Musik aus dem Raum Geislingen: Ein Blick auf die lokale Musikszene

Der Klang einer Gitarre kann vielfältig sein - das zeigen auch die Bands aus dem Raum Geislingen.
Markus Sontheimer- Die GEISLINGER ZEITUNG stellt regelmäßig lokale Bands vor.
- Axetasy, Concusion, Hischaboggl und Odelos bieten vielfältige Musikstile.
- Red Iris, Sternfeld, Streetband und Treppenhaus bereichern die Szene.
- Therein inspiriert durch Melodic Death Metal der Neunzigerjahre.
- Neue Veröffentlichungen und Live-Auftritte der Bands sind geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob laut oder leise, hart oder weich, Deutsch, Englisch oder eine andere Sprache. Musik weckt Emotionen und jeder hört etwas anderes am liebsten. In der GZ-Serie "Bandprobe" geben lokale Künstlerinnen und Künstler Einblicke in ihr musikalisches Schaffen und die Bandgeschichte. Von Instrumentalgruppen über Rock-Pop-Musik bis hin zu harten Riffs ist alles dabei.
Das A bis Z der Bands aus dem Raum Geislingen
Die Metalband Axetasy hat ihren Proberaum im Geislinger Stadtbezirk Waldhausen. Jonathan und Christian Kröner, Niklas Mangold und Benjamin Kruska machen "Heavy Speed Metal", inspiriert durch die Metal-Musik der Achtzigerjahre. Der Bandname ist eine Verbindung aus den Wörtern „axe“ (Englisch für Axt) und „ecstasy“ (Englisch für Ekstase). Die Wortneuschöpfung soll laut Band für die „Ekstase der Musik“ stehen und für die Axt haben sie sich entschieden, weil spitze Gegenstände cool seien. Seit 2019 gibt es die Band, die zu Beginn des Jahres ihr Debütalbum "Wuthering Tides" herausgebracht haben.
Die Coverband Blockhead aus Böhmenkirch erweckt die Punk-Rock-Songs Anfang der 2000er wieder zum Leben. Gegründet im Jahr 1998 spielen Stefan Recktor (Gesang), Michael Binder und Tobias Bulling (Gitarre), Tobias Schumacher (Bass) und Steffen Biegert (Schlagzeug) seit 2011 in dieser Formation. Ab 2006 spielten sie als „spend A cent“ außerdem eigene Rocksongs auf den Bühnen im Raum Geislingen. Und einer der Songs hat es aus einem besonderen Grund auch in die Setlist von Blockhead geschafft, wie die fünf Musiker verraten.
Ganz ohne Gesang kommen die vier Musiker von Commander Flashback aus. Die Bandmitglieder Adrian Buchbinder, Yegeny Pochapinski (beide Gitarre), Jürgen Recher (Bass) und Tobias Friedel (Schlagzeug) sind überzeugt, dass sich die Melodien ohne Gesang besser entfalten können und sich dadurch keiner unterordnen muss. Daher haben ihre Songs auch eher außergewöhnliche Titel wie „Traumpirscher“ oder „Rumpeltopf“, passen aber nicht immer zum Sound im jeweiligen Song. Der namensgebende „Commander Flashback“ ist eine Figur, die sich die vier ausgedacht haben und der eine eigene Geschichte hat.
Die Mitglieder von Concusion kennen sich bereits aus Schulzeiten. 2016 gegründet, streben Luca Schöfisch, Philipp Erhardt, Simon Brüstl und Gerrit Schieß ihren ganz eigenen Sound an: "Riffs zum Headbangen, Texte zum Mitgröhlen, eine Kombi aus (fast) allen Arten von Rockmusik" machen den "Concusionrock" aus. Der Bandname ist eine Kombination aus den beiden Wörtern „concussion“ (Englisch für „Gehirnerschütterung") und "Fusion“ (Englisch für "Verschmelzung"). Bei ihren Live-Auftritten legen sie außerdem auf eine kreative und zu ihren Songs passende Performance Wert.
