Arbeiten im Schlater Wald
: Waldsee ohne Wasser – aber nur vorübergehend

Die Spaziergänger werden sich die Augen reiben: Der See im Schlater Wald wird vorübergehend trockengelegt. Der zuständige Forstbezirk Schurwald plant eine ökologische und technische Erneuerung.
Von
SWP
Schlat
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Eine der Buchstaben-Schmuckschildkröten im Schlater Waldsee: Das Landratsamt will die Tiere lassen, wo sie sind.

Eine der Buchstaben-Schmuckschildkröten im Schlater Burrensee. Im nahen Lochteich, der jetzt saniert wird, haben sich bisher noch keine Schildkröten eingenistet.

Rolf Bayha
  • Der Schlater Waldsee wird vorübergehend trockengelegt, um eine Sanierung zu starten.
  • Im Oktober beginnt Forst BW mit Entschlammung und Erneuerung von Damm und Auslaufbauwerk.
  • Ziel ist Hochwasserschutz und Biotop- sowie Artenschutz – die Wasserqualität soll steigen.
  • Biberreviere und sensible Uferzonen bleiben geschützt, die Arbeiten laufen mit Behörden ab.
  • Wege bleiben über Umleitungen erreichbar, Material wie Lehm wurde frühzeitig angeliefert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das beliebte Natur- und Naherholungsgebiet im Schlater Wald steht vor einer umfassenden ökologischen und technischen Erneuerung. Im Oktober beginnt eine dringend notwendige Sanierung des Stillgewässers, wie Forst Baden-Württemberg mitteilt. Die geplanten Maßnahmen verbinden den technischen Hochwasserschutz mit dem Biotop- und Artenschutz, um das Gewässer für die kommenden Jahrzehnte zu erhalten.

See wird von Schlamm befreit

Um die Arbeiten am Gewässerbett und den technischen Anlagen zu ermöglichen, erfolgt in den nächsten Tagen ein fachgerechtes Ablassen des Wassers. Im Anschluss an das Abfischen steht eine Entschlammung im Fokus der Arbeiten. Über die vergangenen Jahrzehnte haben sich erhebliche Mengen an Sedimenten abgelagert. Diese werden nun schonend entnommen. Die Entschlammung verbessert die künftige Wasserqualität und sichert das sensible Ökosystem.

Außerdem wird die marode Infrastruktur des Teichs grundlegend erneuert. Der marode Damm sowie das Auslaufbauwerk (der sogenannte „Mönch“) werden technisch komplett instandgesetzt. Diese baulichen Erneuerungen stellen sicher, dass die Regulierung des Wasserstandes und der Hochwasserschutz im Waldgebiet zukünftig wieder vollständig und zuverlässig funktioniert.

Spazierengehen mit Umleitungen

Alle Arbeiten finden in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden statt. Bestehende Biberreviere und sensible Uferzonen werden während der Bauphase streng geschützt und gestärkt, schreibt Forst BW. Im Rahmen der Maßnahmenplanung wurden auf die Örtlichkeit abgestimmte Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen eingeleitet. Durch die Kombination aus Entschlammung und fachgerechter Dammsanierung mittels natürlicher Lehmabdichtung wird das Gewässer für die kommenden Jahrzehnte seine Funktion als wertvoller Lebensraum erfüllen.

Um die intensiv genutzten Wald- und Wanderwege vor schweren Schäden zu schützen, setzte der Forstbezirk Schurwald auf eine vorausschauende Logistik. So wurde z. B. der für die Dammabdichtung benötigte Lehm per vorzeitiger Anfuhr bereits im August angeliefert. Dabei konnten die optimalen, trockenen Bodenverhältnisse vor Beginn der Hauptarbeiten genutzt werden. Während der Hauptarbeiten kann es auf den angrenzenden Waldwegen zu temporären Beeinträchtigungen kommen. Die beliebten Fußwege zum Wasserberg bleiben jedoch über ausgeschilderte Umleitungen weiterhin gut erreichbar.

Staatswald macht ein Viertel der Waldfläche im Land aus

Betrieb Die Anstalt öffentlichen Rechts Forst Baden-Württemberg (Forst BW) arbeitet seit Januar 2020 als eigenständiges Unternehmen. Forst BW trägt die Verantwortung für die Bewirtschaftung von über 310.000 Hektar Staatswald – das entspricht einem Viertel der Waldfläche Baden-Württembergs. Forst BW ist damit der größte Forstbetrieb des Landes.

Ökologie Für das Jahr 2024 wurde Forst BW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Der Betrieb setzt sich zum Ziel, ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich zu arbeiten und die Wälder im Land naturnah und nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu tragen landesweit rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei.