Rückwärts auf der Autobahn: Urlauber vergessen Hund am Rasthof

Ein Autofahrer hat seinen Hund an einer Raststätte vergessen und damit für einen Polizeieinsatz gesorgt . (Symbolfoto)
Patrick Pleul/dpaIst die Tür wirklich abgeschlossen? Und die Herdplatte wirklich abgeschaltet? Tausende Autofahrerinnen und Autofahrer drehen täglich schon nach wenigen Metern wieder um, weil sie unsicher sind, ob zu Hause alles in Ordnung ist oder ob sie etwas vergessen haben. Im Wohngebiet ist das meist kein Problem, doch auf Autobahnen und Schnellstraßen ist es verboten und nur schwer möglich. Ein Urlauber hat es trotzdem getan – und wurde erwischt. Sein Hund wird es ihm dennoch danken.
Die Polizei berichtet, dass eine Familie am Dienstag (27.8.) auf der A8 über die Schwäbische Alb zurück in ihre französische Heimat fahren wollte. Gegen 16 Uhr legte sie eine Pause am Rasthof Aichen ein. Dort stiegen auch ihre zwei Hunde aus – nach dem Essen fuhr allerdings nur einer weiter mit im Auto. Dummerweise bemerkten das die Urlauber erst, als sie den Rastplatz längst verlassen hatten. Kurz hinter der Anschlussstelle Merklingen legte der 52 Jahre alte Familienvater den Rückwärtsgang ein.
Polizei hilft Urlaubern – und kündigt Bußgeld an
Er habe befürchtet, nicht mehr zur Raststätte zurückzufinden, teilte die Polizei mit. Natürlich fuhr er nicht auf einer regulären Fahrspur rückwärts, sondern auf dem Seitenstreifen. Das ist allerdings ebenso verboten und nicht ungefährlich. Als die Polizei den verzweifelten Autofahrer bemerkte, geleitete sie die Urlauber sicher zurück zum Rasthof Aichen.
Andere Autofahrer hatten den herrenlosen Hund bemerkt, sodass die Besitzer trotz ihres Missgeschicks wieder mitnehmen konnten. Den Autofahrer erwartet trotzdem ein Bußgeld. Warum die Familie einen ihrer zwei Hunde an der Raststätte vergessen hatte, ist nicht bekannt.

