Bürgerentscheid in Amstetten
: Nein zu weiteren Solarparks

Die Amstetter Bürger haben entschieden: Es werden keine weiteren Flächen für PV-Freiflächenanlagen ausgewiesen. Das Ergebnis des Entscheids ist denkbar knapp.
Von
Stefanie Schmidt
Amstetten
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Solarpark zwischen Oppingen und Nellingen

Ein Solarpark zwischen Oppingen und Nellingen: Vier solcher PV-Freiflächenanlagen sind auch in Amstetten-Dorf und Reutti im Entstehen. Die Entscheidung, ob weitere dazukommen sollen, überließ der Gemeinderat den Bürgern.

Markus Sontheimer

25 Hektar waren bisher auf Amstetter Gemarkung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen ausgewiesen. Inzwischen sind diese Flächen ausgeschöpft: In Amstetten-Dorf am Oppinger Weg sind aktuell zwei Anlagen auf insgesamt zirka 17,6 Hektar im Entstehen, und weitere zwei in Reutti, nämlich im Sondergebiet „Grünhaberäcker I“ (3,4 Hektar) und im Gebiet „PV Lehrau“ (5,5 Hektar). Bereits seit März zeigt nun ein weiterer Betreiber Interessen an einem Standort in Reutti.

Für zusätzliche Projekte müsste aber die dafür vorgesehene Flächen-Höchstgrenze erhöht werden. Diese hat der Gemeinderat einst in einem Kriterienkatalog festgelegt, mit der die Ansiedlung von PV-Freiflächenanlagen gesteuert werden sollte. Die Entscheidung darüber, ob weitere 25 Hektar für Solarparks reserviert werden sollen, gab das Gremium an die Bürgerinnen und Bürger ab.

Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus: 50,34 Prozent stimmten gegen weitere Standorte für PV-Freiflächenanlagen, 49,66 Prozent dafür. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,86 Prozent. Insgesamt gab es 1899 gültige Stimmen.

Die Landesregierung hat im vergangenen Jahr im Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz festgelegt, dass 0,5 Prozent der Fläche außerhalb des Siedlungsbereichs mit PV-Freiflächenanlagen bebaut werden sollen. Diese Vorgabe erfüllt Amstetten bereits jetzt.