Fest in Geislingen
: Stadtverwaltung lobt Kooperation bei Steigejubiläum

Das Festwochenende zu 175 Jahren Geislinger Steige lockte laut Polizei bis zu 10.000 Besucher pro Tag in die Stadt. Die Mitglieder des Verwaltungsausschusses ziehen ein positives Fazit.
Von
GZ
Geislingen
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Das Steige-Jubiläum lockte tausende Besucher nach Geislingen.

Das Steige-Jubiläum lockte tausende Besucher nach Geislingen.

Thomas Madel Fotografie
  • 175 Jahre Geislinger Steige: Fest lockte bis zu 10.000 Besucher täglich an.
  • Erfolgreiche Kooperation: Stadt, Deutsche Bahn und lokale Partner ermöglichten das Event.
  • Highlights: Zugtaufe, historische Zugfahrten und Parallelfahrten zweier Dampfloks.
  • Finanzierung: Sponsoring sicherte das Fest, Budgetrahmen wurde eingehalten.
  • Kulturherbst folgt: Veranstaltungsreihe vom 19. September bis 19. Oktober in Geislingen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist sehr schön zu sehen, was wir in unserer Stadt gemeinsam auf die Beine stellen können, wenn alle zusammenarbeiten“, sagte Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia im Verwaltungsausschuss des Geislinger Gemeinderats. Mit einem Dank an alle Beteiligten leitete er den Abschlussbericht über das Festwochenende „125 Jahre Geislinger Steige“ ein, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Ohne die enge Zusammenarbeit zahlreicher Akteure wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen, bestätigte Kultur-Sachgebietsleiter Benjamin Decker. Gemeinsam mit Stadtarchivar Dr. Philipp Lintner gab er den Ausschussmitgliedern einen Überblick darüber, wie das Festwochenende am 28. und 29. Juni gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern gelingen konnte.

Beispielsweise habe die Deutsche Bahn laut Decker umfangreiche Infrastruktur am Bahnhof zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeitenden der DB seien unentbehrlich gewesen, um den Verkehr am Festwochenende mit regulären und zahlreichen historischen Sonderzügen zu planen und durchzuführen. Einen nachhaltigen Effekt des Steigejubiläums für die Geislingerinnen und Geislinger erwähnte Lintner:  die umfangreichen Verbesserungsarbeiten am Bahnhof Geislingen, die von der DB anlässlich des Jubiläums durchgeführt wurden, wie weitere Sitzmöbel an den Bahnsteigen, Malerarbeiten oder zusätzliche Beschilderungen.

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt war als Gastgeber ebenfalls mit von der Partie, sowohl für die Podiumsdiskussion mit Verkehrsminister Hermann als auch für die Buchpräsentation des neuen Buches zur Geislinger Steige, berichtete Lintner.

Zugtaufe war eines der Highlights

Benjamin Decker dankte laut Mitteilung besonders dem Polizeirevier Geislingen, der Bundespolizei und dem Ordnungsamt. Das gemeinsam ausgearbeitete Sicherheitskonzept habe dafür gesorgt, dass es zu keinen Unfällen rund um den Bahnhof, die Festmeile in der Bahnhofstraße oder am Gleiskörper kam, wo entlang der Strecke nach Amstetten sehr viele Eisenbahnenthusiasten Fotos und Filmaufnahmen der historischen Züge erstellten. Ebenso erwähnte er das Rote Kreuz und die Feuerwehr, die rund um den Bahnhof für medizinische Erstversorgung und die Sicherheit im Einsatz waren.

Dass laut Schätzung der Polizei zwischen 8.000 und 10.000 Menschen jeden Tag das Steigejubiläum besuchten, habe laut Stadtverwaltung auch an dem Programmangebot gelegen: besonders an der Zugtaufe eines MEX der Firma Averio auf den Namen „Geislingen an der Steige“ und den vielen historischen Bahnfahrten. Fast 4.400 Menschen seien mit dem Dampfzug nach Amstetten und zurück gefahren. Zweimal sei am Wochenende eine spektakuläre Parallelfahrt zweier Dampfzüge nebeneinander gelungen. Die Lokomotiven mit stilechten Waggons und das „Deutsche Krokodil“ E94 als Schublok hatte die UEF Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft gemeinsam mit historischen Eisenbahnvereinen auf die Schiene gebracht. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg steuerte mit einem historischen Fernschnellzug und einem ebenfalls historischen Schienenbus zwei weitere „tolle Hingucker“ bei, meinte Decker.

Finanzierungsrahmen wurde eingehalten

Stadtrat Stephan Schweizer (Freie Wähler) hob zudem die gute Zusammenarbeit hervor, dank der es gelungen sei, das Steigejubiläum mit dem jährlichen Oldtimer-Treffen und dem verkaufsoffenen Sonntag zu verbinden. Stadträtin Karin Eckert (CDU), am Festwochenende ebenfalls als Ehrenamtliche im Einsatz, erinnerte an die sehr friedliche und entspannte Atmosphäre während des Festes. Mit Vorfreude blickt Stadtrat Bernhard Lehle (Grüne) nach eigener Aussage auf den am Wochenende beginnenden Kulturherbst. Zuvor hatte Lintner das Programm der Veranstaltungsreihe kurz vorgestellt und zu den überaus vielfältigen Veranstaltungen eingeladen.

Der Finanzierungsrahmen des Festwochenendes wurde eingehalten, stellte Stadtrat Thomas Reiff (SPD) zufrieden fest, wie die Stadtverwaltung mitteilt. In seinem Bericht hatte Benjamin Decker auch Auskunft über das gelungene Sponsoring-Konzept gegeben. Ohne die umfangreiche Unterstützung zahlreicher Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft wäre weder das Festwochenende noch der Kulturherbst möglich gewesen.

Ebenfalls bei der Sitzung anwesend war Hansjörg Jäkel von der Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft UEF. Im Jahr 2033 jähre sich die Elektrifizierung der Geislinger Steige zum hundertsten Mal, erzählte er und schlug vor, dafür wieder gemeinsam ein Eisenbahn-Event zu veranstalten.

Veranstaltung auf dem Geislinger Kulturherbst

Mit dem Jubiläumswochenende Ende Juni waren die Feierlichkeiten noch nicht abgeschlossen. Der zwölfte Geislinger Kulturherbst steht ebenso ganz im Zeichen des Baus der Eisenbahnstrecke und der Industrialisierung zu jener Zeit. Vom 19. September bis zum 19. Oktober gibt es Veranstaltungen von Klangkunst über Wanderungen bis hin zu Konzerten.

Den Auftakt des Kulturherbstes macht heute um 20 Uhr das Konzert „Klangkunst trifft industrielle Geschichte – Maschinenfabrik 2.0“ in der Geislinger Rätsche. Das Duo auvikogue, Andreas Usenbenz und ­Peter Schubert, hat „Maschinenfabrik“ 2015 als Hommage an Daniel Straub mit gesammelten Geräuschen und Klangquellen als multimediale Live-Performance konzipiert und nun für den Kulturherbst neu interpretiert und in ein neues Klangstück überführt.