Auszeichnung für KI-Campus HIVE: German Design Award 2026 geht an Göppinger Architekten

Schiffscontainer als architektonisches Element. Für seine Architektur ist das „HIVE“ in Göppingen prämiert worden.
Giacinto Carlucci- Der KI-Campus „HIVE“ in Göppingen gewinnt den German Design Award 2026 in der Kategorie „Excellent Architecture - Architecture - Public“.
- Das Projekt vereint 22 Schiffscontainer im „House-in-House“-Prinzip für Werkstätten, Labore und Prototyping.
- Ein zentraler Marktplatz fördert Austausch und Zusammenarbeit, mit Fokus auf industrieller Ästhetik und Flexibilität.
- Die Jury lobt die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft sowie den Raum für Innovation und Wandel.
- Unterstützt wird das Projekt von Unternehmen, Hochschulen und Institutionen – Förderung durch 1,05 Mio. Euro aus Stuttgart.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auszeichnung für ein Projekt, das zukunftsweisend für die Stadt Göppingen und die ansässigen Unternehmen werden soll: Für den KI-Campus „HIVE“, kurz für „HUB for Innovation, Vision and Execution“, erhält das Büro Gaus Architekten den German Design Award 2026.
Mit dem Projekt „HIVE“ entstand in Göppingen ein zukunftsweisender Technologiecampus, der Entwicklung, Anwendung und Produktion in einem architektonischen Gesamtkonzept vereint. Kern ist das „House-in-House“-Prinzip: 22 aufgewertete Schiffscontainer in einer Industriehalle bilden auf zwei Ebenen ein modulares Raumgefüge für Werkstätten, Prototyping-Zellen und Labore. Ein zentraler Marktplatz mit Caféteria und Besprechungsräumen stärke Austausch und interdisziplinäre Zusammenarbeit, heißt es in einer Pressemitteilung. Die architektonische Sprache des „HIVE“ sei demnach Ausdruck einer bewussten Haltung: Gaus Architekten setzten bei Materialwahl und Gestaltung auf rohe, unverfälschte Oberflächen, die den industriellen Charakter des Ortes betonen und erhalten. Die industrielle Ästhetik sowie die flexible Raumstruktur schafften einen unverwechselbaren Charakter. Dadurch entstehe „ein lebendiger Ort, an dem Ideen Wirklichkeit werden“.
Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpfen
Die Jury des German Design Award habe vor allem die Transformation des ehemaligen Industrieareals in einen offenen Ort für Zusammenarbeit und Innovation überzeugt, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Projekt biete, so die Jury, einen „charismatischen Rahmen für kollaboratives Arbeiten“. Besonders positiv bewertet wurde die klare architektonische Haltung, mit der Vergangenheit und Zukunft selbstbewusst miteinander verknüpft würden.
Mit dem KI-Campus „HIVE“ habe man in Göppingen mehr als ein Gebäudeensemble geschaffen – es entstand ein lebendiger Ort des Wandels, der Ideen Raum gebe, Innovationen antreibe und Menschen aus unterschiedlichsten Disziplinen miteinander verbinde. Die Auszeichnung mit dem German Design Award 2026 unterstreiche die architektonische Qualität und die konzeptionelle Stärke des Projekts.
Eine Vielzahl von Unternehmen ist beteiligt
Zu den Partnern des Netzwerks, das den KI-Campus unterstützt, zählen unter anderem die Unternehmen Leonhard Weiss, Kleemann und Miravision, die Kreissparkasse Göppingen, die Stadt sowie die Wohnbaugesellschaft Göppingen, die Energieversorgung Filstal, die IHK, das bekannte deutsche KI-Zentrum „Cyber-Valley“ in Tübingen sowie die KI-Allianz Baden-Württemberg und mehrere Hochschulen. Mit der Göppinger Firma Mink, der Firma Gebauer und dem KI-Start-Up Zelos Digital aus Rechberghausen kamen weitere Partner hinzu.
Auch Geld fließt in dieses Projekt. Der Verband Region Stuttgart fördert das HIVE mit insgesamt 1,05 Millionen Euro. Allein 810.000 Euro gab es bereits im Jahr 2025.
Der Preis und die Verleiher
Der German Design Award wird seit 2012 in verschiedenen Kategorien vom German Design Council mit Sitz in Frankfurt am Main vergeben. Es wurde 1953 unter dem Namen „Rat für Formgebung“ gegründet. Die gemeinnützige Stiftung mit etwa 300 Mitgliedern aus den Bereichen Wirtschaft, Design, Verbände und Institutionen ist Interessenvertretung für designorientierte Unternehmen. Zu den Zielen gehört es, Design, Wirtschaft, Forschung und Politik miteinander zu verbinden.
Die Kategorien sind Architektur, Kommunikations-Design und Produkt-Design. Nominierte und Gewinner erhalten kein Preisgeld, sondern müssen eine Teilnahmegebühr bezahlen. Wenn ein nominierter Beitrag Gewinner wird, kommen weitere Servicegebühren im vierstelligen Bereich hinzu. Die Verleihungs-Veranstaltung wird durch die Prämierten finanziert.
