Ermittlungen in Göppingen
: Tote Person aufgefunden – Polizei gibt weitere Details bekannt

Im Wohngebiet Schiefergrube nahe der Waldeckkirche wurde eine Leiche entdeckt. Ein Tötungsdelikt? Aussagen von Nachbarn weisen in diese Richtung.
Von
Susann Schönfelder
Göppingen
Jetzt in der App anhören
Göppingen Bergfeld Polizeieinsatz Suche Tatwaffe

Die Polizei untersucht den Tod einer Person im Göppinger Waldeck.

Staufenpress
  • Tote Person in Göppinger Schiefergrube gefunden.
  • Polizei: Keine Gefahr für die Bevölkerung.
  • Ermittlungen laufen, Tötungsdelikt nicht bestätigt.
  • Anwohner hörten lauten Knall, Polizei sichtet Videomaterial.
  • Polizisten sprachen laut Anwohnern von einem Tötungsdelikt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Donnerstagmittag (17.10.2024) waren jede Menge Polizisten im Göppinger Waldeck nahe der gleichnamigen Kirche unterwegs, befragten Anwohner und suchten nach Beweismitteln. Ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Ulm bestätigt, dass eine tote Person aufgefunden wurde. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen“, sagte der Sprecher auf Anfrage. Ob es sich um ein Tötungsdelikt handelt, wollte er nicht sagen. Nur soviel: Es bestehe aktuell keine Gefahr für die Bevölkerung.

Kripo Ulm richtet Sonderkommission ein

Am Nachmittag hat der Polizeisprecher weitere Details zu dem Fall bekannt gegeben. Demnach habe die Polizei am Mittwochabend gegen 22.45 Uhr in einer Wohnung in dem Wohngebiet einen 46-jährigen Mann tot aufgefunden, nachdem sie einen entsprechenden Hinweis erhalten hatte. „Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und in alle Richtungen“, sagt der Sprecher. Im Laufe des Donnerstags seien Zeugen befragt und Spuren vor Ort gesichert worden. Die Kriminalpolizei Ulm habe eine Sonderkommission eingerichtet, um die Hintergründe aufzuklären.

Ob der Mann durch Gewalteinwirkung starb beziehungsweise ob er äußerlich sichtbare Verletzungen hatte, wollte der Polizeisprecher nicht sagen. Auch Informationen zu einer möglichen Tatwaffe gab er nicht preis und verwies auf die aktuellen Ermittlungen. Dass so schnell eine Soko eingerichtet wird, gilt jedenfalls als Indiz für ein Kapitaldelikt.

Anwohner berichteten, sie seien am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr durch einen dumpfen Knall aufgeschreckt worden. Die Anlieger seien von der Polizei gebeten worden, von Videokameras aufgezeichnete Bilder nach möglichen Hinweisen zu sichten. Sie berichten, dass die Polizisten vor Ort von einem Tötungsdelikt gesprochen hätten.

Nach Angaben des Polizeisprechers gebe es keine Anhaltspunkte, die auf einen Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in einer Göppinger Kneipe Anfang Oktober hindeuten. In der Shorty‘s-Bar in der Gartenstraße hatte am 2. Oktober ein Unbekannter das Feuer eröffnet und einen 29-Jährigen erschossen, zwei weitere Männer wurden im Kugelhagel schwer verletzt. Der Täter ist nach wie vor auf der Flucht. Gesucht wird ein Mann, der etwa 18 bis 24 Jahre und 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank sein soll. Verschiedenen Medienberichten zufolge schoss der Unbekannte offenbar mit einer Maschinenpistole.