Sanierungen in Treffelhausen: Roggentalstraße: Schlaglöcher, breite Spuren und zu schnelle Autofahrer

Ortsdurchfahrt von Treffelhausen mit Blick entlang der Roggentalstraße vom Kreisverkehr in Richtung Ortsausfahrt und Skilifte.
Rainer Lauschke- Treffelhausen plant die Sanierung der Roggentalstraße – Start laut Gemeinde im Sommer.
- Ziel ist mehr Verkehrssicherheit: Fahrbahn bis 5,75 m, Tempo soll sinken.
- Östlicher Gehweg wird 2,50 m breit und für Radfahrer freigegeben; Mittelinsel am Ortseingang.
- Westlicher Gehweg wird verbreitert, teils neue Wasserleitungen; Kosten insgesamt 1,2 Mio. Euro.
- Parallel: St.-Vitus-Straße erhält neue Deckschicht, Bushaltestellen an der Grundschule werden barrierefrei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Roggentalstraße in Treffelhausen ist „bislang geprägt von Schlaglöchern, zu breiten Fahrspuren und häufig zu schnellen Autofahrern“ schreibt die Gemeindeverwaltung in ihrem Bericht zur vergangenen Gemeinderatssitzung. Nun stehe die Straße vor einer umfassenden Umgestaltung. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro wolle die Gemeinde Böhmenkirch gemeinsam mit dem Landkreis nicht nur den Zustand der Straße verbessern, sondern vor allem die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Besonders im Fokus stehen demnach der Abschnitt zwischen Kreisverkehr und Ortsausgang in Richtung Skilift. Die bisher großzügige Straßenbreite habe viele Verkehrsteilnehmer zum schnellen Fahren verleitet – „ein Problem, das den Verantwortlichen schon lange ein Dorn im Auge ist“, heißt es weiter. Künftig soll eine bewusst reduzierte Fahrbahnbreite von bis zu 5,75 Metern für mehr Verkehrsberuhigung sorgen.
Damit auch Fußgänger und Radfahrer von der Neugestaltung profitieren, soll der östliche Gehweg auf 2,50 Meter verbreitert und für Radfahrer freigegeben werden. Damit entstehe ein erster wichtiger Baustein für eine geplante Radwegverbindung in Richtung Weißenstein. Zwar fehlt laut Verwaltung derzeit noch ein entscheidendes Teilstück bis zum Steighof, doch die Voraussetzungen würden bereits jetzt geschaffen. So sei am Ortseingang eine Mittelinsel vorgesehen, die den Verkehr abbremsen solle – und sich bei Bedarf später unkompliziert in eine sichere Querungshilfe für Radfahrer umwandeln lasse, so die Verwaltung.
Auch auf der westlichen Seite der Straße werde investiert: Der Gehweg dort werde ebenfalls verbreitert, um die Sicherheit für Fußgänger weiter zu erhöhen. Parallel dazu sollen punktuell Wasserleitungen erneuert werden.
Kosten von 1,2 Millionen Euro
Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich den Angaben nach auf rund 1,2 Millionen Euro. Während der Landkreis etwa 165.000 Euro für die Fahrbahnsanierung übernehme, trage die Gemeinde den Großteil der Ausgaben. Unterstützung gebe es über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), das einen Zuschuss von 370.000 Euro beisteuere. Parallel zur Roggentalstraße nimmt das Straßenbauamt auch die St.-Vitus-Straße in Angriff. Dort werde die beschädigte Deckschicht bis zum Ortsausgang in Richtung Schnittlingen erneuert. Gleichzeitig nutze die Gemeinde die Gelegenheit, um die Bushaltestellen an der Grundschule barrierefrei umzubauen – ein Projekt mit Kosten von rund 150.000 Euro, das mit einer Landesförderung von bis zu 85 Prozent unterstützt wird.
Grünes Licht für das gesamte Maßnahmenpaket gab der Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch. Mit einer Mehrheit – bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung – wurde die Durchführungsvereinbarung mit dem Straßenbauamt verabschiedet. Läuft alles nach Plan, sollen laut Mitteilung die Bauarbeiten im Juni beginnen und bis November abgeschlossen sein. „Für Treffelhausen bedeutet das nicht nur eine modernisierte Ortsdurchfahrt, sondern auch einen wichtigen Schritt hin zu mehr Sicherheit und Lebensqualität“, heißt es abschließend.
