600 Arbeitsplätze fallen weg: Was geschieht, wenn Autozulieferer Allgaier zum Jahresende schließt?

Zum Jahresende ist Schluss.
Staufenpress- Autozulieferer Allgaier in Uhingen schließt zum Jahresende – 600 Arbeitsplätze betroffen.
- Betrieb läuft bis Ende 2023, kleine Verwaltungseinheit bleibt bis Mitte 2024 aktiv.
- Mehrheit der Angestellten wechselt in Transfergesellschaft – Sozialplan steht.
- Verkauf des Standorts scheiterte, Gelände und Gebäude sollen nun verkauft werden.
- Insolvenz nach Besitzerwechsel: 2022 übernahm die chinesische Westron Group das Unternehmen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das endgültige Aus für den insolventen Autozulieferer Allgaier rückt näher: Am Stammsitz im baden-württembergischen Uhingen soll der Betrieb nur noch bis Ende des Jahres weiterlaufen. Das teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Michael Pluta mit. Derzeit sind dort noch rund 600 Beschäftigte tätig.
Bis zur Mitte des kommenden Jahres bleibt eine kleine Verwaltungseinheit im Einsatz, die sich um die Abwicklung des Unternehmens kümmert. Der Großteil der Belegschaft wechselt in eine Transfergesellschaft, die bei der Jobsuche unterstützen soll. Sozialplan und Interessenausgleich wurden bereits im Frühjahr vereinbart. „Wir haben aus der schwierigen Situation die bestmögliche Lösung für die Mitarbeiter herausgeholt“, erklärte Insolvenzverwalter Pluta.
Kein Investor für den Standort gefunden
Pluta verwaltet die Allgaier Automotive GmbH, den größten Teil der Allgaier-Gruppe, die auf Karosserieteile spezialisiert ist. Das Unternehmen hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet. Einzelne Tochtergesellschaften konnten seitdem verkauft werden; laufende Aufträge sichern den Betrieb noch bis Ende 2025 ab.
Ein geplanter Verkauf des Standorts Uhingen scheiterte: Ein potenzieller Investor zog sich zurück, nachdem Autobauer keine langfristige Zusammenarbeit mit Allgaier zugesagt hatten. Das etwa 120.000 Quadratmeter große Gelände mit 85.000 Quadratmetern Gebäudefläche soll nun verkauft werden. Angaben zur Insolvenzquote könne man erst machen, wenn alle Vermögenswerte veräußert sind, so der Sprecher.
Hintergrund: Eigentümerwechsel vor der Pleite
Die Familie des früheren Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt war lange Zeit Haupteigentümer des Unternehmens. Im Jahr 2022 verkaufte sie ihre Mehrheitsanteile an die chinesische Westron Group. Nach dem Insolvenzantrag machte Westron Hundt mitverantwortlich für die wirtschaftliche Schieflage – wegen dessen Vorgehens bei Preisverhandlungen.
