GZ-Weihnachtsaktion 2024
: "Es kommt viel Dank zurück"

Die „Segofils“ hat im Lauf der vergangenen 13 Jahre funktionierende Strukturen aufgebaut, um Senioren aus der Einsamkeit des Alters zu holen.
Von
Claudia Burst
Geislingen
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GZ-Aktion - Segofils - Die Segofils im Oberen Filstal wird von der GZ-Aktion für die Aufrechterhaltung ihrer Vereinsarbeit und fürs Auto bedacht.

Zur Vereinsarbeit geht die "Sorgende Gemeinschaft", die sich jeden Donnerstag trifft. Unter anderem machen die Leute dort Spiele.

Zur Vereinsarbeit gehört die „Sorgende Gemeinschaft“, die sich jeden Donnerstag trifft. Unter anderem wird dort gespielt.

Claudia Burst
  • Segofils hilft seit 13 Jahren Senioren im Oberen Filstal mit Unterstützung im Alltag.
  • Ehrenamtliche helfen bei Einkäufen, Arztbesuchen und Gartenarbeit.
  • Der Verein bietet Ausflüge, regelmäßige Treffen und die „Sorgende Gemeinschaft“ an.
  • Jahresmitgliedschaft kostet 35 Euro, Gemeinden unterstützen den Verein ebenfalls.
  • GZ-Weihnachtsaktion sammelt Spenden für Segofils und andere soziale Projekte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit 13 Jahren gibt es die Seniorengemeinschaft Obere Fils, kurz Segofils. Ins Leben gerufen hat sie der heutige Ehrenvorsitzende Norbert Necker. Er hatte damals die Vision, dass ältere und alte Menschen länger in den eigenen vier Wänden leben können, wenn es eine Art nachbarschaftliche Struktur gibt, die ihnen Unterstützung anbietet, wo sie nötig ist. Die beim Einkaufen hilft oder bei der Fahrt zum Arzt, die im Garten hilft und im Haushalt, die Freizeitangebote anbietet, Ausflüge macht – und auf diese Weise aktiv gegen Einsamkeit im Alter wirkt.

All das ist im Lauf der vergangenen Jahre im Oberen Filstal (siehe Info) für Senioren und Seniorinnen Realität geworden. Die Strukturen sind gewachsen und gefestigt. Jüngere und noch rüstige Senioren bieten ihre Hilfe an, Menschen, die Unterstützung brauchen, nehmen sie in Anspruch. Sehr vieles passiert ehrenamtlich. Für anderes gibt es eine Aufwandsentschädigung von neun Euro pro Stunde. Die Senioren kostet es 13 Euro, die Differenz füllt die Vereinskasse auf. „Das ist das Erfolgsgeheimnis“, sagt der Vorsitzende der Segofils, Max Böhringer.

Das gilt zum Beispiel für Helfer, die Senioren für einen Großputz, zum Fensterputzen oder etwa nach einem Krankenhausaufenthalt im Haushalt unterstützen. Oder im Garten. „Speziell für den Garten suchen wir aktuell rüstige Männer, die hin und wieder beim Heckenschneiden, Äste stutzen oder Rasenmähen helfen könnten“, erzählt Max Böhringer. Und auch „kommunikative Personen“ würden gesucht, die ältere Menschen zu Hause oder in Heimen regelmäßig besuchen, mit ihnen plaudern, spielen oder spazieren gehen.

„Wir bieten darüber hinaus Unterstützung, wenn es um die Pflegeeinstufung geht. Von der Antragstellung bis zum Dabeisein, wenn der medizinische Dienst kommt“, berichtet Max Böhringer. Die Segofils habe sogar die Genehmigung, die alltagsnahen Dienstleistungen anzubieten, für die es ab Pflegestufe 1 Geld gebe. „Wie etwa Fahrdienste mit dem Privat-Pkw zum Arzt oder zur Klinik. Und wir begleiten die Menschen dann auch mit hinein und bleiben dabei, wenn sie es wollen.“

Ein ganz anderer Bereich sind die Veranstaltungen für Senioren. Dazu gehören locker 30 Ausflüge im Jahr mit dem vereinseigenen Transporter, in dem zusätzlich zum Fahrer acht Mitfahrende Platz haben. „Da fahren wir zu einer Brauereiführung, zu einer Fernsehturmführung, ins Märklinmuseum oder zu Ritter Sport nach Waldenbuch“, gibt Thomas Schneider einige Beispiele. Er ist Schriftführer im Verein und einer von vier ehrenamtlichen Fahrern des vereinseigenen Transporters. Er organisiert die Ausflüge und die wöchentlichen Einkaufsfahrten, was ihm richtig Spaß macht: „Da kommt so viel Dank von den Fahrgästen zurück.“

