Auftakt zu den „Guten Taten“ der NWZ: Jubiläumsgala soll Gänsehautmomente liefern

Die Chor Company des Liederkranzes Heiningen ist beim Auftaktkonzert der NWZ-Aktion „Gute Taten“ am 3. Dezember mit von der Partie. Gemeinsam mit der Band „Streetlife“ und Orchestermusikern wollen sie für Gänsehautmomente sorgen.
Giacinto CarlucciYou’ve got a friend“ – als sich 2018 am Ende des Auftaktkonzerts der „Guten Taten“ das Publikum in Glückseligkeit wiegte, mitsang und die EWS-Arena in ein Smartphone-Lichtermeer verwandelte, war klar: Ein Konzert in dieser Besetzung schreit nach Wiederholung.
Dem Heininger Liederkranz, seinem eigens zusammengestellten „Liederkranzorchester“ und der Donzdorfer Band „Streetlife“ war es gelungen, viele Menschen mit ganz unterschiedlichen musikalischen Präferenzen glücklich zu machen.
„Emotion pur“ wollen die gleichen Protagonisten nun beim diesjährigen Auftaktkonzert zu den sage und schreibe 50. „Guten Taten“ auf die Bühne der Göppinger Stadthalle bringen. Die professionellen Orchestermusiker, die seit 2011 immer wieder zusammen mit Jürgen Rothfuß und seinen Chören gefeierte Konzerte auf die Beine stellten, stehen erwartungsvoll in den Startlöchern.
Jürgen Rothfuß hat die Musiker von 2018 wieder zusammengetrommelt
„Die freuen sich alle“, erzählt Rothfuß, der kein Problem hatte, die Musikerrunde wieder zusammenzubringen. Auch Berti Jo Müller, Holgi Köller und Gerrit Funk von der Unplugged-Coverband „Streetlife“, signalisierten für die Neuauflage sofort: „Wir sind dabei!“ Wären da noch die beiden Chöre des Liederkranzes, die wieder auf Vordermann zu bringen waren. Die Coronapause hatte große Lücken in die Chorreihen gerissen.
Die als stimmgewaltig bekannte Chor Company war auf unter 20 Sänger und Sängerinnen zusammengeschrumpft, von der New Generation war nur noch ein kleines Überbleibsel vorhanden. „Schade um manche Talente, die es nicht mehr in die Chorprobe schaffen“, bedauert Elke Schneider. Der Liederkranz warb aktiv um neue Sänger und Sängerinnen und formierte sich Anfang des Jahres neu.
Inzwischen zählt die Chor Company wieder mehr als 50 Köpfe, die New Generation um die 20. „Ein paar sind inzwischen zurückgekehrt, aber das Chorgefüge hat sich sehr verändert“, erzählt Chorleiter Jürgen Rothfuß, der die Mammutaufgabe zu bewältigen hatte, Alt und Neu musikalisch zusammenzubringen. „In der Chor Company sind etwa 40 Prozent Neue, in der New Generation sogar 80 Prozent.“
Ausgefeilte Choreografien sorgen für besondere Effekte
Die neu zusammengesetzte Chor Company bestand im Mai bereits die Feuertaufe in der Eislinger Stadthalle. Allerdings hatte Rothfuß da noch ein Auge zugedrückt und das eine oder andere Liedblatt genehmigt. Auch Choreografien wurden noch ungewohnt sparsam eingesetzt. Mit dem Auftaktkonzert ist die „Schonfrist“ allerdings vorbei. „Blättla und Notenständer gibt es maximal für den Dirigenten, denn das freie, auswendige Singen ist eines unserer Markenzeichen“, erklärt Rothfuß.
„Ganz schön stressig, die vielen Texte und Stimmen auswendig zu lernen“, sind sich zwei Sänger beim Après-Chorproben-Stelldichein an der Bar des Bistro Amadeus einig. „Und jetzt müssen wir auch noch das Gezappel einstudieren.“
Sie meinen die Choreografien, die ein weiteres Markenzeichen sind. Für die „Chorbewegung“ sind Elke Schneider und Annika Bauer zuständig. „Wenn Text, Gesang und Bewegung in Fleisch und Blut übergangen sind, ist es auf der Bühne die pure Freude“, weiß Elke Schneider aus Erfahrung. Und damit die beim Konzert alle haben, wurden an einigen Wochenenden zusätzliche Probentage anberaumt.
Trotz aller Veränderungen verfügt der Heininger Liederkranz noch immer über hervorragende Solisten aus den eigenen Reihen. Besondere musikalische Glanzlichter sind beim „Best-of-Mix“ aus altem und neuem Repertoire also garantiert.
Für emotionale Höhepunkte werden auch die außergewöhnlichen, perfekt miteinander harmonierenden Stimmen von Holgi Köller, Gerrit Funk und Berti-Jo Müller sorgen, die bei „Streetlife“ durch die reduzierte Instrumentierung (Gitarre, Akustikbass, Cajon und Percussion) besonders gut zur Geltung kommen. Natürlich darf sich das Publikum auch auf wunderbare Soli aus den Reihen des Orchesters freuen, wenn am 3. Dezember Gutes aus Rock, Pop, Soul, Musical und Klassik präsentiert wird. Gefühlvolle „Ballädla“ treffen auf Gute-Laune-Musik, Monumentales auf Musik zum Träumen.
Jubiläumsgala in der Göppinger Stadthalle
Die große Jubiläumsgala zum Auftakt der 50. Guten Taten findet am Sonntag, 3. Dezember, in der Göppinger Stadthalle statt. Konzertbeginn 18 Uhr, Einlass 17.30 Uhr.
Platzkarten in verschiedenen Preiskategorien gibt es im Vorverkauf beim i-Punkt in Göppingen und im Heininger Friseursalon „Glückssträhne“.