Mobilitätsangebot VVS-Rider: Keine Fahrten mehr im Geislinger Stadtgebiet

Der VVS-Rider ist künftig nicht mehr im Stadtgebiet Geislingen buchbar.
Markus SontheimerMit „einschneidenden Maßnahmen“ hat das Amt für Mobilität im Landkreis Göppingen zusammen mit dem VVS zum Ende der Ferien auf die Probleme beim VVS-Rider reagiert, wie es in einer Pressemitteilung heißt: Innerhalb des Geislinger Stadtgebietes (ohne die Stadtbezirke) können seit einigen Tagen keine Fahrten mehr mit den On-demand-Bussen gebucht werden.
Wer zwischen der Kernstadt und den Neuwiesen, dem Eybachtal und Kuchen einen Bus nutzen will, wird an den regulären Linienverkehr mit den Buslinien 950, 951, 958, 962 und 963 sowie 965 und 966 verwiesen – dabei handle es sich um ein „attraktives Grundangebot“ des Landkreises. Der Geislinger Bahnhof als Start und Ziel der VVS-Rider-Buchungen bleibe „selbstverständlich weiterhin verfügbar“, heißt es in der Mitteilung.
Weshalb ist die Einschränkung notwendig?
Das Amt erklärt diesen Schritt damit, dass es technisch nicht möglich gewesen sei, die Nutzung in jenen Bereichen einzuschränken, für die es bereits reguläre Busverbindungen gebe. Etwa 98 Prozent der Fahrten mit dem VVS-Rider fänden im „Mittelbereich Geislingen“ statt; bisher hätten nur etwa 2 Prozent der Fahrgäste eine Fahrt von oder zur Klinik am Eichert in Göppingen nachgefragt. Unter anderem für solche Fahrten war der VVS-Rider allerdings eingeführt worden.
Auch sollte damit die Mobilität im ländlichen Raum gestärkt werden. Weil aber ein wesentlicher Teil der Fahrten parallel zum Linienbusverkehr sowie innerhalb des Geislinger Stadtgebietes ausgeführt worden sei, seien die drei eingesetzten Fahrzeuge stets schnell an die Kapazitätsgrenzen gestoßen – für notwendige Fahrten wie nach Oberböhringen, das über keine Linienanbindung verfüge, oder auch zur Klinik seien sie nicht mehr zur Verfügung gestanden.
Software wurde mehrfach überarbeitet
Kritik am VVS-Rider hatte es immer wieder vom Fahrgastbeirat gegeben, der darüber auch in seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch diskutierte. Wiederholte Korrekturen an der Software der Steuerungs-App hätten nur bedingt Erfolge gebracht, weshalb man sich zu diesem Schritt entschlossen habe. Die Verfügbarkeit in den gewünschten Bereichen habe sich seit der Buchungseinschränkung bereits deutlich erhöht, so das Amt.
So viele Fahrgäste transportierten die Rufbusse
Zirka 4000 Fahrgäste im Monat nutzen inzwischen laut Kreisverwaltung den VVS-Rider, der die bis Dezember 2023 eingesetzten Rufbusse im Mittelbereich Geislingen ersetzt hat.