Er und seine Mitstreiter holen die Einkäufer und Einkäuferinnen von zu Hause ab, unterstützen sie bei Bedarf im Supermarkt und bringen ihnen den Einkauf, wenn er für sie zu schwer ist, auch bis in ihre Wohnung. „Manchmal sitzen sie nach dem Einkauf noch im Café zu einem Schwätzle“, berichtet Thomas Schneider lächelnd. „Diese regelmäßigen Termine und Kontakte haben den Vorteil, dass wir mitkriegen, wenn sich jemand gesundheitlich verändert. Dann können wir beispielsweise die Angehörigen benachrichtigen“, ergänzt Max Böhringer. Durch die regelmäßigen Treffen – es gibt auch einen Jahresausflug mit dem Omnibus, eine Jahresfeier oder ein Grillfest im Sommer – knüpfen die Senioren im Oberen Filstal auch privat viele Kontakte, rufen einander an oder treffen sich.

Was es bei Segofils außerdem noch gibt, ist die „Sorgende Gemeinschaft“, eine Art Extra-Abteilung im Verein. Die findet zuverlässig jeden Donnerstag im Bad Ditzenbacher Bürgerhaus statt und wird von einem zehnköpfigen Team organisiert. Wer will, kann bereits zum Mittagessen ab 12.30 Uhr kommen und danach einen von Waltraud Schröder organisierten Input miterleben. Das kann fröhliches Singen mit Gitarrenbegleitung sein, ein Erste-Hilfe-Kurs, Sitz-Gymnastik oder der Vortrag eines Mediziners oder eines Polizisten. Im Anschluss gibt es Kaffee und von Ehrenamtlichen gebackene Kuchen sowie Zeit bis 16.30 Uhr für Karten- oder Brettspiele. „Den Leuten geben diese verlässlichen Öffnungszeiten Struktur“, sagt Max Böhringer.

Und Vorstandskollege Thomas Schneider ergänzt: „Auch dafür brauchen wir den Transporter den ganzen Nachmittag. Um die Leute, die sonst nicht kommen könnten, zu holen und wieder nach Haus zu bringen. Ohne Auto geht alles nicht.“

Aus dem Grund hoffen Max Böhringer und Thomas Schneider auf die Spenden der GZ-Leser. Damit soll die Vereinsarbeit weiterhin ermöglicht und vor allem der Unterhalt des Transporters sowie die Rücklagen für einen neuen, der irgendwann notwendig wird, gesichert werden.

Info Zur Segofils gehören 730 Mitglieder aus acht Kommunen aus dem Oberen Filstal: Bad Überkingen, Deggingen, Bad Ditzenbach, Drackenstein, Hohenstadt, Mühlhausen, Wiesensteig und Gruibingen, jeweils mit Teilorten. Die Jahresmitgliedschaft beträgt 35 Euro pro Person, für Familien 50 Euro. Auch die acht Gemeinden sind Fördermitglieder im Verein.

GZ-Weihnachtsaktion: Wie Sie helfen und spenden können

Die GZ-Aktion unterstützt dieses Jahr folgende Projekte: Pferdegestützte Therapie der Bodelschwingh-Schule Geislingen; Beleuchtung für Einsätze des DRK-Ortsvereins Geislingen-Oberes Filstal; Projekte zur Trauerbewältigung des ambulanten Kinder- und Jugendhospizes der Malteser im Kreis Göppingen; Ausstattung des Hospizes im Oberen Filstal; Psychomotorik-Angebot für Geislinger Förder- und ­Betreuungsbereich der ­Lebenshilfe Göppingen; ­Unterstützung von Veranstaltungen der „Sorgenden Gemeinschaft“ der Seniorengemeinschaft Obere Fils (Segofils).

Mit Veranstaltungen können Sie die Projekte der GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht‘s besser“ unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.

Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden möchten oder für einzelne (bitte auf der Überweisung vermerken). Die Spendenkonten: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000 0006 0770 99, Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00.
Jeder Spender wird in der GZ genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken). Wer eine Spende bei der GZ abgeben möchte, wird gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren. Das GZ-Team kommt gerne auch zu Ihnen, um Ihre Spende abzuholen.

Bei allen Fragen und Ideen zur GZ-Weihnachtsaktion können Sie sich gerne an GZ-Volontärin Sarah Quaas wenden unter Telefon (07331) 202-59 oder per E-Mail an
s.quaas@swp.de