Verschiedene Schulleiter im Raum Göppingen und Geislingen und das für die Kreise Göppingen, Ostalb und Heidenheim zuständige Staatliche Schulamt haben sich am frühen Freitagmorgen in einer Telefonkonferenz darauf verständigt alle Südtirol-Rückkehrer wieder nach Hause zu schicken. Das sagte Dr. Andreas Pfletschinger, der geschäftsführende Schulleiter der Göppinger Gymnasien. Damit orientiere man sich an Empfehlungen, die das Kultusministerium bereits Ende Februar herausgegeben hatte.
Darüber hinaus kam am Freitagvormittag ein weiteres Rundschreiben vom Ministerium, mit dem darauf reagiert wird, dass Südtirol vom Robert-Koch-Institut inzwischen zum Risikogebiet erklärt worden ist. Es bestätigt die vorsorglich bereits vor Ort getroffene Entscheidung: „Alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause. Die 14 Tage sind aufgrund der Inkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen“, so das Kultusministerium.

Keine Einschränkungen für Kontaktpersonen von Rückkehrern

„Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können weiter uneingeschränkt am Schul- oder Kita-Betrieb teilnehmen. Sofern bei der Kontaktperson eine COVID-19-Erkankung festgestellt wird, veranlasst das örtliche Gesundheitsamt umgehend weitere Schritte“, heißt es weiter.
Wie viele Schüler und Lehrkräfte im Kreis Göppingen wieder nach Hause mussten, war zunächst unklar. Laut Jörg Hofrichter vom Staatlichen Schulamt ist jedoch „nahezu jede Schule im Bezirk betroffen“. Am Vormittag habe das Telefon nicht mehr still gestanden, da es seitens der Rathäuser und Schulen großen Abstimmungsbedarf gab. „Eine gemeinsame Linie war uns wichtig“, so Dr. Andreas Pfletschinger von den Göppinger Gymnasien.

Kommen am Montag Corona-Ferien in Baden-Württemberg?

Das Schulamt wollte Unterrichtsausfälle am Montag nicht ausschließen, da Südtirol in Baden-Württemberg offenbar mit das beliebteste Wintersportgebiet überhaupt ist. Ob die Schulen am Montag wieder flächendeckend öffnen, hänge vor allem von den Ausfällen in der Lehrerschaft ab, heißt es. Am Freitagmittag war man noch damit beschäftigt den laufenden Betrieb aufrecht zu halten und sich einen Überblick zu verschaffen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann hatte allgemeine „Corona-Ferien“ am Donnerstag jedoch noch kategorisch ausgeschlossen.