Die Geislinger Heavy-Rock-Band Crime rockt seit den 90er Jahren die Bühnen der Region. Ihr Proberaum befindet sich in einer teils umfunktionierten Wohnung in Weißenstein. Kopf der Band ist Matthias „Matze“ Ehrhardt an der Gitarre. Mit Neuzugang Simon Arzt an der Rhythmusgitarre, Keyboarder Gunter Kierstein, Sänger Francis Soto, Bassist Achim Aubele und Schlagzeuger Mathias Biehl entstand im September 2025 das neue Album „Cold Air“. Dank ihrn Auftritten, bei denen der 2019 verstorbene Sänger Stavros Moutzoglou regelmäßig Feuerzeugbenzinauf der Bühne ausgeschüttet und entzündet hatte, hatten die Musiker auch einen gewissen Ruf in der Region.
Die Indie-Rock-Band Die Autos verbindet deutsche Texte mit melodischen Akkorden. Bereits seit Anfang der 2000er Jahre gibt es das Quartett, dass sich aktuell aus Simon Schöfisch und Dominik Pertl (jeweils Gesang und Gitarre), Andreas Neubert (Bass) und Andreas Schmid (Schlagzeug) zusammensetzt. In ihren Texten verarbeiten sie „den Wahnsinn im Alltäglichen“ und haben schon fünf Alben veröffentlicht. Während eines Besuchs auf dem Helfenstein kam die Band zu ihrem Namen, inspiriert durch die Autos, die durch Geislingen fuhren.
Schwäbische Texte und fette Riffs prägen die Musik von Deitschrogg aus Stubersheim. Die vier Musiker Manuel Drixler und Simon Drixler (Gesang und Schlagzeug) sowie Yannick Hofmann an der Gitarre und Timo Huber am Bass proben auf dem ehemaligen Bundeswehrdepot bei Amstetten. Jedes Jahr überlegen sie sich für ihre Auftritte ein neues Motto wie „Yoga“ oder „Beachparty“, zusammen mit einer teils inszenierten Bühnenshow. Außerdem sind sie die Gründer des „Noise of Hell“ Festivals.
Mal deftiger Rock, mal ruhigere Töne aber definitiv mit schwäbischen Texten sind Goschvoll aus Deggingen unterwegs. Die Band um Gitarrist Michael „Micha“ Eisele, Bassist und Mundharmonika-Spieler Dietmar „Nägy“ Nägele, Schlagzeuger Walter „Wale“ Straub und Sänger Gerhard „Gäge“ Schäfer gibt es seit 2019. In ihrem Proberaum in Deggingen arbeiten sie schon mal bis zu 15 Stunden, bis ihnen ein Song gefällt. Auch die schwäbischen Texte fielen Sänger und Gitarrist zunächst schwer.
Die Schwaben-Metaller Hischaboggl aus Türkheim gibt es erst seit ein paar Jahren. Die Band setzt sich aus den erfahrenen Musikern Johann Luketscha, Jochen Ausprung, Matthias Fischer, Phil Maier und Matze Schäfauer zusammen. Benannt haben sie sich nach einer regionalen Variante eines Hefeteigmännchens. Hischaboggl verbinden in ihren Songs musikalische Professionalität mit schwäbisch-humoriger Lebensfreude. Eine EP mit sechs Songs haben sie bereits 2023 veröffentlicht, dazu im Jahr 2024 die Single "Äwwl em Gschend".
Die Geislinger Band Lilly MaArs will in ihrer leichten, rockigen Musik tiefgründige Themen verarbeiten. Seit 2015 gibt es die Band, in der aktuellen Besetzung mit Sängerin Annika Schmidt, Gitarrist Amadeus Kaspschyk, Bassist Ullrich Haug und Schlagzeuger Arne Ebner spielen sie seit einem Jahr. Laut den Musikern sollte der Bandname wie der Name einer richtigen Person klingen. Die Schreibweise des „Nachnamens“ ergibt sich daraus, dass drei der Bandmitglieder einen Vornamen haben, der mit A beginnt - darum ist das zweite A großgeschrieben.
Die Geislinger Band Odelos entstand aus einem Musikprojekt für Geflüchtete. Initiator war Hermann Bieler, selbst Musiker in der Band. Zunächst als offener Musiktreff für ukrainische Flüchtlinge gedacht, fanden sich der Albaner Nori, sowie die Ukrainer Sergei, Stanislaw, Igor und Wladimir schnell zu einer Gruppe zusammen. Gemeinsam spielen sie Lieder aus der Ukraine, aber auch Songs von Pink Floyd haben sie in ihrem Repertoire. Ihr Bandname kommt daher, dass sie im ehemaligen Fabrikgebäude von Odelo proben.
