Wirtschaft im Kreis Göppingen: Weiter keine Belebung auf Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit hat die neuen Zahlen veröffentlicht.
Sven Hoppe/dpa- April: 7523 Arbeitslose im Kreis Göppingen, Quote bei 5,2%.
- Vergleich zu März: -2,5%, Vorjahr: +6,6%.
- Esslingen: 21.490 Arbeitslose, Quote bei 4,7%.
- Industrie meldet mehr Arbeitslose, aber Chancen bestehen.
- Duale Ausbildung wichtig, hohe Ausbildungsabbrüche bedenklich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Wir sehen weiterhin keine Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt Regina Paulitz, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Göppingen, in einer Pressemitteilung. Im Kreis Göppingen waren im April 7523 Menschen arbeitslos gemeldet – 190 weniger als im März (minus 2,5 Prozent), aber 463 mehr als im Vorjahr (plus 6,6 Prozent). Der Landkreis verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent (siehe Infokasten). Zum Vergleich: Im Kreis Esslingen, der ebenfalls zum Bezirk der Arbeitsagentur gehört, blieb beinahe alles beim Alten: Die Zahl der Arbeitslosen stieg um zehn Personen auf 21.490 (0,0 Prozent). Dort liegt die Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent.
Paulitz: "Es gibt auch Chancen"
Und so berichtet auch Paulitz in der Pressemitteilung: „Die Arbeitslosigkeit stagnierte im vergangenen Monat, statt wie im Frühjahr üblich zu sinken. Insbesondere aus der Industrie melden sich verstärkt Menschen bei uns arbeitslos.“ Trotz des Personalabbaus in der Industrie gebe es Chancen für entlassene Beschäftigte auf einen neuen Job. Es gebe etliche Branchen, die dringend Personal suchen und einstellen. „Es lohnt sich deshalb, berufliche Alternativen in den Blick zu nehmen“, empfiehlt die stellvertretende Leiterin der Arbeitsagentur.
Sie erklärt auch generell, wie wichtig ein Berufsabschluss im Berufsleben ist; dies zeige sich insbesondere daran, dass Helferstellen immer seltener würden. Außerdem sei die Arbeitslosenquote bei Ungelernten deutlich höher als bei Gelernten. „Wir werben deshalb für die duale Ausbildung als guten Einstieg in eine erfolgreiche Berufskarriere. Mit Sorge sehe ich allerdings die Zahl der Ausbildungsabbrüche, die seit Jahren steigt. Häufig liegt zugrunde, dass Jugendliche eine andere Vorstellung vom angestrebten Beruf haben, während der Ausbildung ein reales Bild bekommen und dann abbrechen. Das muss nicht sein.“
Arbeitslosenzahlen nach Geschäftsstellen
Geschäftsstelle Geislingen:
Arbeitslosenquote: 5,1 Prozent
Arbeitslose: 1.776
Davon Frauen: 771
Geschäftsstelle Göppingen:
Arbeitslosenquote: 5,2 Prozent
Arbeitslose: 5.747
Davon Frauen: 2.476
