Glühwein ist viel mehr als nur ein Heißgetränk. Es ist ein Aushängeschild für einen guten Weihnachtsmarkt. Das hat gestern der NWZ-Glühweintest auf der Göppinger Waldweihnacht einmal mehr gezeigt. Für die Blindverkostung der insgesamt 15 Glühweinproben hatten sich auch im vierten Jahr der Neuauflage fünf NWZ-Leser
beworben, um den besten Glühwein zu küren.
Das Ergebnis scheinen auch die Gastronomen zu schätzen. Die Urkunde mit der Platzierung durch die unabhängigen Tester bedeutet kostenlose Werbung und am Ende bares Geld. Nämlich dann, wenn auch andere Weihnachtsmarktbesucher den prämierten Wein bestellen. Es erfordert Selbstbewusstsein, sich jedes Jahr aufs Neue den Geschmacksnerven der Jury zu stellen. Und der Ehrgeiz scheint geweckt: Landete der Glühwein vom Rockcafé im vergangenen Jahr gleich bei der ersten Teilnahme auf Platz zwei, löste Mitinhaberin Sofia Katevas ihr Versprechen ein und schaffte es dieses Jahr dank eigenem Rezept auf Platz eins. Es reicht nicht, Einheitsglühwein an den anspruchsvollen Konsumenten zu bringen. Guter Glühwein ist für viele Kunden ein wichtiger Grund, einen bestimmten Weihnachtsmarkt aufzusuchen. Und da ist die Konkurrenz in Esslingen, Stuttgart und Ludwigsburg groß. Geschmack zahlt sich daher am Ende aus.