Abkochgebot in Albershausen: Trinkwasser mit Keimen belastet

In Teilen der Gemeinde Albershausen müssen die Bewohnerinnen und Bewohner das Trinkwasser abkochen, da es mit Keimen belastet ist.
Roland Weihrauch/dpaAufgrund einer Belastung des Trinkwassers mit Keimen, die Durchfälle und andere Erkrankungen hervorrufen können, hat das Gesundheitsamt ein Abkochgebot für Teile der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Albershausen ausgerufen.
Hochzone ist betroffen
Betroffen ist die Hochzone und somit folgende Straßenzüge: Ahornweg, Albstr., Bergstr, Buchenweg, Birkenweg, Boschstr., Bünzwangerstr., Breitensteinstr., Carl-Benz-Str., Daimlerstr., Erlenweg, Eschenweg, Eichenweg, EbersbacherStr., Forststr., Fichtenweg, Föhrenweg, Fuchseckstr., Finkenweg, Frühlingstr., Fliederweg, Gemeindeländerweg, Hattenhoferstr., In der Längerts, Im Schönblick, Im Morgen, Im Wetterkreuz, Kastanienweg, Käpflingstr, Lärchenweg, Maybachstr., Max-Eyth-Str., Neuffenstr. Panoramastr., Porschestr., Pfarrgartenstr., Silcherstr., Siemensstraße, Sommerweg, Sonnenhalde, Tannenweg, Tulpenweg, Ulmenweg, Weinhaldenstr. Zeppelinstr..
„Es werden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen“, heißt es in der Pressemitteilung des Gesundheitsamts im Göppinger Landratsamt.
Starke Regenfälle als Ursache?
Es sei nicht auszuschließen, dass die Verunreinigung des Trinkwassers durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen entstanden ist. Durch eine Chlorung werden das Trinkwasser und das Leitungsnetz nun desinfiziert.
Erste Ergebnisse am Montag
Es werden mehrere Nachbeprobungen des Trinkwassers durchgeführt. Sollten alle Nachproben unauffällig sein, kann das Abkochgebot aufgehoben werden. Die ersten Ergebnisse der Beprobungen können frühestens am Montag erwartet werden.
Das Gesundheitsamt informiert erneut, wenn das Abkochgebot aufgehoben werden kann.
Gesundheitsamt gibt Tipps
Die Behörde gibt in ihrer Pressemitteilung folgende ergänzende Hinweise zum Abkochgebot:
A) Für welche Nutzungszwecke ist ein Abkochen unbedingt erforderlich?
Abgekocht werden muss alles Wasser, welches Sie zum Trinken, Waschen und Zubereiten von Obst, Gemüse, Getränken oder anderen ungekochten Nahrungsmitteln verwenden. Ebenso das Wasser, welches zur Herstellung von Eiswürfeln oder zum Zähneputzen verwendet wird.
Achtung, Verbrühungsgefahr bei heißem Wasser! Insbesondere Kinder und alte und kranke Menschen nehmen häufig die hohe Temperatur nicht wahr.
Zur Körperpflege sollte zumindest bei Kleinkindern sowie kranken oder immungeschwächten Personen ebenfalls abgekochtes und dann abgekühltes Wasser verwendet werden.
Für Kranke oder Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr gelten ggf. über diese Empfehlung hinaus weitere Regeln, die Sie bitte bei Ihrem behandelnden Arzt erfragen.
B) Was muss ich tun, um Wasser ausreichend abzukochen?
Das Abkochen des Wassers verfolgt den Zweck, die gegebenenfalls darin enthaltenden Krankheitskeime weitgehend abzutöten.
Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens zehn Minuten abkühlen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.
Für die meisten Anwendungszwecke sollten Sie dann noch solange weiter warten, bis das Wasser nur noch handwarm ist, um Verbrühungen zu vermeiden.
C) Für welche Nutzungszwecke kann ich auf das Abkochen notfalls verzichten, wenn die Nutzer darüber ausreichend informiert sind?
Für andere Zwecke kann im Ausnahmefall - aus Gründen der praktischen Handhabung - für einen kurzen Zeitraum auf ein Abkochen verzichtet werden, wenngleich dies grundsätzlich mit einem leicht erhöhten Infektionsrisiko verbunden sein kann:
- Geschirrspülen in Spülmaschinen, wenn die Temperatur auf über 60 Grad einstellbar ist und/oder bei Geräten mit Hitzetrocknung.
- Wäschewaschen in Waschmaschinen bei mindestens 40 Grad.
- Körperpflege sowie sonstige Reinigungszwecke; offene Wunden sollten durch wasserundurchlässige Pflaster abgedeckt sein.
- Eine ausreichende Händehygiene ist durch intensive Anwendung von Seife zu erreichen.