Müllsünder verfolgen: Kampf gegen illegalen Abfall: Helfen Videokameras?

Immer wieder verärgern Bürger ihre Mitmenschen, indem sie ihren Müll irgendwo in Städten oder in der Natur wild entsorgen - so wie hier beim Parkplatz Mordloch im Roggental bei Eybach. Ehrenamtliche räumen bald wieder Müll in Geislingen auf.
Sarah Quaas„Müllsündern muss das Handwerk gelegt werden“, schreibt der Geislinger Landtagsabgeordnete Sascha Binder (SPD) in einer Pressemitteilung. Er hat deswegen eine Anfrage zur Videoüberwachung an die Landesregierung gestellt, um Müllsünder zu verfolgen.
Im Kreis Göppingen sei wilder Müll, der im öffentlichen Raum achtlos entsorgt wird, immer wieder ein größeres Problem, so Binder. Dem Geislinger war nicht entgangen, dass Bürger und Bürgerinnen in jüngster Zeit immer wieder über Videoüberwachungen diskutierten. Die Anfrage bei der Landesregierung zum rechtlichen Rahmen und kommunalen Möglichkeiten solle Klarheit schaffen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine mobile Videoüberwachung an besonders betroffenen Orten zum Einsatz kommen könnte. Binder denkt dabei ans Bundesland Rheinland-Pfalz, wo man gute Erfahrungen mit einem Pilotprojekt zur mobilen Videoüberwachung in Ludwigshafen gemacht habe. „Große Sofas oder geplatzte Müllsäcke mit Restmüll neben Altglas-Containern abzustellen, verstößt gegen unsere Regeln“, so Sascha Binder. Dagegen müsse man vorgehen.
Ehrenamtliche räumen auf: am 31. August 2024
Unter dem Motto „Nicht mein Müll, aber meine Stadt“ trifft sich die Clean-up-Gruppe Geislingen einmal im Monat, um Müll aufzusammeln; nämlich jeden letzten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr – in diesem Fall am 31. August. Das geht aus dem Online-Veranstaltungskalender der Stadtverwaltung hervor. Die ehrenamtlichen Müllsammler treffen sich vor dem Eingang der Jahnhalle in Geislingen. „Die Clean-up-Gruppe freut sich über alle Mitmacher und Ärmelhochkrempler“, heißt es in der Mitteilung.
Bei den Sammelaktionen hat die Gruppe nach eigenen Angaben immer Handschuhe, Müllbeutel und ein paar Zangen dabei, danach kümmere man sich um die fachgerechte Entsorgung, anschließend gebe es bei einer kleinen Stärkung einen Austausch.
Nähere Informationen zu den Aktionen der Clean-up-Gruppe erhalten Interessierte etwa bei der städtischen Umweltbeauftragten Sonja Pfau – telefonisch unter (07331) 2 43 03 oder per E-Mail an sonja.pfau(@)geislingen.de. Oder alternativ auch bei Christine Pfundtner vom Team Bürgermitwirkung im Mehrgenerationenhaus unter Telefon (07331) 44 03 63 oder per E-Mail an christine.pfundtner(@)geislingen.de.

