Breitbandausbau in Deggingen: Deutsche Glasfaser erteilt Deggingen eine Absage

Frust im Degginger Rathaus: Die Deutsche Glasfaser hat den eigenwirtschaftlichen Ausbau im Ort abgesagt.
Markus Sontheimer- Deutsche Glasfaser sagt den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Deggingen ab.
- Begründung: Kosten übersteigen die ursprüngliche Kalkulationsgrundlage deutlich.
- Bürgermeister Markus Schweizer bedauert die Absage und verweist auf rund 40 Prozent Quote.
- Bereits geschlossene Verträge werden nicht umgesetzt, kein Handlungsbedarf für Kundinnen und Kunden.
- Gemeinderat berät am Donnerstag, 15. Oktober, über geförderten Ausbau und Finanzierung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einem traurigen Smiley teilt Deggingens Bürgermeister Markus Schweizer die Nachricht über die Absage auf den Sozialen Medien. Zusammen mit einem Bild, auf dem das Schreiben der Deutschen Glasfaser (DG) zu sehen ist. Darauf ist zu lesen: „Vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hat Deutsche Glasfaser die Umsetzung des Glasfaserausbaus in Deggingen vertiefend geprüft.“ Die Analyse habe ergeben, „dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau unter aktuellen Voraussetzungen nicht darstellbar ist.“ Grund seien die zu erwartenden Kosten, welche die ursprüngliche Kalkulationsgrundlage deutlich übersteigen würden.
Verwaltung bedauert die Entscheidung der DG
In seinem Post findet Deggingens Bürgermeister klare Worte dazu: „Die Gemeinde Deggingen bedauert diese Entscheidung sehr.“ Man sei nach dem deutlichen Erreichen der erforderlichen Vermarktungsquote davon ausgegangen, dass die Deutsche Glasfaser ihre Ausbauzusage einhalten werde. „Die Absage ist auch deshalb besonders frustrierend, weil sich die Gemeindeverwaltung in den vergangenen Monaten und Jahren intensiv für den Glasfaserausbau und eine möglichst gute Vermarktungsquote eingesetzt hat“, so Schweizer weiter. Diese lang bei knapp 40 Prozent - 33 Prozent sollte die Quote mindestens betragen (wir berichteten).
Die bereits geschlossenen Verträge werden laut Mitteilung der DG nicht umgesetzt. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger bestehe daher kein weiterer Handlungsbedarf, informiert Schweizer. Die geschlossenen Verträge müssen auch nicht gekündigt werden.
Breitbandausbau wird Thema in kommender Sitzung
„Unabhängig von der Absage des eigenwirtschaftlichen Ausbaus besteht für die Gemeinde Deggingen grundsätzlich noch die Möglichkeit, den geförderten Glasfaserausbau weiterzuverfolgen“, berichtet Schweizer.
Die Gemeinde wurde bereits in das Graue- und Weiße-Flecken-Förderprogramm des Bundes zum Breitbandausbau aufgenommen. Der Gemeinderat werde sich voraussichtlich in seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Oktober, mit dem weiteren Vorgehen und der bereits vorliegenden Förderzusage beschäftigen.
„Zum jetzigen Zeitpunkt können wir daher noch keine Aussage darüber treffen, ob und in welchem Umfang in nächster Zeit ein geförderter Glasfaserausbau in Deggingen umgesetzt und der kommunale Eigenanteil der Förderung in Höhe von zehn Prozent finanziert werden kann“, schreibt Markus Schweizer abschließend in seinem Betrag.
