Blasmusik aus Göppingen
: Fulminantes, Volkstümliches und Rockiges in der Stadthalle

Ein breites Spektrum decken die vier Göppinger Blasorchester ab, die am Sonntag, 8. Oktober, bereits zum 36. Mal zum Konzert „Blasmusik aus Göppingen“ in die Stadthalle einladen.
Von
SWP
Göppingen
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Szene aus dem Vorjahr: Auch diesmal werden wieder etwa 180 Musikerinnen und Musiker die Stadthallenbühne füllen.⇥

Staufenpress

Mit einem breit gefächerten Programm werden die vier Göppinger Orchester am Sonntag, 8. Oktober, wieder Blasmusik aus den verschiedensten Musikrichtungen bieten. Der Musikverein Faurndau unter der Leitung von Wolfgang Bihr, die Musikkapelle Hohenstaufen, Leitung Jürgen Merkle, die Musikvereinigung Göppingen-Holzheim, Leitung Markus Schlipf, und das Städtische Blasorchester, Leitung Martina Rimmele, haben sich auch in diesem Jahr viel vorgenommen.

Das Konzert wird mit „A little Opening“ von Thiemo Kraas eröffnet. Das fulminante Werk beschreibt die spannende Atmosphäre eines Konzertbeginns und wird, von allen Orchestern gemeinsam vorgetragen, wohl ein erster Höhepunkt des Konzerts werden.

Werk strotzt vor heldenhaften Themen

Danach setzt die Musikkapelle Hohenstaufen mit dem Konzertstück „Pacis Valley“ (Tal des Friedens) das Programm fort. Die gesamte Komposition basiert auf zwei katastrophalen Ereignissen, die das kleine flämische Dorf Heindonk (in der Übersetzung: Heide im Sumpfland) im 16. Jahrhundert heimsuchten. Das Werk voller Dramatik wurde von Ben Haemhouts komponiert.

„Eiger: A Journey to the Summit“ von James Swearingen wird als erstes Stück der Musikvereinigung Holzheim vorgetragen. Das Werk strotzt vor heldenhaften Themen, und der Komponist webt einen Klangteppich aus musikalischen Stilen, um die emotionale Geschichte von John Harlin nachzuzeichnen.

Das Stück „Music Xperience“, gespielt vom Musikverein Faurndau, wurde von Jacob de Haan im Auftrag der Stadt Zevenhuizen (Sieben Häuser) komponiert. Er sollte Melodien für ein experimentelles Open-Air-Konzert mit 777 Musikern schreiben.

Zum Abschluss des ersten Teils erklingen Melodien aus dem Singspiel „Im weißen Rössl“, arrangiert von Stefan Schwalgin und interpretiert vom Städtischen Blasorchester. Ohne den Liedern ihren nostalgischen Charme zu nehmen, wollte Stefan Schwalgin seine Bearbeitung um moderne Stilelemente bereichern, so dass die schönsten Melodien aus dem „Weissen Rössl“ in neuem Glanz erstrahlen.

Nach der Pause geht es weiter mit dem volkstümlichen Teil. Die Musikkapelle Hohenstaufen startet mit „Ehrenwert“ von Martin Scharnagl in den zweiten Teil des Abends, gefolgt von der Polka „Auf dem Heimweg“ (arr. Gerald Weinkopf/Franz Bummerl) und gespielt von der Musikvereinigung Holzheim, bevor der Musikverein Faurndau „Mein großer Traum“ von Kurt Gäble intoniert. Mit „Fuego del Alma“, von Carl Strommen im Paso-Doble- und Flamenco-Stil komponiert, beschließt das Städtische Blasorchester den volkstümlichen Teil.

„Tribute to Roxette“

Der dritte Teil des Konzerts ist modernen Blasmusikkompositionen und Arrangements gewidmet. Mit „Tribute to Roxette“ beginnt die Musikkapelle Hohenstaufen. Als großer Fan der schwedischen Pop- und Rockband Roxette kreierte der deutsche Arrangeur Wolfgang Wössner als Ode an die im Dezember 2019 verstorbene Leadsängerin Marie Fredriksson ein eingängiges Pop-Medley für Blasorchester.

Die Musikvereinigung Holzheim setzt mit „Earth, Wind and Fire“, von Masamicz Amano das Programm fort. Dieses anspruchsvolle Arrangement vereint die größten Hits der Band in einem Medley.

Der flotte Rock-Groove, den Stefan Schwalgin für „Get Up and Go“ verwendet, war in dieser Art vor allem in der Popmusik der frühen 1980er Jahre populär und wurde etwa von Stars wie Phil Collins oder Elton John geprägt. Mit dem Gute-Laune-Stück setzt der Musikverein Faurndau seinen modernen Akzent.

Das offizielle Programm beschließt das Städtische Blasorchester mit „Saxpack“ von Otto M. Schwarz, einem Saxofon-Solo, gespielt von Simon Kloos. Saxpack wurde zum 100-jährigen Bestehen der Polizeimusik Wien in Auftrag gegeben.

Ende gut, alles gut: Zum Abschluss des 36. Konzerts „Blasmusik aus Göppingen“ werden in der Stadthalle die traditionellen gemeinsamen Zugaben aller Orchester gespielt.

Info Das Konzert am Sonntag, 8. Oktober, in der Stadthalle Göppingen beginnt um 18 Uhr, Saalöffnung ist um 17.15 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es um sechs Euro, an der Abendkasse kosten sie acht Euro.

Tradition Bereits zum 36. Mal seit 1984 treffen sich 180 Musikerinnen und Musiker der vier Göppinger Blasorchester zum gemeinsamen Konzert, laut Veranstalter eine über einen so langen Zeitraum bundesweit einmalige Veranstaltung. Diese Leistung wurde im Jahr 2010 mit dem Kulturpreis des Stadtverbandes Kultur gewürdigt.