Die Liebe zur selbstgemachten Musik eint die vier Musiker von Olimpia & The Diners. Sängerin Olimpia Casà, ihr Mann Timo Deininger an der Gitarre, Martin „Mädde“ Sauer am Schlagzeug und am Bass Friedrich Kienle proben im umgebauten Keller von Casà und Deininger in Unterböhringen. Seit 2009 macht das Quartett deutschsprachige Liedermacher-Musik, das letzte Album veröffentlichten sie 2020. „The Diners“ bedeutet so viel wie „die Gäste“, denn mit einer Einladung zum Essen hatte Casà sowohl Martin Sauer als auch Friedrich Kienle für das Projekt gewinnen können.
Rund ein halbes Jahrhundert gibt es die Geislinger Band Panta Rhei. Schon seit der Gründung als Schülerband des Helfenstein-Gymnasiums mit dabei sind Gitarrist Fritz Gairing sowie Helmut Schmid am E-Piano und an der Hammondorgel. Später kamen Saxophonist Andre Schnitzler, Keyboarder Jürgen Steck und Bassist Andreas Marchtaler hinzu. Das neuste Mitglied ist Schlagzeuger Tim Faller, der mit 27 Jahren mit Abstand der jüngste der Musiker ist. Der Bandname bedeutet übersetzt „alles fließt“ und stammt von dem griechischen Philosophen Heraklit von Ephesos.
Die Musiker von Red Iris verbindet eine langjährige Freundschaft. Die Band gibt es seit 2005, in ihrer jetzigen Besetzung mit Manuel Stäudle, Paul Stäudle, Simon Arzt und Matthias Lerch spielen sie seit 2013. Ihren Musikstil beschreiben sie als "progressiven Rock mit Metal-Einflüssen". Ihre Texte sind auf Deutsch, weil sie sich so besser ausdrücken können. Die Band hat außerdem das Four Seasons Festival ins Leben gerufen, um mit anderen Bands in Kontakt zu kommen und Auftritte zu bekommen.
Die Gruppe Sternfeld macht eigene Rock- und Popmusik mit englischen sowie deutschen Texten. Tommy Mayer, Hardy Philipp, Dieter Brien, Hermann Blum und dessen Tochter Eva Blum proben regelmäßig gemeinsam in Kuchen. Die vier Herren starteten Mitte der Achtziger unter dem Namen Koma, benannten sich 2000 in Sternfeld um. 2020 kam Eva Blum zur Band, die häufig zusammen mit ihrem Vater die Songtexte schreibt. Gerne improvisiert und jammt die Band bei ihren Proben, um ihre Lieder kreativ weiterzuentwickeln.
Die Streetband der Stadtkapelle Geislingen gibt es seit 2023. Mit einer anderen Form als der Blasmusik wollte der Verein während der Corona-Zeit wieder mehr Musikerinnen und Musiker gewinnen. Dirigent der Streetband wurde der Musikschullehrer Jan Kaspschyk. Gemeinsam mit den rund 15 Musikern über er Stücke aus den Bereichen Rock, Pop und Jazz ein. Die Streetband ist offen für alle Instrumentengruppen, je nach Besetzung passen sie die Arrangements ihrer Stücke an. Neben den Instrumenten, die man bereits aus der Stadtkapelle kennt, gibt es in der Streetband auch ein Banjo, einen E-Bass und ein Sousafon.
Pop- und Rocksongs mit tiefgängigen, deutschen Texten macht die Geislinger Band Treppenhaus. Alex Kaiser, Matthias Biro, Axel Kaiser und Raphael Chromik musizieren seit 2022 gemeinsam und proben einmal wöchentlich in Gussenstadt. Ihr Repertoire umfasst bereits 18 Songs, das Album "Eigentlich" erschien 2023. Am liebsten spielt das Quartett live. Wie genau sie auf den Bandnamen kamen, dazu hat jeder in der Band eine andere Antwort.
Inspiriert von den Melodic Death Metal Bands der Neunzigerjahre ist die Geislinger Band Therein. Holger Speidel, Harald Schmid, Manuel Häderle, Stefan Bucher, Tobias Messerschmid und Martin Schmid proben regelmäßig in einem ausgebauten Gewölbekeller in Geislingen. Zwei Alben haben sie bereits veröffentlicht, gerade arbeiten sie an ihrem dritten - alles in Eigenproduktion. In rund 20 Jahren Bandgeschichte kamen einige amüsante Anekdoten zusammen, welche die Musiker bis heute zum Lachen bringen.
