Schüsse in Amstetten: Rinder ausgebüxt – Bahnstrecke und B10 gesperrt – Tiere erschossen

In Amstetten mussten entlaufene Rinder erschossen werden. Die Polizei wird immer wieder zu Einsätzen wegen ausgebüchster Rinder gerufen (Symbolfoto), das Unfallrisiko ist hoch.
Mark KupferschmittAufregung und Blaulichteinsatz mit Schüssen in Amstetten gab es am Mittwochnachmittag (18. Oktober): Wie das zuständige Polizeipräsidium Ulm berichtet, waren zwei Rinder ausgebrochen. Die Polizei wurde gegen 16.50 Uhr alarmiert, der Einsatz wegen der entlaufenen Rinder löste einigen Wirbel aus. Polizei muss Tiere erlegen
Da die großen Tiere auch im Bereich der B10 und der Geislinger Steige nahe der Bahngleise unterwegs waren, wurde die Bahnstrecke Amstetten-Geislingen zeitweise gesperrt.
Offenbar war es nicht möglich, die beiden Tiere einzufangen, eines der Rinder rammte laut Polizei sogar ein Fahrzeug. Da es auch nach längerer Jagd nicht gelang, die beiden Tiere zu beruhigen und einzufangen, mussten sie erschossen werden. Der Einsatz hatte anderthalb Stunden gedauert.
Dass Rinder ausbrechen, ist nach Angaben der Polizei keine Seltenheit, vor allem im Bereich von Schlachthöfen komme es zu solchen Vorfällen, die erhebliche Gefahren auslösen könnten.
So gab es etwa im Januar 2023 bei Gaildorf einen Unfall, weil ein Auto mit ausgebüxten Rindern kollidiert war. Im September 2019 verletzte ein entlaufenes Rind einen Landwirt in Illerkirchberg. Nach erfolglosen Versuchen, es einzufangen, wurde das Tier von einem Jäger erschossen. 2015 waren im Ulmer Donautal vier Rinder entlaufen, die Ulmer Polizei musste sie am Ende erschießen.
Die Schüsse waren möglicherweise auch im Geislinger Stadtteil Eybach zu hören, wo Anwohner zum Zeitpunkt des Einsatzes entsprechende Geräusche wahrnehmen konnten. Der Polizei zumindest waren keine diesbezüglichen Beschwerden gemeldet worden, die auf ein anderes Ereinigs hindeuten würden.
Gegen den Eigentümer der Rinder liefen derzeit keine Ermittlungen, wie das Ulmer Polizeirevier auf Anfrage mitteilt, Anzeigen in dieser Sache lägen keine vor.
