Ehrenamt Göppingen
: Im Ernstfall gut vorbereitet

Bergwacht und Rotes Kreuz üben gemeinsam den reibungslosen Ablauf im Notfall.
Von
Greta Schmid
Lauterstein
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Hauptübung Bergwacht und DRK

Bei der Hauptübung der Bergwacht und des DRK wurde ein Einsatz in anspruchsvollem Gelände simuliert.

Bergwacht
  • Bergwacht Göppingen und Rotes Kreuz übten Notfall in anspruchsvollem Gelände.
  • Szenario: Kletterer stürzt aus großer Höhe, schwere Verletzungen.
  • Teamarbeit und technische Fertigkeiten erforderlich.
  • Schneller Abtransport aufgrund angenommener Beckenbruch.
  • Erfolgreiche Zusammenarbeit betont, wichtig für Einsatzfähigkeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 06. April 2025 fand die Jahreshauptübung der Bergwacht Göppingen in anspruchsvollem Gelände am Beutelfels bei Lauterstein statt. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz ein realistisches Szenario durchgespielt, das sowohl Teamarbeit als auch technische Fertigkeiten forderte.

Kletterer abgestürzt

Das Übungsszenario stellte einen Unfall beim Klettern dar: Ein Kletterer war aus großer Höhe abgestürzt und kam unterhalb des Wandfußes, in absturzgefährdetem Gelände zum Liegen. Hierbei erlitt er teils schwere Verletzungen. Durch Mitglieder der Fachgruppe Notfalldarstellung des Roten Kreuzes, die sich darauf spezialisiert haben, Mimen für Übungsszenarien realistisch zu schminken, konnten diese Verletzungen authentisch dargestellt werden.

Nachdem ein Übungsalarm ausgelöst wurde und die Einsatzstelle erreicht war, musste zunächst der Patient genau lokalisiert werden. Hierfür wurde ein Zweierteam der Bergwacht mit der notwendigsten Ausrüstung vorausgeschickt und begab sich auf die Suche. Nachdem der Patient gefunden war und eine erste Lage feststand, wurden Auszubildende des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes durch weitere Einsatzkräfte der Bergwacht durch das Steilgelände zum Patienten begleitet. Am Patienten angekommen hatte die Bergwacht bereits eine Erstversorgung durchgeführt und die Auszubildenden konnten unter den wachsamen Augen ihres Ausbilders die weitere notfallmedizinische Versorgung übernehmen.

Schnelles Handeln auf engem Raum

Hierbei mussten alle unter erschwerten Bedingungen agieren: besonders herausfordernd war laut einer Mitteilung der Bergwacht die stark beengte Raumsituation am Patienten im Zusammenspiel mit dem Verletzungsmuster. Neben weiteren Verletzungen zwang ein angenommener Beckenbruch aufgrund des hohen Blutverlustes, der im Gelände nicht gestoppt werden kann, zum schnellen Abtransport. Eine präzise Abstimmung zwischen medizinischer Versorgung durch den Rettungsdienst und technischer Rettung durch die Bergwacht waren unerlässlich. Schonend in der Gebirgstrage gelagert wurde der Patient schließlich mit Flaschenzug und Manpower nach oben sicher aus dem Gelände transportiert.

Die enge und reibungslose Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wurde von allen Beteiligten besonders hervorgehoben. „Gerade solche realistischen Übungen, bei denen auch die Einsatzmannschaft bis zuletzt nicht weiß, was auf sie zukommt, sind für unsere Einsatzfähigkeit enorm wichtig“, betont Malte Weinert, der Pressesprecher der Bergwacht. „Nur durch regelmäßiges Training in realistischen Szenarien können wir im Ernstfall schnell und professionell handeln.“ Auch Alexander Kasner vom Roten Kreuz, der während der Übung für die Ausbildung des Rettungsdienstes zuständig war, merkt an: „Die höchst anspruchsvolle medizinische Versorgung in diesem Gelände konnte nur als Teamarbeit der verschiedenen Rettungsdiensteinheiten mit Bravour gemeistert werden. Solche Übungen sind für alle sehr lehrreich und stärken die Zusammenarbeit bei zukünftigen Einsätzen“. Mit der erfolgreichen Übung konnte die Bergwacht Göppingen einmal mehr ihre Einsatzfähigkeit und ihr Engagement für die Sicherheit in schwierigem Terrain unter Beweis stellen.