auch die neue LED-Beleuchtung zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Ausrichtung des Vereins bei.

Kostengünstige Energieversorgung

Durch diese Kombination konnte der Verein seinen Energieverbrauch erheblich senken und profitiert nun von einer nachhaltigen und zugleich kostengünstigen Energieversorgung. „Mit diesen Maßnahmen zeigt der Verein eindrucksvoll, dass es auch mit begrenzten Mitteln möglich ist, durch moderne Technik und gezielte Beratung einen großen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz zu leisten und die eigenen Kosten deutlich zu reduzieren“, schreibt die Energieagentur.