Autowerkstätten warten und reparieren nach wie vor Fahrzeuge. Die unveränderte Verfügbarkeit des Service ruft die Kraftfahrzeug-Innung im Kreis in Erinnerung. „Viele haben bereits einen Inspektionstermin oder einen Termin für den Räderwechsel, der – nach aktuellem Stand – in der Regel auch wahrgenommen werden kann“, sagt Innungs-Obermeister Ludger Wendeler. Die Werkstätten sorgten dafür, dass sich in den Wartebereichen nicht viele Menschen gleichzeitig aufhalten und die Hygienevorgaben erfüllt werden.

Keine Probefahrten möglich

Verkaufsgespräche dagegen sind nicht mehr von Angesicht zu Angesicht möglich, sondern nur noch telefonisch, per E-Mail oder über andere Online-Kanäle. „Vieles kann man auf diesem Weg erledigen“, sagt Wendeler. Viele Hersteller hätte ihre Werke geschlossen oder die Produktion gedrosselt. Neuwagen stünden aber zur Auslieferung bereit oder seien auf Lager. Gebrauchtwagen stünden auf den Höfen der Autohäuser. Ein Auto Probefahren können Kunden derzeit nicht.

Die Corona-Krise trifft die Händler hart. Der Kfz-Innung zufolge ist die Nachfrage nach Fahrzeugen zurückgegangen. Kunden stellten Aufträge zurück oder haben andere Prioritäten. „Für die Autohäuser ist dies ein weiterer wirtschaftlicher Schlag, der nach den Diesel-Diskussionen der vergangenen Monate für viele Betriebe eine noch nicht absehbare Herausforderung ist“, sagt der Obermeister der Kfz-Innung. Trotz staatlichen Hilfen könne diese Situation zum wirtschaftlichen Ruin von Betrieben führen. „Vor allem wenn es noch drastischere Einschnitte für die Bevölkerung geben wird.“ Kommt es zu einer Ausgangssperre, dann geht Wendeler davon aus, dass diese zur Schließung von vielen Werkstätten führen wird.

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