Einsatzübung in Göppingen
: 50 Verletzte und Massenpanik: Am Samstag wird der Ernstfall geprobt

Viel Blaulicht und Martinshorn: Der Katastrophenschutz des Landkreises Göppingen und das Alb-Fils-Klinikum proben am Samstag einen Massenanfall von Verletzten. Die reguläre Versorgung der Menschen ist dennoch gewährleistet.
Von
Susann Schönfelder
Göppingen
Jetzt in der App anhören
Schmuck Jebenhausen Blick zur Klinik Altbau Neubau Klinik am Eichert Alb Fils Klinikum

Die neue und die alte Klinik am Eichert. Bei der Einsatzübung am Samstag sollen insbesondere die Abläufe im Neubau erprobt werden.

Giacinto Carlucci
  • Einsatzübung am 17.05.2025 in Göppingen: 50 Verletzte simuliert.
  • Katastrophenschutz und Alb-Fils-Klinikum proben Zusammenarbeit.
  • Szenario: Gerüsteinsturz und Massenpanik.
  • Erhöhtes Aufkommen an Einsatzfahrzeugen und Rettungskräften.
  • Regelversorgung der Bevölkerung bleibt gewährleistet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Samstag, 17.05.2025, wird in Göppingen der Ernstfall geprobt. Das Szenario: 50 Verletzte nach einem Gerüsteinsturz und einer daraus folgenden Massenpanik. Mit dem Einsatz üben der Katastrophenschutz des Landkreises Göppingen und das Alb-Fils-Klinikum gemeinsam den sogenannten „Alarm- und Einsatzplan zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten und Erkrankten im Landkreis Göppingen (ManV)“. Aus diesem Grund wird es am Samstag tagsüber im Stadtgebiet Göppingen sowie im Bereich der Klinik am Eichert zu einem erhöhten Aufkommen an Rettungskräften und Einsatzfahrzeugen kommen, die zeitweise mit Martinshorn und Blaulicht unterwegs sein werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Landratsamts, der Unteren Katastrophenschutzbehörde und des Alb-Fils-Klinikums.

Es handele sich dabei nicht um eine Schauübung, sondern um ein nachgestelltes Szenario, das dazu dient, das Zusammenspiel zwischen Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Klinik, insbesondere die Abläufe im Neubau des Krankenhauses, zu erproben, um im Ernstfall rasch und zielgerichtet reagieren zu können sowie die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet

„Selbstverständlich ist – trotz des hohen Aufkommens an Einsatz- und Rettungskräften sowie an Klinikpersonal – die rettungsdienstliche, technische/feuerwehrtechnische, notfallmedizinische und klinische Regelversorgung der Bevölkerung im Landkreis sichergestellt“, betonen die Beteiligten. Die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst ist wie gewohnt telefonisch unter der Notrufnummer 112 erreichbar. Ebenso ist die Zentrale Notaufnahme der Klinik am Eichert wie gewohnt zugänglich.

Der Massenanfall von Verletzten bezeichnet im Rettungswesen eine Situation, bei der eine große Zahl von Verletzten oder Erkrankten versorgt werden muss. Dies kann zum Beispiel bei Eisenbahnunfällen, Bombenattentaten, großflächigen ABC-Einsatzlagen, Seuchen oder Flugzeugabstürzen der Fall sein. Solche Szenarien werden auch im Landkreis immer wieder geprobt, beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots in Oberberken, wo vor Jahren einmal simuliert wurde, wie ein Autofahrer in eine Wandergruppe im Nassachtal rast.