Im Kreis Göppingen sind die Corona-Zahlen am Freitag deutlich in die Höhe geschossen. Innerhalb von 24 Stunden stiegen sie von 43 auf 54 an. Örtliche Schwerpunkte sind unter anderem in Geislingen (insgesamt 16 Infizierte und damit etwa eine Handvoll mehr als am Vortag) sowie in Donzdorf (4) zu verzeichnen, während die Daten in der Kreisstadt Göppingen keine Auffälligkeiten zeigen oder sogar leicht rückläufig sind.
Es handelt sich um den stärksten täglichen Anstieg seit Längerem. Die für die Corona-Vorwarnschwelle maßgebliche Sieben-Tage-Inzidenz wurde am Freitagmittag nach wie vor mit knapp 20 angegeben, dürfte durch die aktuelle Entwicklung jedoch ebenfalls in die Höhe gehen.

Göppingen

Bald Corona-Frühwarnschwelle im Kreis erreicht?

Der Frühwarnwert für die Einleitung von Corona-Gegenmaßnahmen liegt bei 35 und ist in der Stadt Ulm bereits überschritten. Allerdings werden die dortigen Zahlen mit dem Alb-Donau-Kreis verrechnet.
„Wir haben am Donnerstag 15 neue positive Corona-Nachweise erhalten“, so Dr. Nadja Mürter vom Kreisgesundheitsamt Göppingen. Vier Personen seien als geheilt aus der Quarantäne entlassen wurden.

Reiserückkehrer sorgen für Anstieg der Corona-Zahlen

Bei den 15 neuen positiven Labornachweisen konnten laut Dr. Mürter folgende Hintergründe ermittelt werden: 13 Reiserückkehrer, eine Kontaktperson zu einem Reiserückkehrer und eine Kontaktperson zu einem Fall aus einem anderen Landkreis.
Die 13 Reiserückkehrer kamen den Angaben zufolge aus folgenden Ländern:
  • Kosovo 5
  • Kroatien 5
  • Montenegro 1
  • Spanien 1
  • Rumänien 1