Alb-Fils-Klinikum in Göppingen
: Notaufnahme am Anschlag – Längere Wartezeiten

Das Alb-Fils-Klinikum verzeichnet einen turbulenten Start in das neue Jahr. Die derzeitige Infektionswelle bei Patienten und Mitarbeitenden führt zu einer starken Inanspruchnahme des Klinikums.
Von
SWP
Göppingen
Jetzt in der App anhören
Schmuck Klinik Alb Fils Klinikum Notaufnahme

Aufgrund von Krankheitswellen, die auch das Personal betreffen, arbeitet die Notaufnahme am Alb-Fils-Klinikum derzeit am Anschlag. Es kommt zu längeren Wartezeiten.

Giacinto Carlucci
  • Alb-Fils-Klinikum in Göppingen meldet hohe Auslastung durch Infektionswelle bei Patienten und Personal.
  • Notaufnahme arbeitet am Limit, längere Wartezeiten und Rückstau bei Patientenverlegungen.
  • Stationäre Aufnahmen und ambulante Termine werden auf das Nötigste reduziert.
  • Spezialisierte Bereiche und Kurzzeitpflege werden zur Kapazitätserweiterung genutzt.
  • Patienten sollen bei nicht lebensbedrohlichen Fällen den Bereitschaftsdienst unter 116 117 kontaktieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit Tagen sind die internistischen Stationen sowie die Wahlleistungsstation und das Zentrum für Intensivmedizin nahezu vollbelegt. Aufgrund der hohen Belegung der Stationen kommt es derzeit zu einem deutlichen Rückstau bei der Patientenverlegung aus der Zentralen Notaufnahme auf die Stationsbereiche. Das teilt das Alb-Fils-Klinikum mit. Der Isolationsbedarf von infektiösen Patienten sorge ebenfalls für eine zusätzliche Verknappung der Kapazitäten, die dazu führe, dass aktuell rund 50 internistische Patienten auf chirurgische Stationen ausgelagert werden mussten.

Stationäre Patienten im Fokus

In einer fachübergreifenden Lagebesprechung am Montagmorgen hat die Klinikleitung, gemeinsam mit Chef- und Oberärzten sowie der Pflegeleitung und der Leitung der Zentralen Notaufnahme, weitreichende Maßnahmen beschlossen, um die Patientenversorgung weiterhin zuverlässig zu gewährleisten. Planbare stationäre Aufnahmen sowie ambulante Sprechstundentermine in der ersten Januarwoche werden kritisch geprüft und auf ein notwendiges Minimum reduziert. Der Fokus des Klinikums liege in diesen Tagen primär auf der Versorgung der stationären Patienten, diagnostische und therapeutische Kapazitäten würden hierauf konzentriert. Spezialisierte Stationsbereiche wie die Decision Unit werden vorübergehend zur Kapazitätserweiterung als reguläre Stationsbereiche genutzt, um Patienten schneller aus der Notaufnahme übernehmen zu können. Außerdem werde in dieser Woche die Kurzzeitpflege in Geislingen verstärkt mit geeigneten Patienten belegt.

Notaufnahme am Anschlag

„Wir erleben derzeit eine sehr intensive und dynamische Phase und danken allen Mitarbeitenden für die außerordentlich zuverlässige Zusammenarbeit unter diesen erschwerten Bedingungen“, erklärt Dr. med. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer des Alb-Fils-Klinikums. „Das Klinikum beobachtet die Lage kontinuierlich und wird in täglichen Kapazitätsbesprechungen über weitere Schritte und erweiterten Personaleinsatz entscheiden.“

Patienten, die die Zentrale Notaufnahme aufsuchen möchten, werden gebeten, sich in dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Fällen zuerst an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 zu wenden. Eine merkliche Verbesserung der Lage ist auch witterungsbedingt vorerst nicht in Sicht.