Entscheidung
: Roland Schweikert bleibt Bürgermeister

Roland Schweikert bleibt nach 24 Amtsjahren weiter Schultes in Gruibingen. Er holte 65 Prozent der Stimmen.
Von
Ingrid Zeeb
Gruibingen
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Roland Schweikert bleibt im Amt.

Staufenpress

Der neue Bürgermeister ist der alte: Roland Schweikert wurde am Sonntag in Gruibingen mit rund 65 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. 1824 Wahlberechtigte ab 16 Jahren waren zur Stimmabgabe aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag bei 54 Prozent. Herausforderer Peter Böhringer kam auf 28 Prozent. In absoluten Zahlen: 650 der 991 gültigen Stimmen entfielen auf Schweikert, 277 auf Böhringer. Auf 45 Stimmzetteln standen andere Namen, 19 waren ungültig.

„Sehr erleichtert“ war Roland Schweikert, als er am Abend das Wahlergebnis erfuhr. „Ich bin froh, eine so breite Zustimmung bei einer guten Wahlbeteiligung bekommen zu haben. Eine Zweidrittelmehrheit, damit kann man gut weitermachen.“ Die letzten Monate seien hart gewesen, sagt der wiedergewählte Schultes der 2270–Einwohner–Gemeinde. „Es waren gefühlt zwei Jahre Wahlkampf. Und man hat jeden Tag um die Stimmen gekämpft.“ Der Wahlkampf war außergewöhnlich lang, weil die Wahl wegen Corona vom Mai auf Ende September verschoben wurde.

Ein Dorfgasthaus, die Ortskernsanierung mit Seniorenwohnungen, das könne er jetzt mit frischer Motivation angehen. „Und ich hoffe, dass es mit dem Bau der A 8 endlich vorangeht“, nennt er ein Thema, das viele Gruibinger besonders bewegt.

Herausforderer Peter Böhringer war trotz seines achtbaren Ergebnisses etwas enttäuscht: „Ich hätte mir natürlich schon mehr gewünscht nach einem halben Jahr Wahlkampf. Bei meinen Bürgerdialogen habe ich gemerkt, dass die Menschen sich frischen Wind im Rathaus wünschen. Aber der frische Wind hat halt nicht gereicht, um die alten Bäume umzustürzen.“ Er freue sich aber, dass er mit seiner Kandidatur die Gruibinger dazu bewegen konnte, zur Wahl zu gehen. 54 Prozent seien eine hohe Wahlbeteiligung.