Soziales im Raum Geislingen: Zwei Sozialstationen gestalten gemeinsam ihre Zukunft

Die Sozialstation in Deggingen soll als Sitz und Hauptstandort dienen, Geislingen bleibt Teamstützpunkt.
Rainer Lauschke- Zwei Sozialstationen bündeln Kräfte: gemeinsame gGmbH von Deggingen und Geislingen geplant.
- Kirchengemeinderäte haben grundsätzlich zugestimmt. Beschlüsse am 30. September und 14. Oktober.
- Anja Harder führt die gemeinsame Geschäftsführung und startet ab November mit Vorbereitungen.
- Deggingen wird Sitz und Hauptstandort, Geislingen bleibt Teamstützpunkt – Versorgung läuft weiter.
- Ziel ist gesicherte Pflegequalität, gemeinsame Strukturen und Vorbereitung auf künftige Anforderungen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Sozialstation Oberes Filstal in Deggingen und die Katholische Kranken- und Altenpflege Geislingen wollen ihre Kräfte bündeln und künftig unter dem Dach einer gemeinsamen gemeinnützigen GmbH arbeiten. Das teilen die beiden Sozialstationen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Mit diesem Vorhaben stellen die beiden kirchlichen Einrichtungen die Weichen für eine langfristig verlässliche Pflege und Betreuung in der Region, heißt es. Der Kirchengemeinderat der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz Deggingen und der Kirchengemeinderat der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Geislingen haben dem Zusammenschluss jeweils grundsätzlich zugestimmt. Geislingen fasste seinen Beschluss am 30. September, Deggingen am 14. Oktober.
Eine gemeinsame Geschäftsführung solle den Weg dorthin gestalten. Anja Harder hat diese Aufgabe zum 1. Oktober übernommen und beginnt ab November mit den konkreten Vorbereitungen. In den kommenden Monaten werden die rechtlichen und finanziellen Grundlagen geschaffen und die künftige Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen vorbereitet. Auch die Mitarbeitenden sollen laut der Mitteilung diesen Prozess mitgestalten und sollen aktiv eingebunden und regelmäßig über den Stand des Projekts informiert werden.
Pflegequalität und Versorgung langfristig sichern
„Beide Sozialstationen bringen ihre langjährige Erfahrung, ihre engagierten Teams und ihre gewachsenen Beziehungen zu den Menschen vor Ort ein“, so die Mitteilung weiter. Die Standorte Deggingen und Geislingen sollen erhalten bleiben: Deggingen sei als Sitz und Hauptstandort vorgesehen, Geislingen bleibe als Teamstützpunkt bestehen. Damit verbinde die künftige Organisation gemeinsame Strukturen mit einer weiterhin lokalen Präsenz. „Die Versorgung der Menschen wird während der Vorbereitungen unterbrechungsfrei und ohne Einschränkung weiter fortgeführt“, betonen die Verantwortlichen.
Der Zusammenschluss solle helfen, Pflegequalität und Versorgung langfristig zu sichern und die Einrichtungen für kommende Anforderungen gut aufzustellen. „Eine gemeinsame Organisation kann Zuständigkeiten klarer regeln und Abläufe in Bereichen wie IT, Prozessen und Abrechnung weiterentwickeln. Zugleich wollen die Träger damit auf den Fachkräftemangel, steigende Anforderungen und die geplante Neuordnung der kirchlichen Strukturen vorbereitet sein“, schreiben die beiden Sozialverbände. Kirchliche Trägerschaft und gemeinnütziger Auftrag bleiben erhalten, eine Privatisierung sei nicht geplant.
Die rechtliche Übertragung der Einrichtungen soll spätestens Ende 2028 erfolgen und damit vor der geplanten Neuordnung der Kirchengemeinden im Jahr 2030 abgeschlossen sein.
Die beiden Sozialstationen im Detail
Die Sozialstation Oberes Filstal wird von der Katholischen Kirchengemeinde Hl. Kreuz Deggingen getragen und ist seit vielen Jahren in der Region tätig. Ihr Einzugsgebiet umfasst Deggingen mit Reichenbach, Bad Ditzenbach, Drackenstein, Gruibingen, Hohenstadt, Mühlhausen und Wiesensteig. Zum Angebot gehören häusliche Kranken- und Altenpflege, Behandlungspflege, Palliativpflege und Wundmanagement. Hinzu kommen Hauswirtschaft, Nachbarschaftshilfe, Verhinderungspflege und Pflegeberatung. In Deggingen bietet die Sozialstation außerdem eine Tagespflege und Unterstützung im Betreuten Wohnen an.
Die Katholische Kranken- und Altenpflege Geislingen steht in der Trägerschaft der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Geislingen und unterstützt Menschen dabei, möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu leben. Der ambulante Pflegedienst verbindet Grundpflege und ärztlich verordnete Behandlungspflege mit hauswirtschaftlicher Versorgung und individueller Beratung. Zum Angebot zählen außerdem Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern und eine Rufbereitschaft. Die Mitarbeitenden stimmen die Versorgung eng mit Angehörigen und Bezugspersonen sowie mit Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern ab.
