Finanzen: Kreis Göppingen: Regierungspräsidium genehmigt Haushalt

Monate zuvor war im Kreistag über Sparmaßnahmen diskutiert worden (Symbolfoto).
Giacinto Carlucci- RP Stuttgart genehmigt Haushalt und Wirtschaftsplan Abfallwirtschaft 2026.
- Kreditermächtigung: rund 21,1 Mio. Euro; Verpflichtungsermächtigungen voll genehmigt.
- Haushalt 2026 mit Defizit von minus 2,66 Mio. Euro trotz 14,4 Mio. Konsolidierung.
- Kreisumlagehebesatz bleibt bei 36 Prozent; RP fordert Konsolidierung fortzusetzen.
- Prognose bis 2029 mit Fehlbeträgen; Ergebnisrücklagen in der Region schwinden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie das Landratsamt Göppingen mitteilt, hat das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart mit einem Schreiben vom 20. März sowohl den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung sowie den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft für das Jahr 2026 des Landkreises Göppingen bestätigt. Die Verpflichtungsermächtigungen des Landkreises für das Jahr 2026 wurden laut Mitteilung vollständig genehmigt. Die Kreditermächtigung des Landkreises wurde mit einem Betrag von zirka 21,1 Millionen Euro genehmigt.
Der Landkreishaushalt 2026 ist trotz eines hohen Konsolidierungsbetrags mit zirka 14,4 Millionen Euro nicht ausgeglichen und schließt mit einem Defizit von minus 2,66 Millionen Euro. Auch die mittelfristige Finanzplanung bis zum Jahr 2029 werde von Fehlbeträgen gekennzeichnet sein.
Regierungspräsidium begrüßt Sparmaßnahmen
Landrat Markus Möller sagt dazu: „In diesen herausfordernden Zeiten sind wir froh, dass das Regierungspräsidium Stuttgart den Haushalt 2026 genehmigt hat. Dank einer intensiven Aufgabenkritik und einem stringenten Konsolidierungskurs mit einem Volumen von 14,37 Millionen Euro konnte der Kreisumlagehebesatz im Vergleich zum Vorjahr auf einem gleichbleibenden Niveau von 36 Prozent belassen werden.“ Dennoch sei sich Möller bewusst, dass die kreisangehörigen Städte und Gemeinden vor erheblichen finanziellen Herausforderungen stehen. Man wolle mit diesem Konsolidierungskurs die kommunale Selbstverwaltungshoheit stärken und sich an den klassischen Zuständigkeiten orientieren.
Trotz dieser Entwicklungen begrüßt das RP laut Mitteilung die Konsolidierungsbemühungen. Demnach betont das RP auch, dass die Konsolidierungsmaßnahmen konsequent fortgeführt werden sollen.
Kein Anlass zur Hoffnung
„Zum Haushaltsjahr 2026 haben wir vorerst unsere Hausaufgaben gemacht – fürs Zurücklehnen ist jedoch nicht die Zeit“, wird Kreiskämmerer Jochen Haas in der Mitteilung zitiert. Die Prognose für die mittelfristige Finanzplanung der kommenden Jahre gebe keinen Anlass zur Hoffnung. „Die Lage ist sehr ernst: Voraussichtlich nur noch vier von elf Landkreisen im Regierungsbezirk Stuttgart werden zum Ende des Jahres 2026 noch eine Ergebnisrücklage ausweisen können, einige werden sogar einen Fehlbetrag ausweisen müssen – dazu wird voraussichtlich auch der Landkreis Göppingen zählen.”

