
Wirtschaft in Geislingen: Wandel bei Schneider Logistik in Türkheim

Die beiden Geschäftsführer von Schneider Logistik in Türkheim: Markus Schneider (links) und Steffen Singer. Letzterer kam nach der Übernahme des Türkheimer Unternehmens durch die Alfred Schuon Group hinzu.
Markus Sontheimer- Alfred Schuon Group übernimmt Schneider Logistik rückwirkend zum 1. Januar und integriert sie.
- Standort Türkheim bleibt unter dem Namen Schneider sichtbar – Leitung: Schneider und Singer.
- Rund drei Millionen Euro fließen in Fuhrpark, Lagertechnik und IT – 50 Lkw im Einsatz.
- Etwa 90 Beschäftigte werden übernommen, weitere Stellen in Fahrdienst, Büro und Lager offen.
- Neuer Schwerpunkt: Einstieg in Lebensmittel- und Handelslogistik – weniger Branchenabhängigkeit.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
„Die Autobahn-Nähe ist ein Vorteil“, sagt Steffen Singer. Damit nennt der neue Geschäftsführer von Schneider Logistik auch einen der Gründe, warum der Gewerbepark Schwäbische Alb in Türkheim für Logistiker so reizvoll sei. Nicht nur, dass die Lastwagenfahrer schnell auf die A8 fahren können, Türkheim liege auch verkehrsgünstig zwischen Stuttgart und Ulm, erklärt Singer beim Pressegespräch mit der GZ.
Vor wenigen Monaten übernahm die Alfred Schuon Group rückwirkend zum 1. Januar 2026 sämtliche Anteile an Schneider Logistik. Schneider als Firmenname wird deswegen aber nicht verschwinden. Er werde weiter am Markt sichtbar sein, führt Sandra Grimm vom Marketing der Unternehmensgruppe aus. Schneider wird in die Schuon-Unternehmensgruppe also integriert. Die Verbundenheit zeige sich auch darin, dass mit Markus Schneider der Sohn des Gründers weiterhin mit an Bord sei. Er und Steffen Singer teilen sich die Aufgaben in der Geschäftsführung, so Grimm weiter. Dritter im Bunde des neuen Führungsteams von Schneider Logistik in Türkheim ist der Prokurist Sergej Steblau, der ebenfalls beim Pressetermin dabei ist. Das Trio will die Integration gemeinsam vorantreiben. Für Schneider Logistik beginne damit ein neues Kapitel, so Singer.
Neue Tätigkeitsfelder und hohe Investitionen
Als Schuon sämtliche Anteile an der Schneider Logistik GmbH erwarb, betrat man auch Neuland: Denn nun ist das Unternehmen auch in der Lebensmittel- und Handelslogistik angekommen, eben dort, wo Schneider aktiv sei und viele Kontakte habe. „Das ist eine Chance“, betont Steffen Singer. Eine neue Branche eröffne neue Entwicklungsfelder. Die Schuon Gruppe habe ihre Schwerpunkte in der Automobil-, Dämmstoff- und Verpackungsbranche. Nun sei man mit der Ergänzung breiter aufgestellt, argumentiert er. Davon werde die Gruppe profitieren, ist Singer überzeugt, weil man „weniger abhängig ist von einzelnen Branchenzyklen“. Durch die neue Diversifikation erhofft sich das Unternehmen mehr wirtschaftliche Stabilität. Zu sehr schwächelt beispielsweise die Automobilbranche in Deutschland.
Seit Schuon in Türkheim angekommen ist, habe man bereits Investitionen von etwa drei Millionen Euro angestoßen, sagt Singer. Das Geld fließe unter anderem in die Modernisierung des Fuhrparks, in neue Lagertechnik und IT. 50 Lastwagen transportieren die Produkte über die Straßen. Manche von ihnen müssten ersetzt werden. Übernommen werden auch die Beschäftigten. Insgesamt stünden rund 90 Mitarbeiter unter Vertrag. „Wir haben auch weiter Bedarf“, hebt Prokurist Sergej Steblau hervor. Er meint damit nicht nur Fahrpersonal. Wie Sandra Grimm hinzufügt, könne man sich auch für Aufgaben im Büro und Lager bewerben.
Geislinger Standort gehört zu den größeren der Schuon-Gruppe
Der Zusammenschluss der Firmen wirke sich auf die Arbeit der Mitarbeitenden positiv aus, betont Singer. Er ist überzeugt, dass sich neue Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten ergeben. Der Geislinger Standort ist mit seinen 90 Mitarbeitern und einer Logistikfläche von 20.900 Quadratmetern auch kein kleiner in der Unternehmensgruppe, die ihren Stammsitz in Haiterbach hat. Sie beschäftigt insgesamt mehr als 680 Menschen und hat Niederlassungen in Deutschland und Ungarn. Die Lastwagen seien in ganz Europa unterwegs. Und auch deswegen ist es wiederum die Nähe zur A8, die für Schuon so interessant ist.

