Hospiz in Geislingen
: Nach einem halben Jahr ist der Rohbau fertig

Die Arbeiten am zweiten stationären Hospiz für den Landkreis Göppingen kommen gut voran: Der Rohbau in Geislingen ist fertiggestellt, nach den Ferien soll es mit dem Ausbau weitergehen. Auch der Termin für das Richtfest steht fest.
Von
Kathrin Bulling
Geislingen
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Der Rohbau des Hospiz-Neubaus in Geislingen ist fertigt.

Der Rohbau des Hospiz-Neubaus in Geislingen ist fertig.

Georg Kolb
  • Rohbau des neuen Hospizes in Geislingen nach Baubeginn im Februar 2025 fertiggestellt.
  • Zweites stationäres Hospiz im Landkreis Göppingen bietet 16 stationäre und 6 Tageshospizplätze.
  • Richtfest am 24. Oktober 2025, Betrieb soll im Spätherbst 2026 starten.
  • Baukosten: 6 Millionen Euro, nachhaltiger Bau mit Geothermie und Photovoltaik.
  • Tageshospizplätze entlasten Angehörige und bieten palliative Versorgung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Februar haben die Arbeiten am neuen Hospiz in Geislingen mit dem Bau der Bodenplatte durch die Rechberghäuser Firma Steeb begonnen, jetzt ist der Rohbau fertig. Darüber informiert der Bauherr, der Verein „Hospiz im Landkreis Göppingen“, am Donnerstag (4.9.2025) in einer Pressemitteilung. In der Heidenheimer Straße unweit des Bahnhofs entsteht das zweite stationäre Hospiz für den Landkreis Göppingen. Das Gebäude wird einmal Platz für 16 stationäre Hospizplätze bieten; hinzu kommen sechs Tageshospizplätze, die zu den ersten in Baden-Württemberg gehören.

Der Baubeginn hatte sich aus mehreren Gründen um mehr als anderthalb Jahren verzögert. Im Juni äußerten sich Georg Kolb, der ehrenamtliche Geschäftsführer des Vereins, und Architekt Kai Koreck vom Architekturbüro ‚fai-architekten Welz und Partner‘ aus Göppingen dann zuversichtlich, dass alles planmäßig ablaufen wird. Nach den Sommerferien sollen die Ausbauarbeiten beginnen, heißt es nun in der Pressemitteilung des Vereins. Dazu besichtigte Hospizleiterin Marta Alfia jetzt mit ihrem Göppinger Team sowie mit dem Architekten den Rohbau.

Den Betrieb des Hospizes werde man aller Voraussicht nach im Spätherbst 2026 aufnehmen können, teilt der Verein mit. Ein Termin für das Richtfest steht auch fest: Dieses wird am Freitag, 24. Oktober, gefeiert und die Öffentlichkeit kann bei Baustellenführungen das Gebäude kennenlernen.

Investitionssumme von rund 6 Millionen Euro

In seiner Pressemitteilung nennt der Verein Rahmendaten für das Hospiz: Das Gebäude hat keine Unterkellerung; die Netto-Raumfläche beträgt 1420 Quadratmeter und verteilt sich auf drei Stockwerke. Die Bauweise entspreche den KfW-Anforderungen für nachhaltiges Bauen; die Heizung erfolgt über Geothermie. Strom wird über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach gewonnen. Die Kosten für den Neubau sind laut Verein mit 6 Millionen Euro berechnet.

Noch relativ neu von den Krankenkassen anerkannt seien in Deutschland Tageshospizplätze, wie es sie auch in Geislingen geben wird. Sie können von Montag bis Freitag insgesamt oder auch nur tagesweise in Anspruch genommen werden, erläutert der Verein. Wie bei den stationären Hospizplätzen sei dafür eine ärztliche Verordnung erforderlich, die besondere Anforderungen an die Erkrankung erfüllen müsse.

Das Tageshospiz diene dazu, schwerstkranke Menschen aus der häuslichen Isolation zu holen, palliativ medizinisch und pflegerisch zu versorgen und damit auch die pflegenden Angehörigen zu entlasten.

Hospizleiterin Marta Alfia (rechts) besichtigte vor kurzem mit ihrem Göppinger Team den Rohbau in der Heidenheimer Straße und besprach mit Architekt Kai Koreck vom Göppinger Büro der „fai architekten welz + partner“ die Ausbauplanung .

Hospizleiterin Marta Alfia (rechts) besichtigte vor kurzem mit ihrem Göppinger Team den Rohbau in der Heidenheimer Straße und besprach mit Architekt Kai Koreck vom Göppinger Büro der „fai architekten welz + partner“ die Ausbauplanung .

Georg Kolb