DRK-Kreisverband informiert
: Im Fall einer Katastrophe muss jeder Handgriff sitzen

In seinem „Bürger- und Wissens-Forum“ informiert das Rote Kreuz interessierte Bürger und Kommunalpolitiker darüber, wie sie selbst vorsorgen können.
Von
SWP
Kreis Göppingen
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Wie ist es um den Katastrophenschutz im Landkreis bestellt? In seinem „Bürger- und Wissens-Forum“ informierte der DRK-Kreisverband.

Wie ist es um den Katastrophenschutz im Landkreis bestellt? In seinem „Bürger- und Wissens-Forum“ informiert der DRK-Kreisverband.

DRK
  • DRK-Kreisverband Göppingen informiert im „Bürger- und Wissens-Forum“ zum Katastrophenschutz.
  • Daniel Schneider erklärt Abläufe, Zuständigkeiten und den Unterschied zu Zivilschutz.
  • Jeder soll vorsorgen – Notgepäck, Medikamente, Hygiene, Taschenlampe und Kurbelradio.
  • Einsatzkräfte brauchen Zeit, daher persönliche Vorbereitung für Evakuierungen wichtig.
  • Nächster Termin: Am 23. September um 18.30 Uhr im Café am Kornhausplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wo sind die wichtigsten Papiere? Wo meine Medikamente? Wie informiere ich mich eigentlich? Fragen, die sich Menschen in ihrem Alltag nicht stellen. Was aber, wenn die Feuerwehr, die Polizei vor dem Haus steht und wegen eines Katastrophenfalls die sofortige Evakuierung befiehlt? Wer sich frühzeitig Gedanken machte, alles in einem ausgedienten Rucksack vorsorglich zusammengestellt hatte, hat zumindest in so einem Fall das Wichtigste bei sich. Daniel Schneider, beim DRK-Kreisverband Göppingen Bereitschaftsleiter und Ausbilder, referierte laut einer Pressemitteilung im Göppinger Café am Kornhausplatz,  wie entscheidend es sein kann, auch ganz persönlich auf natur- oder menschengemachte Katastrophen zumindest ein bisschen vorbereitet zu sein. Der DRK-Kreisverband hatte zu seiner neuen Reihe „Im Gespräch – Das Bürger- und Wissens-Forum des DRK“ eingeladen.

Katastrophe kann jederzeit eintreten

„Beim Thema Bevölkerungsschutz geht es nicht nur um Technik und Material. Es geht immer auch um Menschen“, hatte DRK-Kreisverbandspräsident Peter Hofelich betont. Das Thema beschäftige viele Menschen. „Die Aktualität ist gegeben. Wir alle spüren die Bedrohung von außen wie von innen.“ Die Pandemie, das Ahrtal, Hochwasserkatastrophe im unteren Filstal hätten gezeigt, dass der Katastrophenfall ganz schnell eintreten könne. Aber auch, dass die Hilfsorganisationen, der Katastrophenschutz gut funktioniert haben.

Für den Fall des Falles:Wer sich frühzeitig Gedanken machte, alles in einem ausgedienten Rucksack vorsorglich zusammengestellt hatte, hat zumindest das Wichtigste bei sich.

Für den Fall des Falles:Wer sich frühzeitig Gedanken machte, alles in einem ausgedienten Rucksack vorsorglich zusammengestellt hatte, hat zumindest das Wichtigste bei sich.

DRK

Ein aktueller Waldbrand in Bayern, der großflächige Stromausfall in Berlin – „früher schienen Katastrophen weit weg zu sein. Jetzt sind wir direkt betroffen. Das bedeutet: Katastrophenschutz geht uns alle an.“ Daniel Schneider klärte in seinem gut gegliederten Vortrag zunächst einige Begriffe.

Was passiert im Fall des Falles

Wann wird überhaupt von einer Katastrophe gesprochen? „Wenn viele Menschen oder Sachwerte bedroht sind und es eine einheitliche Leitung durch die Katastrophenschutzbehörde benötigt.“ Unterschieden werde im Übrigen in Katastrophen- und Zivilschutz. Ersteres tritt in Friedens-, zweites im Kriegsfall ein.

Werden die Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes alarmiert, gehen sie nach festgelegten Standards vor. Von der Führung der Einsatzeinheit werden Sanitäts- und Transportgruppen, ein Betreuungs- und ein Technik- und Sicherheitsteam eingeteilt. Unterstützt werden sie von der DRK-Rettungshundestaffel und der Drohnengruppe ebenso wie von Wasser- und Bergwacht und der Psychosozialen Notfallversorgung.

Daniel Schneider, beim DRK-Kreisverband Göppingen Bereitschaftsleiter und Ausbilder, informiert über den Katastrophenschutz.

Daniel Schneider, beim DRK-Kreisverband Göppingen Bereitschaftsleiter und Ausbilder, informiert über den Katastrophenschutz.

DRK

Bei aller Professionalität der zahlreichen ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes – jeder Einzelne kann, ja muss selbst Vorsorge treffen. „Denn wir benötigen Zeit, bis wir vor Ort sind.“ Und dann brauche jeder etwas anderes. Ist ein Tier im Haus, muss auch an dessen Futter gedacht werden. Welche Hygieneartikel sind unverzichtbar? Eine Taschenlampe und ein Kurbelradio – letzteres sichert die Informationsmöglichkeiten – sind unerlässlich. Auf einem Tisch hatte Daniel Schneider die Lebensmittel aufgebaut, die eine Person für zehn Tage benötigt. Und so auch bei einem längeren Stromausfall gefeit ist. Aber eben auch der Rucksack mit den wichtigsten persönlichen Dingen und einer gewissen technischen Ausstattung ist bei einer spontanen Evakuierung, etwa nach einem Bombenfund, unerlässlich.

Den anwesenden Politikern der Kommunen und des Kreises empfahlen Peter Hofelich und Daniel Schneider: „Fragen Sie Ihr Ehrenamt und haben Sie ein offenes Ohr für die Anliegen.“

Andreas Mauritz vom DRK-Kreisverbandspräsidium, als Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe Göppingen auch Gastgeber im Café am Kornhausplatz, appellierte an die Besucherinnen und Besucher: „Engagieren Sie sich! Ehrenamt kennt keine Altersgrenze. Je mehr von uns sich engagieren, umso eher halten wir den Laden Bundesrepublik zusammen!“

Weitere Veranstaltung im September

Am 23. September, 18.30 Uhr, lädt der DRK-Kreisverband ein weiteres Mal zu seinem Bürger- und Wissensforum in das Café am Kornhausplatz ein.