Bürgermeisterwahl Bad Boll
: Keine Entscheidung! Tagessiegerin bleibt knapp unter 50 Prozent

In drei Wochen gibt es eine Stichwahl zwischen Ann Kathrin Traub und Christoph Ozasek. Die Wahlbeteiligung liegt bei 61 Prozent.
Von
Jürgen Schäfer,
Daniel Grupp
Bad Boll
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Bad Boll Bürgermeisterwahl

Der Ausgang der Wahl in Bad Boll ist auf großes Interesse gestoßen.

Giacinto Carlucci
  • Bürgermeisterwahl in Bad Boll: Stichwahl am 2. November zwischen Traub und Ozasek.
  • Ann Kathrin Traub erhält im ersten Wahlgang 49,03 % der Stimmen, Christoph Ozasek 44,44 %.
  • Dritter Kandidat Steffen Länge landet mit 6,41 % abgeschlagen auf Platz drei.
  • Wahlbeteiligung liegt bei 61 %, Traub verfehlt absolute Mehrheit um wenige Stimmen.
  • Juristin Traub führt mit 1208 Stimmen, 115 mehr als Sozialwissenschaftler Ozasek.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Etwas mehr als zwei Dutzend Stimmen haben Ann Kathrin Traub gefehlt, dann hätte es im ersten Wahlgang gereicht. Bei der Bürgermeisterwahl in Bad Boll erhält sie 49,03 Prozent der gültigen Stimmen. Ihr stärkster Kontrahent, Christoph Ozasek kommt auf 44,44 Prozent. Der dritte Bewerber, Steffen Länge, erhielt 6,41 Prozent der Stimmen. Damit ist klar, dass es am Sonntag, 2. November, eine Stichwahl zwischen Traub und Ozasek geben wird. Die Juristin hat im ersten Wahlgang 1208 Stimmen erhalten, das sind 115 Stimmen mehr als der Sozialwissenschaftler erhalten hat.

Wahlbeteiligung von 60,84 Prozent

Von den 4076 Wahlberechtigten haben am Sonntag, einschließlich Briefwählern, 2480 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 60,84 Prozent. Bei 16 ungültigen Stimmen waren 2464 Voten gültig. Um zu gewinnen hätte ein Bewerber oder eine Bewerberin die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erhalten müssen, das wären in dem Fall 1233 Stimmen gewesen.

Ann Kathrin Traub spricht von einem „ordentlichen Ergebnis. Ich konnte die Stimmung nicht einschätzen, habe aber sehr viel Rückhalt erfahren“. Sie habe aus der Bürgerschaft viel Nervennahrung erhalten. Die Juristin betonte, dass „die ganze Familie hinter ihr“ stehe. In den letzten zehn Tagen sei es ihr nicht so gut gegangen, weil sie sich angegriffen fühlte.

Debatte um Neutralität im Wahlkampf

Die Bad Bollerin spielt dabei auf die Debatte um die Neutralität im Wahlkampf an. Dabei ging es um Einrichtungen der Gemeinde, aber auch um Mitglieder des Gemeindewahlausschusses. Deswegen ist auch die Kommunalaufsicht beim Landkreis eingeschaltet worden. Auch in Leserbriefen und sozialen Medien wird darüber diskutiert.

Christoph Ozasek sprach von einem „sehr soliden Ergebnis, um in die Stichwahl zu gehen“. Er sieht sich in seinen Positionen bestätigt. Die Menschen hätten erkannt, dass er  „ein gutes Programm für die Boller Zukunft“ habe. Der Sozialwissenschaftler aus Stuttgart spricht von einem „sehr achtbaren Ergebnis“, zumal er nicht aus Bad Boll komme und sich spät beworben habe.

Steffen Länge hat gute Erfahrungen gemacht

Steffen Länge findet es „schade, dass er so niedrig gelandet ist“. Er habe aber im Wahlkampf gute Erfahrungen gemacht und gehe daher „mit Gewinn aus der Wahl hervor“.

In der Stichwahl dürfen und müssen die beiden bestplatzierten Kandidaten antreten. Neue Bewerber können nicht hinzukommen.