Eichenprozessionsspinner in Geislingen
: Stadt geht gegen Gespinste vor

Eichenprozessionsspinner treten in diesem Jahr verstärkt auf. Die Stadtverwaltung gibt Tipps zum Umgang.
Von
red/ruf
Geislingen
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Eichenprozessionsspinner in einem Waldgebiet bei Kuchen werden mit Hilfe eines speziellen Saugers beseitigt - vor Ort mit Förster Christoph Reich

Eichenprozessionsspinner in einem Waldgebiet bei Kuchen werden mit Hilfe eines speziellen Saugers beseitigt - vor Ort mit Förster Christoph Reich

Markus Sontheimer
  • Geislingen weitet Schutzmaßnahmen aus: Eichenprozessionsspinner tritt dieses Jahr häufiger auf.
  • Brennhaare der Raupen reizen Haut und Atemwege – Kontaktstellen sofort mit Wasser abspülen.
  • Stadt rät, befallene Eichen zu meiden und Haustiere fernzuhalten, bei Beschwerden zum Arzt.
  • Kontrollen und Prävention laufen seit Jahren, viele Eichen werden jährlich behandelt.
  • Warnbereiche sind Schildwacht und Geiselstein – ein Nest am Parkplatz Friedensstraße/Staubstraße entfernt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In diesem Jahr tritt der Eichenprozessionsspinner häufiger auf als in den Vorjahren. Die feinen Brennhaare der Raupen können bei Berührung oder durch die Luft übertragen allergische Reaktionen wie Hautreizungen, Juckreiz oder Atemwegsbeschwerden auslösen. Die Geislinger Stadtverwaltung hat deshalb laut Mitteilung ihre Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Eindämmung des Schädlings ausgeweitet.

„Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Deshalb reagieren wir auf das verstärkte Auftreten des Eichenprozessionsspinners und setzen gemeinsam mit unseren Partnern zusätzliche Maßnahmen um“, sagt Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia. „Gleichzeitig bitten wir alle, insbesondere in der Nähe von Eichen aufmerksam zu sein und die Hinweise zu beachten.“ Grundsätzlich ist Vorsicht in der Nähe von Eichen sowie in Waldbereichen geboten. Das Forstamt weist darauf hin, dass der Eichenprozessionsspinner fast nur an Eichen vorkommt. Sein Auftreten kann daher selbst innerhalb kleiner Gebiete sehr unterschiedlich sein. Besonders häufig besiedeln die Raupen Eichen an sonnigen Standorten.

Auch Haustiere von Eichen fernhalten

Die Stadtverwaltung empfiehlt, befallene Bäume und die Raupen keinesfalls zu berühren sowie betroffene Bereiche zu meiden. Auch Haustiere sollten von befallenen Eichen ferngehalten werden. Kommt es zu einem Kontakt mit den Brennhaaren, sollte die Hautstelle umgehend mit Wasser abgespült werden. Treten Beschwerden auf oder halten diese an, ist ein Arzt aufzusuchen.

Seit mehreren Jahren setze die Stadtverwaltung auf regelmäßige Kontrollen sowie vor- beugende Maßnahmen. Viele Eichen werden durch den Bauhof sowie den Forstbetrieb der Stadt jährlich präventiv behandelt, um einen Befall zu verhindern. Dies gilt auch für die Bäume rund um die Ferienstadt am Geiselstein sowie für das Abenteuerdorf bei den Sieben Quellen. Dort konnte in diesem Jahr kein Befall festgestellt werden. Besonders aufmerksam sollten Bürger in den Bereichen Schildwacht und Geiselstein sein. Erste Maßnahmen zur Gefahrenabwehr wurden vom Forstbetrieb der Stadt im Wald an der Burgruine Helfenstein, im Lindele sowie am Ödenturm bereits durchgeführt. Darüber hinaus wurde dem Bauhof in diesem Jahr bislang lediglich ein Nest am Park- platz Friedensstraße/Staubstraße gemeldet. Dieses wurde umgehend entfernt.