Gesundheitszentrum Helfenstein
: Patientenversorgung wird ausgeweitet

Das Alb-Fils-Klinikum teilt mit: Die Kurzstationäre Allgemeinmedizinische Versorgung (KAV) in Geislingen – bislang ein reines AOK-Projekt – wird für Privatversicherte und Selbstzahler geöffnet.
Von
Kathrin Bulling
Geislingen/Steige
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Eingangsbereich des Gesundheitszentrums Helfenstein bei der ehemaligen Helfenstein Klinik in Geislingen an der Steige.

Im Gesundheitszentrum Helfenstein ist seit diesem Jahr die Kurzstationäre Allgemeinmedizinische Versorgung (KAV) untergebracht. Sie sollen nun nicht mehr nur AOK-Patienten nutzen können – das Angebot wird ausgeweitet auf Privatversicherte.

Rainer Lauschke
  • Das Gesundheitszentrum Helfenstein öffnet die Kurzstationäre Allgemeinmedizinische Versorgung (KAV) für Privatversicherte und Selbstzahler.
  • Das Modellprojekt hat sich seit Januar 2024 als Vorzeigeprojekt etabliert.
  • Patienten, die mehr als ambulante Behandlung brauchen, profitieren von diesem Angebot.
  • Durchschnittsalter der Patienten ist 68 Jahre, Verweildauer drei Tage.
  • Zusammenarbeit mit der Notaufnahme des AFK Göppingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Modellprojekt der Kurzstationären Allgemeinmedizinischen Versorgung (KAV) im Gesundheitszentrum Helfenstein habe sich als Vorzeigeprojekt etabliert, schreibt das Alb-Fils-­Klinikum (AFK) in einer Pressemitteilung. Ab sofort stehe das Angebot nicht nur AOK-Versicherten, sondern auch Privatversicherten und Selbstzahlern zur Verfügung. Beim AFK ist man überzeugt: Durch die Ausweitung auf eine weitere Patientengruppe werde die KAV noch attraktiver und trage dazu bei, die medizinische Versorgung in der Region weiter zu verbessern.

Angebot für Patienten, die mehr als ambulante Versorgung brauchen

Dr. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer des Alb-Fils-Klinikums, sagt: „Seit der Gründung im Januar 2024 wird das Modellprojekt kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt.“ Ziel sei es, die Versorgung für alle Patienten noch besser zu gestalten und neue Wege zu gehen. Hüttner weiter: „Deswegen freuen wir uns, dass unsere intensiven Bemühungen, weitere Krankenkassen an Bord zu holen, in einem nächsten Schritt gelungen sind. Durch die Öffnung für weitere Patientengruppen erreichen wir eine noch größere Anzahl an Menschen, die von dieser spezialisierten Versorgung profitieren können.“

Das Angebot – das AFK spricht von der „innovativen Gesundheitseinrichtung im Oberen Filstal“ – richtet sich an Patienten, die zwar keine Krankenhausbehandlung benötigen, aber dennoch nicht ausschließlich ambulant durch ihren Haus- und Facharzt versorgt werden können. Pflegerisch ist die KAV rund um die Uhr besetzt, das Pflegeteam ist telemedizinisch an die Zentrale Notaufnahme des AFK in Göppingen angebunden. So könne die wohnortnahe Versorgung weniger schwerer Krankheitsfälle ermöglicht werden und Kliniken könnten sich auf schwerwiegendere Behandlungen und Notfälle konzentrieren, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Zuweisung vom Haus- oder Facharzt aus dem gesamten Landkreis Göppingen und darüber hinaus ist möglich.

Durchschnittsalter der Patienten liegt bei 68 Jahren

Das Modellprojekt läuft wie berichtet seit Anfang des Jahres. Die meisten Patienten und Patientinnen würden mit Blutdruckentgleisung, Infekten der oberen Atemwege, akuter Herzmuskelschwäche mit Luftnot, Flüssigkeitsmangel, Blasenentzündung und allgemeinen Infekten in die KAV eingewiesen, teilt das AFK mit. Das Durchschnittsalter liege bei 68 Jahren, die durchschnittliche Verweildauer bei drei Tagen. Durch die Lage im Erdgeschoss des Gesundheitszentrums Helfenstein in unmittelbarer Nachbarschaft zur ebenfalls neu eingerichteten allgemeinmedizinischen Notfallpraxis des Alb-Fils-Klinikums könnten Synergien ärztlich und pflegerisch genutzt werden.