Soziales in Deggingen
: Degginger Familientreff schließt zum Jahresende

Der Treff, der in den Räumlichkeiten des Degginger Bürgerzentrums stattfindet, kann nicht fortgeführt werden und schließt zum Jahresende. Das teilte der DRK-Kreisverband mit.
Von
Sarah Quaas
Deggingen
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Ende des Jahres 2026 wird der DRK-Familientreff in Deggingen schließen - Schumann (vorn links im Gespräch)

Ende des Jahres wird der DRK-Familientreff in Deggingen schließen - bei einem Treffen Mitte Oktober kamen noch einmal viele ehrenamtliche Helfer zusammen.

Margit Haas
  • Der DRK-Familientreff in Deggingen schließt zum Jahresende – Förderung fällt weg.
  • Grund laut Mitteilung: Sparmaßnahmen im Landkreis, Gemeinde trägt 44.000 Euro jährlich nicht.
  • Eine Alternativlösung fand sich in der Mai-Sitzung nicht, trotz anerkannter Bedeutung.
  • Mitte Oktober trafen sich Besucher und Ehrenamtliche, um sich zu verabschieden.
  • Leitung und DRK betonen entstandene Netzwerke; Kritik an „betreutem Kaffeetrinken“ wird zurückgewiesen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Grund für die Schließung sind laut der Pressemitteilung vor allem die Sparmaßnahmen des Ladkreises. Im Herbst 2025 hatte der Kreistag beschlossen, die Förderung einzustellen und die Gemeinde Deggingen sah sich nicht in der Lage, den Kostenanteil in Höhe von jährlich 44.000 Euro zu übernehmen. Obwohl ein Großteil der Gemeinderäte die Wichtigkeit des Treffs in der Mai-Sitzung dieses Jahres anerkannte, fand sich damals keine passende Alternativlösung für die Fortführung. Bürgermeister Markus Schweizer sah in dem Beschluss damals ein „Signal an die Bevölkerung“.

Nun trafen sich Mitte Oktober viele aktuelle und ehemalige Besucher und Besucherinnen sowie viele Ehrenamtliche, um sich noch einmal über die gemeinsame Zeit auszutauschen. „Ich habe den Familientreff mit aufgebaut“, sagte Elisabeth Corleis bei dem Treffen. Sie hatte sich von Anfang an im Februar 2017 eröffneten Familientreff in Deggingen ehrenamtlich engagiert und freute sich, viele Frauen und die inzwischen groß gewordenen Kinder aus den langen Jahren ihres Engagements trotz des eher traurigen Anlasses wieder zu treffen.

Eine Lücke in Deggingen entsteht

 „Es ist schade, dass wir die Anlaufstelle verlieren. Vielleicht werden ja aber die Zeiten auch wieder einmal besser“, äußerte Bürgermeister Schweizer im Gespräch mit Dorota Schumann, die den Treff seit fünf Jahren leitet. „Es sind wichtige Netzwerke entstanden, die uns Familien tragen“, berichtet die Sozialpädagogin und fragt sich jetzt: „Was machen wir mit der Lücke, die entstehen wird?“

DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber sowie Lisa Bosch vom Kreisjugendamt überreichten Schumann einen Blumenstrauß und dankten ihr für ihre jahrelange wertvolle Arbeit, heißt es in der Mitteilung weiter. Isabell Weisenburger, beim DRK-Kreisverband zuständig für Familien und Migration, weiß ebenfalls um die wichtigen Angebote der Familientreffs und ihrer Bedeutung in den Kommunen. Die Treffs werden hauptamtlich geleitet und ehrenamtlich mitgetragen und es werden immer wieder wichtige Themen, die Familien mit kleinen Kindern betreffen, angesprochen. Weisenburger wie auch Sparhuber widersprechen vehement der von einem Kreisrat geäußerten Einschätzung, bei den Familientreffs würde es sich um „betreutes Kaffeetrinken“ handeln.