Polizei Bad Überkingen
: Streit von 2018 eskaliert – 77-Jähriger verletzt 15 Personen mit Pfefferspray

In Bad Überkingen eskalierte am Samstag, 31. Mai 2025, eine Begegnung zwischen zwei Männern. Die Folge war ein größerer Einsatz für Rettungsdienst und Polizei.
Von
Kathrin Bulling
Bad Überkingen
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Pfefferspray

Ein alkoholisierter 77-Jähriger hat am Samstag mit einer Pfefferspray-Attacke im Bad Überkinger Kurpark 15 Menschen verletzt.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Am 31. Mai 2025 verletzte ein betrunkener 77-Jähriger mit Pfefferspray 15 Personen im Kurpark Bad Überkingen.
  • Der Täter, ein Elektro-Rollstuhlfahrer, sprühte seinem 49-jährigen Ex-Nachbarn ins Gesicht und dann wahllos in die Menge.
  • Unter den Verletzten waren auch drei Kinder; alle wurden vor Ort versorgt.
  • Der Senior wird wegen Trunkenheit, Kennzeichendiebstahl und gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das zufällige Treffen zweier ehemaliger Nachbarn im Bad Überkinger Kurpark endete am Samstagabend, 31.5.2025, mit einem Polizeieinsatz und mehreren Anzeigen gegen einen Senior. Die beiden Männer seien im Jahr 2018 im Streit über einen Kirschbaum auseinandergegangen, teilt die Polizei mit. Am Samstagabend kurz vor 21.30 Uhr begegneten sie sich dann bei einer Festlichkeit im Kurpark. Einer der Beteiligten, ein 77-jähriger Elektro-Rollstuhlfahrer, sprühte unvermittelt seinem 49-jährigen Ex-Nachbarn mit einem Tierabwehrspray, landläufig als Pfefferspray bezeichnet, ins Gesicht. Ein Streit sei dem Vorfall nicht vorausgegangen, teilt die Polizei mit.

Unter den Verletzten waren drei Kinder

Anschließend sprühte der 77-Jährige wahllos in die umstehende Menge. Dabei wurden laut Polizei neben dem 49-Jährigen auch noch 14 weitere Personen, davon drei Kinder im Alter von vier, fünf und sieben Jahren leicht verletzt. Alle Verletzten wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt.

Die Polizeibeamten stellten fest, dass der 77-jährige Beschuldigten betrunken war, weshalb eine Blutprobe entnommen wurde. Zudem war das an seinem Elektro-Rollstuhl angebrachte Versicherungskennzeichen als gestohlen gemeldet. Gegen den Senior wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Diebstahl von Kennzeichen, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und gefährlicher Körperverletzung in mehreren Fällen ermittelt.