Verfolgungsjagd in Gosbach: Fußgänger müssen sich mit Sprung zur Seite retten – Zeugen gesucht

Polizeibeamte einer Kontrollstelle verfolgten zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach einen Renault-Fahrer, der unter anderem Fußgänger gefährdete (Symbolbild). Foto: Marijan Murat/dpa
Marijan Murat/dpaAm Sonntag, 18. Februar 2024, ist es zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem Renault-Fahrer gekommen. Dabei wurden laut Polizei mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Demnach kam der Renault um 17.15 Uhr an einer Kontrollstelle der Polizei in der Bahnhofstraße vorbei. Den Beamten fiel auf, dass der Fahrer keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte.
Fahrer rast mit 100 Kilometern pro Stunde durch den Ort
Anschließend sei eine Streife dem Renault hinterhergefahren, um das Fahrzeug zu kontrollieren. Auf der B466 auf Höhe der Einmündung Im Brühl gaben die Beamten dem Fahrer das Anhaltezeichen „Stopp Polizei“. Dies habe er ignoriert, die Beamten reagierten mit Blaulicht und Sirene. Der Autofahrer habe beschleunigt und sei auf der B466 davon gerast. Auf Höhe der Einmündung In der Au sei der Fahrer dann abgebogen und laut neuesten Polizeiangaben über einen unbefestigten Feldweg weiter in Richtung Tälesbahnradweg gerast – dann sei er auf dem Radweg in Richtung Gosbach davon gefahren.
Der Mann soll zeitweise mit Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde gefahren sein. Die Polizei berichtet, dass sich Fußgänger mit einem Sprung zur Seite retten mussten, als der Autofahrer im Bereich Leimbergstraße und Bergstraße fuhr. Der Mann sei unbeeindruckt davon weiter in Richtung Bad Ditzenbach gerast. Kurz vor Ortsbeginn habe der Fahrer den Renault auf einem Schotterweg gewendet und fuhr wieder in Richtung Gosbach. Bei diesem Wendemanöver sei es zu einer weiteren Gefährdung eines Verkehrsteilnehmers gekommen – denn dieser fuhr auf der B466 und habe stark abbremsen müssen.
Polizei nimmt 19-Jährigen fest
Die Fahrt endete in Gosbach in der Straße Am Bahndamm. Dort stellte der Fahrer laut Polizei seinen Renault ab und beide Insassen flüchteten zu Fuß, die Beamten verfolgten diese und konnten den 19-jährigen Fahrer widerstandslos festnehmen. Der Beifahrer entkam, zu ihm gibt es bislang keine weiteren Erkenntnisse.
Die Polizei ermittelte zunächst, ob der Fahrer nur wegen des Gurtverstoßes geflüchtet war. Wie sich inzwischen herausstellte, hatte der 19-Jährige keinen Führerschein. Der Renault-Fahrer muss sich nun wegen Straßenverkehrsgefährdung und wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Das Auto musste er stehen lassen, die Polizei behielt die Schlüssel ein. Der Fahrzeughalter wird derzeit noch ermittelt.
Die Polizei sucht nach Zeugen und gefährdeten Verkehrsteilnehmern, insbesondere auch den Fußgängern auf dem Radweg. Hinweise nimmt die Polizei Geislingen unter der Telefonnummer (07331) 9 32 70 entgegen.

