Versorgung im Raum Geislingen
: Rettungswache: Zwei weitere Standorte in Schnittlingen und Mühlhausen

Beim Rettungsdienst muss es zügig gehen. Künftig sollen die Retter noch schneller vor Ort sein.
Von
GZ
Raum Geislingen
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Rettungsdienst

Rettungsdienste sollen innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sein - mit den zwei zusätzlichen Rettungswachen-Standorte soll die Versorgung in der Region gestärkt werden (Symbolfoto).

Stephan Jansen/dpa
  • Zwei neue Rettungswachen entstehen in Schnittlingen und Mühlhausen im Raum Geislingen.
  • Ziel: Rettungsdienste sollen in zwölf Minuten am Einsatzort sein, Versorgung wird gestärkt.
  • Ein DRK-Fahrzeug wird nach Schnittlingen verlegt; Malteser richten neue Wache in Mühlhausen ein.
  • Neue Standorte sollen bis Ende 2026 von 7 bis 19 Uhr besetzt sein.
  • Maßnahmen basieren auf Analyse, um Hilfsfristen und Versorgungsqualität zu verbessern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Künftig wird es im Raum Geislingen zwei zusätzliche Rettungswachen-Standorte geben. Ein bestehendes Einsatzfahrzeug des DRK-Kreisverbandes von der Rettungswache Geislingen wird an einen neuen Standort in Schnittlingen verlegt werden. In Mühlhausen im Täle wird der Malteser Hilfsdienst eine zusätzliche Rettungswache mit einem Rettungsfahrzeug einrichten. Beide Standorte werden zukünftig von Montag bis Sonntag von 7 bis 19 Uhr besetzt sein. „Ziel dieser Maßnahmen ist es, die rettungsdienstliche Versorgung nachhaltig zu stärken – mit dem Ziel, dass die Rettungskräfte noch schneller am Notfallstandort eintreffen“, heißt es in der Pressemitteilung des Bereichsausschusses. Diese Entscheidung habe der Ausschuss für den Rettungsdienst im Landkreis Göppingen in seiner jüngsten Sitzung nach intensiven Beratungen getroffen. Damit würden wichtige Weichen für die künftige Struktur des Rettungsdienstes gestellt.

Ronny Biehle, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils und Vorsitzender des Bereichsausschusses, sowie Peter Hofelich, Kreisverbandspräsident des DRK und stellvertretender Vorsitzender des Bereichsausschusses, bedanken sich ausdrücklich bei der Arbeitsgruppe Hilfsfrist (AG) für die Arbeit und betonen, „dass der Bereichsausschuss seiner Aufgabe, die Notfallrettung im Rettungsdienstbereich Göppingen weiterzuentwickeln, mit diesen Maßnahmen gerecht geworden ist“. Beide sehen den anstehenden Umsetzungsschritten laut Mitteilung positiv entgegen.

Rettungsdienste sollen innerhalb von zwölf Minuten vor Ort sein

Bereits im Frühjahr hatte sich der Bereichsausschuss mit der Einhaltung der neuen gesetzlichen Planungsfrist von zwölf Minuten bis zum Eintreffen der ersten Rettungskräfte befasst. Sie wurde im Zuge der Überarbeitung des Rettungsdienstgesetzes im August 2024 von 15 auf zwölf Minuten reduziert. Vor dem Hintergrund dieser Verkürzung der Planungsfrist und der zunehmenden Herausforderungen – darunter steigende Einsatzaufkommen und geographische Besonderheiten – wurde im Frühjahr 2025 die AG eingesetzt. Sie erhielt den Auftrag, zu analysieren, wo es Optimierungsmöglichkeiten gibt und entsprechende Handlungsempfehlungen für eine zukunftssichere Ausrichtung des Rettungsdienstes zu erarbeiten.

In der Sitzung im Juli wurden die ersten Ergebnisse der AG ausführlich vorgestellt und intensiv diskutiert. Die Analyse zeigte klar auf, in welchen Raumschaften strukturelle Anpassungen notwendig sind, um die Hilfsfristen einzuhalten und die Versorgungsqualität weiter zu erhöhen.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse hat der Bereichsausschuss in seiner Sitzung am 21. November nun die notwendigen Beschlüsse gefasst, die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Die Einrichtung der beiden zusätzlichen Rettungswachen-Standorte stelle einen bedeutenden Schritt dar, um die rettungsdienstliche Versorgung für die Bevölkerung langfristig zu sichern. Da die Strukturen vor Ort erst noch geschaffen werden müssten, sei es die erklärte Zielsetzung aller Beteiligten, die beiden neuen Standorte bis zum Ende des Jahres 2026 zu errichten und in Betrieb zu nehmen.