ÖPNV in Geislingen: Land bestätigt Förderfähigkeit für Geislinger Expressbusse

Der Fahrgastbeirat Göppingen plant Expressbusse nach Aalen und Heidenheim. Diese sollen auch in der Geislinger Kernstadt – wie beispielsweise am ZOB – halten.
Markus Sontheimer- Geislingen plant Expressbusse nach Aalen und Heidenheim, unterstützt von SPD und Grünen.
- Expressbusse sollen stündlich fahren und wichtige Orte wie Eybach und Böhmenkirch anbinden.
- Das Verkehrsministerium bestätigt Förderfähigkeit, Land finanziert Regiobus-Linien mehrheitlich.
- Sitzung des Fahrgastbeirats am 18. Dezember im Mehrgenerationenhaus Geislingen geplant.
- Vorschlag: Verbindung der Heidenheimer Linie bis zum Albbahnhof Merklingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gute Nachricht für die Öffis im Raum Geislingen: Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat bestätigt, dass Expressbusse ab Geislingen förderfähig sind, das teilt der Göppinger Fahrgastbeirat mit. Demnach wären schnelle Verbindungen von Geislingen nach Aalen und Heidenheim möglich.
SPD und Grüne als Unterstützer
Heiko Stobinski, Sprecher des Fahrgastbeirats: „Wir freuen uns, dass der Minister unsere Idee aufgegriffen hat. Bei der nächsten Beiratssitzung am 18. Dezember in Geislingen können wir nun auch offiziell unsere Initiative für die beiden Expressbus-Linien starten. Dazu haben wir zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft aus dem Landkreis Göppingen und den Nachbarkreisen eingeladen. Das Verkehrsministerium selbst wird vor Ort sein.“
SPD und Grüne hätten bereits ihre Unterstützung für die Expressbusse zugesagt, die das Land unter dem Namen „Regiobusse“ mehrheitlich finanziert, schreibt der Fahrgastbeitrag. Und: Die Kandidaten der Grünen im Kreis Göppingen für die Landtagswahl hätten zugesichert, an der öffentlichen Sitzung persönlich teilzunehmen. Julian Beier und Mariska Ott (beide Grüne) zur Initiative des Fahrgastbeirats: „Ein gut ausgebauter, bezahlbarer und verlässlicher Ausbau des ÖPNV ist uns grundsätzlich ein großes Anliegen. Entsprechend freuen wir uns, dass unter der Grün-geführten Landesregierung bereits 50 neue Regiobus-Linien dazugekommen sind. Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir das Netz an Regiobus-Linien weiter ausbauen.“
SPD sieht „Chance, wichtige Lücken zu schließen“
Die Göppinger SPD-Landtagskandidatin Sabrina Hartmann und der Geislinger SPD-Landtagsabgeordnete Sascha Binder unterstreichen gegenüber dem Fahrgastbeirat zusätzlich die Bedeutung der möglichen Expressbus-Linie Süßen-Heidenheim, deren Förderfähigkeit bei der Anfrage des Fahrgastbeirats erneut bestätigt wurde. „Auch die positiven Signale zu den vorgeschlagenen Regiobus-Linien ab Geislingen – insbesondere in Richtung Böhmenkirch, Bartholomä und Aalen – sind gerade mit Blick auf dringend notwendige Verbesserungen beim ÖPNV in unserer Raumschaft von Bedeutung. Diese Verbindungen bieten die Chance, wichtige Lücken im regionalen Verkehrsnetz zu schließen und die Anbindung ländlicher Räume zu verbessern.“
Die Expressbusse des Landes fahren stündlich in jede Richtung und halten in der Regel einmal in jedem Ort an der Strecke. Damit ergeben sich laut Fahrgastbeirat nicht nur für die Geislinger Kernstadt, sondern auch für die Stadtbezirke und die Umlandgemeinden wichtige Entwicklungsimpulse. „Allein Eybach könnte von der Verwirklichung beider Expressbus-Linien enorm profitieren. Hier würden gleich zwei Linien jeweils im Stundentakt halten“, so Stobinski.
Zusammenarbeit mit Verkehrsverbund im Ostalbkreis
Mit dem Expressbus nach Aalen erhielte der Raum Geislingen auch regelmäßige Fernverkehrsverbindungen nach Ostdeutschland. „Berlin kann dann über Aalen und Nürnberg in weniger als fünfeinhalb Stunden erreicht werden.“ Die konkrete Linienführung lasse sich bei der Planung und Organisation zwar jederzeit verbessern, dennoch liegt für den Fahrgastbeirat für die Aalener Route nahe, dass sie über Eybach, Steinenkirch, Böhmenkirch, Bartholomä, Lauterburg und Essingen führt. Beim Heidenheimer Expressbus ist die Linienführung über Eybach, Waldhausen, Gussenstadt, Gerstetten und Steinheim am wahrscheinlichsten. Durch die Zusammenarbeit mit dem Fahrgastbeirat des Verkehrsverbunds OstalbMobil hat der Göppinger Beirat schon in Erfahrung bringen können, dass die Verwaltung des Ostalbkreises im Falle der Aalener Linie gesprächsbereit ist. Die Nachbarlandkreise müssten bei der jeweiligen Expressbus-Linie diejenigen Kosten übernehmen, die in ihrem Kreisgebiet vom Landeszuschuss in Höhe von bis zu 60 Prozent nicht gedeckt sind. Aufseiten des Landkreises Göppingen ist die Region Stuttgart für die Finanzierung, Planung und Organisation zuständig. Deshalb sei es das Ziel des Göppinger Fahrgastbeirats, zunächst die Regionalversammlung von den neuen Regiobus-Linien zu überzeugen. Außerdem soll bei der Fahrgastbeiratssitzung die Verlängerung der Heidenheimer Linie über Geislingen zum Albbahnhof Merklingen zur Diskussion stehen. Diese hatte der Heidenheimer Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland ins Spiel gebracht.
Der Göppinger Fahrgastbeirat könne beim Start seiner Initiative für die Geislinger Expressbusse auf die Erfolgsgeschichte der Linie X93 von Göppingen nach Lorch verweisen, heißt es. Hierbei habe die Zusammenarbeit von Land, Region und dem Ostalbkreis so gut geklappt, dass die stark frequentierte Regiobus-Linie seit diesem Monat sogar im Halbstundentakt fährt.
Fahrgastbeirat tagt im Mehrgenerationenhaus
Die nächste Sitzung des Göppinger Fahrgastbeirats findet am Donnerstag, 18. Dezember, um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Geislingen statt. Jeder Interessierte könne bei der öffentlichen und zudem barrierefreien Sitzung mitdiskutieren, schreibt der Fahrgastbeirat. Neben dem Schwerpunkt der Geislinger Expressbusse steht auch der Gesamtverkehr im Raum Geislingen und die aktuelle Situation des Göppinger ZOB auf der Tagesordnung.

