26-Jähriger wird gewalttätig
: Polizisten beleidigt und bespuckt

Erheblichen Widerstand leistete ein 26-Jähriger der Polizei in der Nacht zum Dienstag in Zell unter Aichelberg. Er war bewaffnet.
Von
Marcus Zecha
Zell u.A.
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Polizei

Ein junger Mann ukrainischer Herkunft verhielt sich am Zeller Busbahnhof aggressiv gegenüber der Polizei (Symbolbild).

Marijan Murat/dpa
  • 26-jähriger Ukrainer wird in Zell u.A. aggressiv und beschädigt Scheiben an Bushaltestelle.
  • Polizei entdeckt bei ihm zwei täuschend echt wirkende Luftdruckwaffen und ein Messer.
  • Polizisten werden bei Festnahme beleidigt, bespuckt und der Mann tritt gegen Polizeifahrzeug.
  • Der Mann beruhigt sich erst auf dem Revier und wird später entlassen.
  • Anzeigen wegen Widerstands, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Dienstag (23.12.2025) um 1.40 Uhr wurden der Polizei Uhingen mehrere beschädigte Scheiben an der Bushaltestelle in der Göppinger Straße in Zell unter Aichelberg gemeldet. Eine Polizeistreife kam und kontrollierte wenig später im Rahmen der Fahndung auf Höhe des Busbahnhofes einen 26-Jährigen. Der verhielt sich nach Polizeiangaben zunächst ruhig, nach einer Personalienfeststellung ging der Mann weiter.

Schusswaffe im Hosenbund

Nur wenige Minuten später kehrte der aus der Ukraine stammende 26-Jährige zum Streifenwagen zurück. Wie die Polizei weiter berichtet, soll der Mann laut herumgeschrien und die Polizisten bespuckt haben. Bei der Annäherung an den Streifenwagen konnten die Polizisten bei dem 26-Jährigen eine Schusswaffe im vorderen Hosenbund erkennen. Aus Gründen der Eigensicherung wurde der aggressiv wirkende Mann vorläufig festgenommen.

Bei der weiteren Durchsuchung fanden die Ermittler eine weitere täuschend echt aussehende Schusswaffe und ein Messer. Bei beiden Waffen handelte es sich um Luftdruckwaffen. Während der Festnahme seien die Polizisten aufs Übelste beleidigt und bespuckt worden, heißt es. Selbst im Transportbus war der 26-Jährige völlig außer sich und trat mit den Füßen gegen die Inneneinrichtung des Streifenwagens sowie dienstliche Ausrüstungsgegenstände. Da sich der junge Mann selbst an der elterlichen Wohnung nicht beruhigen ließ und auch in Richtung der Polizeibeamten getreten hatte, musste er mit auf ein Polizeirevier.

Verstoß gegen das Waffengesetz

Erst dort sei der 26-Jährige zur Einsicht gekommen, schreibt die Polizei. Er sei nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden. Die eingesetzten Polizeibeamten wurden nicht verletzt. Der ukrainische Staatsangehörige muss sich nun wegen mehreren Straftaten, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und des Verstoßes  gegen das Waffengesetz verantworten. Denn mit einer der Luftdruckwaffen hatte der 26-Jährige nach Polizeiangaben offenbar vor seinen erheblichen „Ausrastern“ auf die Scheiben der Bushaltestelle geschossen.