Nach Landfrauenfest in Amstetten
: 44 Personen an Magen-Darm erkrankt – Gesundheitsamt forscht nach Ursache

Der Landfrauenverein Amstetten hat am vergangenen Samstag sein alljährliches Landfrauenfest gefeiert. In der Woche danach beklagen eine Menge Besucher Magen-Darm-Beschwerden. Doch was ist der Grund dafür?
Von
Felix Feyock
Amstetten
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ARCHIV - Kleine Mahlzeit, große Kugel: Für einen Blähbauch sind Gase in Magen und Darm verantwortlich.  (zu dpa: «Blähbauch: Woher er kommt, was ihm guttut») Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Ein ungutes Gefühl im Magen, das hatten einige Besucher nach dem Besuch des Landfrauenfestes in Amstetten. Jetzt hat das Gesundheitsamt Stuhlproben genommen, um die Ursache zu klären.

dpa-tmn
  • Nach dem Landfrauenfest in Amstetten melden 44 Personen Magen-Darm-Beschwerden.
  • Das Gesundheitsamt nimmt Stuhl- und Lebensmittelproben, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.
  • Ein Zusammenhang mit Essen ist unklar – auch ein Virus kommt laut Behörde infrage.
  • Schwerwiegende Fälle gibt es keine, Betroffene aller Altersgruppen sind gemeldet.
  • Hinweise: Symptome beobachten und bei Beschwerden Arzt kontaktieren oder Hotline nutzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Im Zusammenhang mit unserem Fest sind uns mehrere Erkrankungsfälle bekannt geworden. Wir möchten euch transparent darüber informieren und dazu beitragen, mögliche weitere Ansteckungen zu vermeiden“: Mit diesen beiden Sätzen beginnt der Post, den der Landfrauenverein Amstetten am Montagabend, zwei Tage nach dem Landfrauenfest am Kulturhaus in Amstetten-Dorf, über die sozialen Medien abgesetzt hat. Man sei in einem engen Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt und bedauere die aktuelle Entwicklung zutiefst.

Stuhlproben genommen

Doch was war überhaupt passiert? Klar ist das auch am Tag nach der Erstmeldung der Landfrauen noch nicht – zumindest noch nicht ganz. Was man sagen könne, sei, dass sich mittlerweile 44 Personen gemeldet hätten, die seit dem Besuch des Amstetter Landfrauenfestes mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen haben, heißt es vonseiten des Gesundheitsamtes des Alb-Donau-Kreises auf GZ‑Nachfrage. Betroffen seien Personen allen Alters. Die Ursachenforschung laufe derweil auf Hochtouren: „Es wurden Stuhlproben von den Erkrankten genommen, um einen möglichen Erreger zu identifizieren. Aber wir haben noch kein Ergebnis vorliegen“, so eine Sprecherin. Teilweise sei man für die Tests auch „zu den Leuten rausgefahren“; zudem seien von den verkauften Lebensmitteln Proben genommen worden.

Die Sprecherin betont allerdings auch, dass die Häufung der Magen-Darm-Beschwerden nicht unbedingt auf das Essen zurückzuführen ist: „Es könnte sowohl ein Virus sein, es kann im Zusammenhang mit Lebensmitteln stehen. Da kann man noch nichts dazu sagen.“ Schwerwiegendere Fälle seien glücklicherweise aber keine zu verzeichnen.

Telefonnummer für Betroffene eingerichtet

Das Gesundheitsamt bestätigt zudem auch, dass sich die Amstetter Landfrauen selbst an die Behörde gewandt hätten, um so schnellstmöglich einer Ausbreitung der Krankheit entgegenzuwirken. „Sie haben wohl schnell gemerkt, dass da mehrere Fälle vorliegen, und dann auch schnell dem Gesundheitsamt Bescheid gegeben“, so die Sprecherin.

Geholfen habe laut dem Gesundheitsamt sicher auch der besondere Draht zwischen Behörde und Verein: „Wir sind als Behörde den Landfrauen über viele Wege verbunden. Da ist schon ein großes Vertrauen da und ein Bewusstsein dafür, dass man das natürlich abklären muss, was der Grund ist.“

Der Landfrauenverein hatte am Montagabend auch alle Besucherinnen und Besucher dazu aufgerufen, den eigenen Gesundheitszustand in den kommenden Tagen aufmerksam zu beobachten und beim Auftreten von Beschwerden – seien es Durchfall, Erbrechen, Übelkeit oder auch nur Bauchschmerzen – einen Arzt aufzusuchen. Kurzerhand wurde in Zusammenarbeit mit der Amstetter Feuerwehr sogar eine Telefonnummer für Betroffene eingerichtet. Am Dienstag forderte der Verein über die sozialen Medien erneut dazu auf, sich bei Symptomen unter (07331) 30 06 56 oder per Mail an landfrauen-amstetten@web.de zu melden.