30 Grad in BW: Wie es in der Wohnung trotz August-Hitze kühl bleibt

Lüften ist wichtig – aber nur zur richtigen Zeit. Wer tagsüber die Fenster öffnet, holt sich die Hitze ins Haus. Die besten Zeitfenster sind die kühlen Nacht- und frühen Morgenstunden.
Martin Schutt/dpa- Temperaturen von über 30 Grad belasten Baden-Württemberg – besonders in aufgeheizten Wohnungen.
- Lüften nur nachts/morgens empfohlen, tagsüber Fenster, Türen und Rollläden geschlossen halten.
- Haushaltsgeräte heizen Räume zusätzlich – Betrieb auf kühle Zeiten verlegen, Standby vermeiden.
- Außenverschattung (Rollläden/Markisen) schützt effektiver vor Hitze als Innenjalousien.
- Leichte Kleidung, viel Wasser und Ruhe helfen dem Körper – Siesta als Anpassung an Hitze sinnvoll.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Schweiß steht auf der Stirn, das Bett fühlt sich an wie eine Heizdecke, an Schlaf ist kaum zu denken – so geht es in diesen Tagen vielen Menschen im Landkreis Göppingen und ganz Baden-Württemberg. Bereits die Hitzewelle im Juni hat die Region fest im Griff gehabt. Temperaturen über 30 Grad, kaum Abkühlung in der Nacht – die Belastung war spürbar, besonders in aufgeheizten Wohnungen. Auch der August bringt nach einigen kühlen und nassen Tagen jetzt die Hochsommer-Hitze.
Der Klimawandel macht sich bemerkbar. Im Landkreis Göppingen ist die Jahresmitteltemperatur bereits um 1,1 Grad gestiegen, wie eine aktuelle Untersuchung im Auftrag des Landkreises zeigt. Die Zahl heißer Tage nimmt weiter zu – durchschnittlich 6,5 zusätzliche Hitzetage mit über 30 Grad sind künftig pro Jahr zu erwarten. Höchste Zeit also, sich mit wirksamen Schutzmaßnahmen für zu Hause auseinanderzusetzen.
Hitzefallen im Alltag vermeiden
Lüften ist wichtig – aber nur zur richtigen Zeit. Wer tagsüber die Fenster öffnet, holt sich die Hitze ins Haus. Die besten Zeitfenster sind die kühlen Nacht- und frühen Morgenstunden. Dann heißt es: Querlüften, also gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen – das sorgt für Durchzug und frische Luft. Bereits am Morgen sollten Fenster und Türen wieder geschlossen werden – und idealerweise auch Rollläden oder Vorhänge. Doch nicht nur die Sonne heizt unsere Wohnungen auf.
Haushaltsgeräte wie Fernseher, Computer, Lampen, Herd oder Spülmaschine geben teils erhebliche Wärme ab. Besonders in heißen Phasen lohnt es sich, deren Betrieb zu vermeiden oder in die kühleren Abendstunden zu verlegen. Auch Wäsche sollte besser draußen trocknen – denn Wäschetrockner heizen zusätzlich. Und selbst Standby-Geräte erzeugen laufend Wärme. Wer diese konsequent ausschaltet, spart Energie – und ein paar Grad Raumtemperatur.
Besonders effektiv ist es, Sonnenstrahlen gar nicht erst in die Wohnung zu lassen. Außenliegende Verschattung – etwa durch Rollläden, Markisen oder Fensterläden – bremst die Hitze deutlich besser als Innenjalousien. Wer nur von innen abdunkeln kann, sollte helle Stoffe oder reflektierende Folien nutzen, um die Strahlung zumindest teilweise zu blocken.
Auch der Mensch braucht Hitzeschutz
Leichte Kleidung, viel Wasser, möglichst wenig Bewegung – auch unser Körper braucht Unterstützung bei großer Hitze. Ein feuchtes Tuch im Nacken kann angenehm kühlen. Körperliche Anstrengungen sollten in den kühlen Tagesrandzeiten stattfinden. Wer kann, legt eine Siesta ein – auch das ist eine sinnvolle Anpassung an die Realität steigender Temperaturen.
Mit einfachen Mitteln und klugem Verhalten lässt sich der Hitzestress in den eigenen vier Wänden bereits deutlich senken.
Extra-Tipp: Alltagstipps aus dem Hitzeknigge
Wie verhalten bei großer Hitze? Der Hitzeknigge des Landkreises Göppingen gibt praktische Tipps für Alltag und Beruf. So wird empfohlen, nicht nur viel zu trinken, sondern auch den Mineralstoffhaushalt im Blick zu behalten – etwa mit salzhaltigen Lebensmitteln, Bananen oder grünem Gemüse. Weitere Hinweise zu Ernährung, Bewegung, Arbeiten bei Hitze und Verhalten im Notfall finden sich im vollständigen Hitzeknigge – erhältlich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde sowie online unter www.teamklima.de.
