Flughafen München
: Betrieb nach mutmaßlicher Drohnensichtung für eine Stunde komplett eingestellt

Zwei Piloten melden eine verdächtige Wahrnehmung. Die Polizei sucht den Luftraum mit einem Hubschrauber ab.
Von
afp
München
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Eröffnung Erweiterungsbau am Münchner Flughafen: 13.04.2026, Bayern, Freising: Der Tower und der Terminal 1 am Münchner Flughafen am Tower. Ein Neubau am Terminal 1 ermöglicht Kapazitäten für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr. (zu dpa: «Bund weckt Hoffnung auf ICE-Bahnhof am Flughafen München») Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Tower und der Terminal 1 am Münchner Flughafen.

Peter Kneffel/dpa
  • Flughafen München stoppt den Betrieb – mutmaßliche Drohnensichtung am Vormittag.
  • Zwei Piloten meldeten kurz nach 9.00 Uhr eine verdächtige Wahrnehmung.
  • Start- und Landebahnen wurden in Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung gesperrt.
  • Polizei prüft den Vorfall, ein Hubschrauber sucht den Luftraum ab.
  • Dauer der Sperrung ist aktuell unklar, so ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Flughafen München hat nach einer mutmaßlichen Drohnensichtung am Samstagmorgen der Flugverkehr für etwa eine Stunde stillgestanden. Starts und Landungen seien nach der verdächtigen Sichtung gegen 9.00 Uhr ausgesetzt worden, der Alarm sei aber gegen 10.05 Uhr wieder aufgehoben worden, sagte ein Flughafensprecher.

Zwei Piloten meldeten eine Drohne

Zwei Piloten hätten um 9.03 Uhr eine verdächtige Wahrnehmung gemeldet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die beiden Piloten hätten unabhängig voneinander gemeldet, eine mutmaßliche Drohne gesehen zu haben. Daraufhin sei die Lage überprüft worden. Unter anderem war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Kräfte von Bundes- und Landespolizei suchten das gesamte Areal weiträumig ab. Mehrere Medien hatten berichtet.

Nachdem nichts Verdächtiges gefunden wurde, sei die Sperrung aufgehoben worden, sagte der Flughafensprecher. Der Flugverkehr lief wieder an. Beide Start- und Landebahnen sind mittlerweile wieder freigegeben. Die „Bild“-Zeitung hatte über die Sperrung berichtet.

26 Flüge wurden umgeleitet

Insgesamt 26 Maschinen hätten wegen der Sperrung nicht landen können und seien umgeleitet worden. Ausweichflughäfen waren laut Flughafensprecher Stuttgart, Nürnberg, Frankfurt, Linz, Salzburg und Leipzig. Die Flugzeuge, die vorübergehend am Boden bleiben mussten, könnten nun nach und nach mit Verspätung starten.

Der Flughafen sei nicht geschlossen gewesen, betonte der Sprecher. Während der Sperrung der beiden Start- und Landebahnen konnten Passagiere weiter den Flughafen erreichen, parken, einchecken und durch die Sicherheitskontrollen. Mitten in den Pfingstferien herrscht am Flughafen reger Betrieb. „An einem Tag wie heute starten und landen zusammen insgesamt rund 900 Flüge mit insgesamt rund 120.000 Passagieren“, sagte der Sprecher.

An Flughäfen gibt es immer wieder Drohnenalarm

Mehrfach waren an Flughäfen zuletzt mutmaßliche Drohnen gesichtet, teils war deshalb der Flugverkehr ausgesetzt worden. Anfang Oktober waren am Münchner Flughafen gleich an zwei Abenden hintereinander mutmaßliche Drohnen gesehen worden, der Flugverkehr wurde zweimal hintereinander eingestellt. Dutzende Flüge wurden umgeleitet oder gestrichen. Tausende Reisende waren betroffen. Einige mussten damals im Flughafengebäude übernachten. Auch im November gab es kurzzeitig Drohnenalarm am Münchner Airport.