Film im Gloria-Kino: Von Südtirol bis in den Himalaja: Alpen- Film-Festival kommt nach Geislingen

Kommt mit weiteren Kurzfilmen ins Gloria-Kino: In „Meru - The Ascent of the Goldfish“ wird eine Erstbegehung im Himalaja gezeigt.
Verleih- Das Alpen-Film-Festival gastiert am 10. November um 19 Uhr im Gloria-Kino in Geislingen.
- Gezeigt werden fünf preisgekrönte Kurzfilme über Alpinismus, Abenteuer und Naturverbundenheit.
- Höhepunkt: Erstbesteigung der Südostwand des Meru (6660 m) im Himalaja durch drei Alpinisten.
- Themen: Südtiroler Bergbauern, Bike-und-Fly-Projekt am Mont Blanc, Polarnacht in Norwegen.
- Live-Moderation durch Marvin Stravs, Filme mit Untertiteln, Gesamtspielzeit ca. 110 Minuten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ins Geislinger Gloria-Kino-Center kommt am Montag, 10. November, um 19 Uhr die Filmtour „Alpen-Film-Festival“ für eine Vorstellung, live moderiert durch Marvin Stravs. Laut Veranstalter soll der Abend lustig und poetisch zugleich zu werden – ein Treff der süddeutschen Bergsteigerszene. In der international ausgezeichneten Filmtour mit fünf Kurzfilmen geht es unter anderem um das Überwinden von Grenzen, den Aufbruch und um Leidenschaft.
Das Film-Event wird live moderiert und ist laut Mitteilung ein Anziehungspunkt in der Bergsportszene, um die Leidenschaft für die Berge zu feiern. In fünf Kurzfilmen wird gezeigt, wie Bergbauern aus Südtirol neue Wege beschreiten, wie junge Frauen ein ambitioniertes Bike-und-Fly-Projekt am Mont Blanc umsetzen – und dabei von den Hatern im Netz verfolgt werden. Der Höhepunkt des Programms sind laut Veranstalter Aufnahmen aus einer großen Erstbegehung am Meru (6660 Meter) im Himalaja: Die Alpinisten Roger Schäli und Simon Gietl haben sich bei diesem Projekt Verstärkung vom Franzosen Mathieu Maynadier geholt – der sorgt vor allem für gutes Essen und jede Menge Spaß. Aber wenn’s drauf ankommt, könne er auch durchziehen.
„Alpinismus“, sagt Kletterer und Kurator Tom Dauer, „ist eine Lebenseinstellung, die sich gegen Vollkaskomentalität entscheidet, und damit bietet er Lektionen für ein Leben in Zeiten der Unsicherheit“. Alpinismus kenne keine Grenzen. Er sei eine universelle Sprache, weil er Menschen ungeachtet politischer Realitäten über Länder und Kontinente hinweg verbinde. Zu den im Rahmen der Vorstellung gezeigten Filmen gehören 45 Days – Sensing the Polar Night, Meru – the Ascent of the Goldfish, Am Steilhang, A Journey 2 Mont Blanc und Hungry Gravity.
5 Kurzfilme werden präsentiert
45 Days – Sensing the Polar Night von Caja Schöpf und Andreas Hartmann zeigt laut Filmbeschreibung eine winterbegeisterte Alpinistin, die sich fragt, wie es ist, 45 Tage lang ohne Sonne zu leben. Um Antworten zu finden, reist sie ins nördliche Norwegen. In den Wintermonaten verbirgt sich die Sonne im nordnorwegischen Tromsö 45 Tage lang hinter dem Horizont. Die Bergsportlerin und Psychologin Caja Schöpf will herausfinden, wie es sich unter diesen Bedingungen aushalten lässt. Bei Kälte, Sturm und in magischem Licht trifft sie drei Menschen, die auf Ski, zu Wasser und in steilem Eis ihre Faszination an der Polarnacht teilen.
Meru – The Ascent of the Goldfish von Daniel Hug und Julien Nadiras zeigt nach wochenlangem Auf und Ab, wie drei Bergsteiger die Schlüsselstelle ihrer Erstbegehung im Garhwal Himalaja erreichen. Ziel der Expeditionsbergsteiger Simon Gietl, Roger Schäli und Mathieu Maynadier ist eine Neuroute in der Südostwand des Meru South (6660 Meter). Doch bevor sie die Schlüsselpassage ihrer Linie angehen können, müssen sie jede Menge Schwierigkeiten überwinden. Schließlich aber zappelt der „Goldfish“ (800 Meter, M6+, A1) im Netz – und dieser ist nicht weniger spektakulär als die „Haifischflosse“.
In dem Kurzfilm Am Steilhang von Meike Hollnaicher und Thomas Schäfer ist zu sehen, wie Valentin Innerhofer und Judith Stötter den Südtiroler Oberhaushof im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaften – denn „der Hof ist viel größer als das, was wir mit unseren Augen sehen können“. Mit ihren Kindern genießen sie ein einfaches und bescheidenes Leben als Selbstversorger, die zugleich die besten Sterneköche der Umgebung mit biologisch angebautem Gemüse beliefern können. Heimat, sagt Innerhofer, sei nicht abhängig von Herkunft und Sprache, sondern eher davon, inwieweit man die Natur kenne und sein Leben dem Rhythmus der Jahreszeiten anzupassen verstehe.
In A Journey 2 Mont Blanc von Philipp und Christoph Kaar haben zwei junge Frauen – Elisa Deutschmann und Magdalena Mittersteiner – eine ehrgeizige Mission: von Südtirol nach Chamonix zu radeln, den Mont Blanc zu besteigen und mit dem Gleitschirm vom höchsten Gipfel der Alpen hinabzufliegen. Ihr Abenteuer ist jedoch nicht nur körperlich fordernd. Als Influencerinnen haben sie auch mit emotionalen Höhen und Tiefen zu kämpfen, denn jeder ihrer Schritte wird von ihren Followern verfolgt und beurteilt.
Der Kurzfilm Hungry Gravity ist von Bernhard Braun. Der bayerische Vollzeit-Action-Camper Braun bekennt, dass er nichts zu erzählen hat, tut ebendies laut Filmbeschreibung aber auf eine ebenso humorvolle wie hintergründige Art und Weise. Braun als bayerisches Urgestein sieht sich von den Anforderungen der modernen Skifilmindustrie herausgefordert. Jeder Film, heißt es, solle eine Geschichte erzählen, einen tieferen Sinn vermitteln, eine zweite Ebene haben. Doch wollen wir in Wirklichkeit nicht alle nur schönes Skifahren sehen? Von diesen Zweifeln hin und her gerissen, besinnt er sich dessen, was er am besten kann: Skifahren und sich selbst dabei nicht allzu ernst nehmen.
Mehr zur Filmvorstellung in Geislingen
Der Beginn mit Live-Moderation ist um 19 Uhr. Karten gibt es über das Gloria-Kino. Die Gesamtspielzeit mit Moderation beträgt zirka 110 Minuten. Englisch und alpenländische Dialekte bekommen Untertitel. Die prämierten Filme bilden das durch den Direktor des Berg-Film-Festes Tegernsee, Tom Dauer (Filmemacher und Autor), kuratierte Programm. Die fünf Kurzfilme haben eine Spielzeit zwischen 30 und 15 Minuten. Projektleitung/Tourmanagement: Markus Schindler. Mehr unter www.alpenfilmfestival.de und www.gloria-geislingen.de

