Auszeichnung aus Stuttgart
: Ebersbach hat vorbildliches Heimatmuseum

Regierungspräsidentin und Arbeitskreis Heimatpflege würdigen ehrenamtliches Engagement, lebendige Darstellung und gutes Konzept des Stadtmuseums „Alte Post“. Es setzt auch im Jubiläumsjahr Akzente.
Von
SWP
Ebersbach
Jetzt in der App anhören
Ebersbach Stadtmuseum Alte Post

Das Stadtmuseum „Alte Post“ liegt in einem denkmalgeschützten Gebäude der Ebersbacher Altstadt, unterhalb des Kirchbergs.

Staufenpress

Seit 1996 haben die Ebersbacher ein Stadtmuseum. Jetzt wurde es ausgezeichnet. Regierungspräsidentin Susanne Bay und der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Stuttgart, Konrad Epple, haben ihm bei einem Festakt den Preis „Vorbildliches Heimatmuseum“ verliehen. Diese Auszeichnung ging auch an das Heimatmuseum in Holzgerlingen.  Die Regierungspräsidentin würdigte das starke Engagement beider Einrichtungen: „Ein gut durchdachtes Konzept bildet die Grundlage für den Betrieb eines Heimatmuseums. Veranstaltungen und ein starkes Ehrenamt zählen idealerweise dazu. All das findet sich bei den ausgezeichneten Museen wieder, sie sind vorbildliche Heimatmuseen.“ Die Jury hatte die Preisträger aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgewählt. Die Preise sind mit jeweils 3000 Euro dotiert. Der Wettbewerb wird regelmäßig durch den Arbeitskreis Heimatpflege veranstaltet. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Geschichte wahrheitsgetreu vermitteln

Konrad Epple, der auch CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Vaihingen ist, erklärte: „Maßgebend für die Auszeichnung waren gleich mehrere Aspekte – das ehrenamtliche Engagement, die lebendige Darstellung und Besucherfreundlichkeit und zu guter Letzt ein wissenschaftliches Konzept, das die Geschichte wahrheitsgetreu vermittelt.“

Das Stadtmuseum „Alte Post“ liegt in einem denkmalgeschützten Gebäude der Ebersbacher Altstadt, unterhalb des Kirchbergs. Die Stadt hatte das Gebäude 1987 erworben, das bis heute Alte Post heißt. Die heutige Sammlung mit annähernd 10.000 Objekten geht aus einem schon 1973 gegründeten Heimatkundeverein hervor. Als vorbildlich bewertete die Jury das Gesamtkonzept des barrierearmen Hauses. Ab 1988 entwickelt, erweiterten es hauptamtliche Museumsleiter durch interaktive Stationen. Besucher lernen Persönlichkeiten aus Ebersbach kennen, wie den „Sonnenwirtle“ Friedrich Schwahn, den Schiller als „Verbrecher aus verlorener Ehre“ zur literarischen Figur machte. Es gibt Sonderausstellungen, Vorträge und Führungen. Eben jetzt wurde die Ausstellung „Kinder als Künstler“ eröffnet, die Bilder von einstigen Schülern zeigt.

Wie berichtet, hat Museumsleiter Uwe Geiger zu den 750- jährigen Ortsjubiläen von Roßwälden und Sulpach Neues erforscht und Historie zusammengetragen. So entstanden ein historischer Rundweg und ein Heimatbuch. Jährlich verzeichnet das Museum 1500 bis 2000 Besucher. Regelmäßig sind Grundschulklassen zu Gast. Bei Projekttagen oder Projektarbeiten kommen auch Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen auf das Stadtmuseum oder das Stadtarchiv zu. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.