Blasmusik-Festival der NWZ in Göppingen: Sieben Kapellen in Hochform

Schwungvoller Auftakt zur Mittagszeit: Roland Ströhm, der auch Vorsitzender des Blasmusikkreisverbands ist, dirigiert den Musikverein Wangen. Das 16. NWZ-Blasmusik-Festival hat dieses Jahr ausnahmsweise am Maientagssonntag stattgefunden.
Giacinto Carlucci- Das 16. NWZ-Blasmusik-Festival fand erstmals am Maientagssonntag statt, sieben Kapellen spielten.
- Roland Ströhm dirigierte den Musikverein Wangen, Auftaktstück "Kaiserin Sissi".
- Ehrengäste und Moderatoren sorgten für Unterhaltung; großes Familienfest.
- Höhepunkte: "Egerländer Traum", "Kaiserbergsteige Polka", "Sweet Caroline".
- Das 17. Festival findet am 11. Juni 2026 statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Anders, außergewöhnlich, heiß, schön. Das 16. NWZ-Blasmusik-Festival in Kooperation mit dem Blasmusikkreisverband Göppingen fand in diesem Jahr am Maientagssonntag statt. Draußen drehte sich das Riesenrad, während im Festzelt an der EWS-Arena sieben Kapellen, allesamt vereint im Blasmusikkreisverband, mit Begeisterung aufspielten. Waren Blasmusikfreunde bisher auf den Donnerstagabend gepolt, wurde die Gala des blitzenden Blechs aufgrund des Feiertags Christi Himmelfahrt und des späten Termins des Stuttgarter Frühlingsfests ausnahmsweise am Sonntag gefeiert – zur Freude von Familien, die das musikalische Highlight mit ihren Kindern genießen konnten.
Festlicher Einzug der Organisatoren und Ehrengäste
„High Noon“ und Roland Ströhm, Vorsitzender des Blasmusikkreisverbandes Göppingen, hob den Taktstock, um mit seinem 60-köpfigen Musikverein Wangen zum Auftakt „Kaiserin Sissi“ erklingen zu lassen. Alle Augen folgten dem festlichen Einzug der Organisatoren und Ehrengäste. Die Jagdhornbläser, mit Schirmherrin Kreisjägermeisterin Sarah Schweizer führten den Zug an, gefolgt von OB Alex Maier, umrahmt von Trachtenpaaren, Familie Kumpf von der Kaiser Brauerei und dem Festwirt Karl Maier, Claudia Ströhm, Finanzreferentin im Blasmusikverband Baden-Württemberg, sowie der fröhlich winkenden Trachtengruppe Dürnau-Boll-Gammelshausen, Landrat Edgar Wolff und den Bürgermeistern der teilnehmenden Musikvereine.
Das wortgewandte Moderatorenduo, Entertainer Hansy Vogt und Edi Graf, führten in Hochform durch die fünfstündige Sause. „Schee, dass das Zelt so voll ist“, meinte Hansy Vogt.
„Egerländer Traum“ und „Kaiserbergsteige Polka“
Mit seinem Kollegen schickte er jede Menge unterhaltsame Bonmots ins Publikum – zum Lachen und Klatschen. „Die Veranstaltung ist sagenhaft, da schlägt das Herz in meinem Takt, nämlich im Takt der Blasmusik“, bekannte Edi Graf. Von Göppingen nehme er den allerbesten Eindruck mit, denn er schreibe gerade an einem Buch über Traditionen im Ländle und „da kommt auch der Göppinger Maientag vor“. NWZ-Redaktionsleiter Helge Thiele freute sich: „Sauna, Sonntag und trotzdem sind wieder so viele mit dabei“. Festwirt Karl Maier meinte: „Schön, dass Sie uns auch am Sonntag die Treue halten“. Christoph Kumpf von der Geislinger Kaiser Brauerei wartete mit einer positiven Nachricht auf: „Wir konnten 51 Prozent der Brauereianteile aus China zurückholen“. OB Alex Maier hob hervor, dass sich das Blasmusik-Festival etabliert habe. „Das Wir-Gefühl in der Stadt ist riesengroß“.
Zeit zum Schunkeln: Der MV Wangen feuerte mit der „Laubener Schnellpolka“ an und setzte mit „Les Humphries in Concert“ noch eins drauf, gute Laune pur. Platzwechsel. Die 38 Akteure der Musikkapelle Hohenstaufen unter Leitung von Jürgen Merkle ließen mit dem „Egerländer Traum“ und der „Kaiserbergsteige Polka“ das Stimmungsbarometer steigen.
Insgesamt 245 Musikerinnen und Musiker
„Wie wichtig ist so eine Kapelle für die Heimat?“, wollte Hansy Vogt von Bezirksamtsleiterin Ute Braun wissen. „Das ist sehr wichtig, da geht einem das Herz auf“, sagte sie. Mit „Gloria Patri, dem Vater zu Ehre“ servierte der Musikverein „Frisch Auf“ Böhmenkirch einen speziellen Titel, bevor Manuel Nußgräber am Taktstock musikalisch auch in „Himmelblaue Augen“ blicken ließ und das Publikum mit seinem Ensemble nach „Bella Napoli“ entführte.
Mit Engagement, Disziplin, Leidenschaft und sehr viel Spielfreude überzeugten alle 245 teilnehmenden Instrumentalisten das Publikum bei stetig steigenden Temperaturen im Zelt.
Böhmische Weisen, Marsch und Polka, Welthits aus Pop und Rock, für alle war etwas dabei. Mit brillanten Klängen gaben die Musikkapelle Bad Ditzenbach unter dem Dirigat von Martin Spielvogel, sowie die Holz- und Blechbläser unter Leitung von Marius Hetmank vom Musikverein „Harmonie“ Gosbach ihre schwungvolle Visitenkarte ab.
Ein akustischer Leckerbissen gelang dem Musikverein Schlat. Ob es beim Ohrwurmverdächtigen „Sweet Caroline“ oder dem Stimmungskracher „Partyplanet“ war, Edi Graf nannte es „eine grandiose Darbietung“. Jana Stegmaier, die den Taktstock erst seit kurzem bei den Musikanten führt, ist glücklich. „Wir sind eine super gute Truppe und es macht viel Spaß“, meinte sie.
Stadtkapelle Weißenstein setzt den Schlusspunkt
Den musikalischen Schlusspunkt setzte die Stadtkapelle Musikverein Weißenstein mit der Blasmusikhymne „Böhmischer Traum“ und dem alpenländischen Schwur „Dem Land Tirol die Treue“, bevor die Musikerinnen und Musiker unter dem Dirigat von Haiko Fahrian „Auf der Vogelwiese“ landeten und viel Applaus von den Zuhörern das 16. Blasmusikfestival beendete.
Ausblick auf das kommende Jahr
Das 17. NWZ-Blasmusik-Festival findet am Donnerstag, 11. Juni 2026, im Festzelt an der Göppinger EWS-Arena statt - dann wieder am Vorabend des Göppinger Maientags inklusive Fassanstich durch den Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier, der auch Schirmherr des NWZ-Blasmusik-Festivals ist.















