Brand in Ebersbach: Müll in Flammen – warum das Löschwasser untersucht wird

Ein Großaufgebot von mehreren Feuerwehren war am Mittwoch in Ebersbach bei einem Brand aktiv.
SDMG / WoelflAm Mittwochnachmittag (20.5.2026) hat sich in Ebersbach Müll entzündet. Dunkle Wolken zogen über die Stadt. Kurz nach 13 Uhr war auf dem Recyclinghof in der Strutstraße ein Feuer ausgebrochen. Gewerbemüll, der auf einem überdachten Lagerplatz geschreddert worden war, war in Brand geraten. Die Flammen griffen laut Polizeiangaben auf die Halle über und führten zu einem Vollbrand.
Die Feuerwehr hatte den Brand schnell unter Kontrolle und löschte das Feuer. Das vermeldet das Ulmer Polizeipräsidium am Donnerstagmorgen. Der Rauch sei in Richtung Uhingen abgezogen. Gleichzeitig habe der Bevölkerungsschutz der Stadt Göppingen Messungen durchgeführt, um die Qualität der Luft zu prüfen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe aber nicht bestanden. Dennoch wurden die Anwohner angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Verletzt wird niemand
„Wie hoch der Schaden durch den Brand ist, steht bislang noch nicht genau fest. Der dürfte sich aber auf mindestens 100.000 Euro belaufen“, schreibt die Polizei in der Pressemitteilung. Auch die Ursache ist noch nicht bekannt. Dazu dauern die Ermittlungen der Polizei an. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen jedoch derzeit nicht vor.
Wegen der zahlreichen Glutnester in dem Müll dauerte der Einsatz bis in die Abendstunden an. Um 21 Uhr war die Arbeit für die Helfenden beendet. Die Feuerwehren aus Ebersbach, Uhingen und Göppingen waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Auch der Rettungsdienst war vor Ort und kümmerte sich um Beschäftigte. Verletzt wurde durch den Brand aber niemand, schreibt die Polizei. Bis auf die Sperrung der Strutstraße kam es zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Das Göppinger Landratsamt meldet sich nun mit einer Pressemitteilung zu dem Brand im Bereich der EAM zu Wort. Feuerwehren aus Ebersbach, Uhingen und Göppingen waren mit Einsatzkräften vor Ort und haben den Brand bekämpft.
Gefahr, dass kontaminiertes Wasser in Fils gelangt
„Im Verlauf des Einsatzes wurde die Rufbereitschaft des Umweltamts des Landratsamts Göppingen durch die Feuerwehr hinzugezogen. Hintergrund war die vorsorgliche Prüfung, ob im Zuge der Löscharbeiten Löschwasser in die Fils gelangen könnte“, schreibt das Landratsamt. „Das angefallene Löschwasser wurde zunächst in den vorhandenen Regenüberlaufbecken aufgefangen. Durch die Niederschläge waren diese Becken bereits stark gefüllt. Bei weiteren wesentlichen Niederschlägen hätte daher die Gefahr bestanden, dass Wasser aus den Becken direkt in die Fils abgeschlagen wird.“
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Die Lagebewertung erfolgte vor Ort gemeinsam mit der Rufbereitschaft des Umweltamts und der Stadt Ebersbach.“ Da nicht mit weiteren wesentlichen Niederschlägen gerechnet wurde, konnte das in den Becken befindliche Wasser kontrolliert über die Kläranlage Ebersbach abgeleitet und dort behandelt werden. Es habe sich dabei überwiegend um Regenwasser mit einem geringen Anteil an Schmutzwasser gehandelt sowie um stark verdünntes Löschwasser.
„Nach aktuellem Stand besteht keine Umweltgefahr. Die Kläranlage wird vorsorglich intensiv beprobt, um die Reinigungsleistung engmaschig zu überwachen“, schreibt das Umweltamt weiter. Nach Einschätzung der Feuerwehr war nicht mehr mit größeren Löschwassermengen zu rechnen. Über Nacht hatte die Feuerwehr voraussichtlich eine Brandwache gestellt, um verbliebene Glutnester löschen zu können. Das Landratsamt Göppingen steht weiterhin in engem Austausch mit der Feuerwehr, der Stadt Ebersbach und der Kläranlage.

